Donnerstag, 21. April 2016

Spaziergang durch den Frühlingsgarten


Diese Fotos sind eigentlich schon wieder völlig veraltet, denn im Moment verändert sich der Garten ja täglich. Und er wird jeden Tag schöner. An sonnigen Abenden ist es einfach wunderbar entspannend, durch den Garten zu schlendern und alle Veränderungen des Tages in Augenschein zu nehmen.





Weinbergtulpen, Federgras und Anemonen zu Füßen der historischen Rosen.



Die Fuchstrauben-Schachbrettblume
(Fritillaria uva-vulpis)
und die Gewöhnliche Schachbrettblume
(Fritillaria meleagris) breiten sich langsam aus.



Tulpen, Traubenhyazinthen, Schlehenblüten
 und das austreibende Grün des Hartriegels 
geben ein schönes Frühlingsbild ab.
Dies entwickelt sich auch grad - inzwischen blühen die Nelkwurzen.


Das historische Rosenbeet rund um die Feuerstelle, dank Panoramafunktion hier mal auf einen Blick

Mal sehen, vielleicht schaffe ich es ja am Wochenende wieder, ein paar Fotos zu schießen. Obwohl... eigentlich wollen wir ja unser Tomatenhaus fertig bauen - drei Pfosten stehen schon, danach hat uns letztes Wochenende der Wind einen Strich durch die Rechnung gemacht, der dafür sorgte, dass die frisch betonierten Pfeiler trotz Stützen sich immer wieder los wackelten. Und dann ist ja auch mal wieder Pflanzentag in Remeringhausen. Sehe ich da vielleicht einige der hier mitlesenden Schaumburger?


Dienstag, 12. April 2016

Ein Lob auf die Elfenblume

Ein poetischer Name für ein zartes Blümchen. Jetzt im Frühjahr gehören sie zu den schönsten Erscheinungen im Garten. Zarte, kompliziert gebaute Blüten und frisches durchscheinendes Laub. Davor knie ich gerne nieder!

Und dann sind sie auch noch so praktisch - ein zuverlässiger Bodendecker das ganze Jahr, Blüten und neuaustreibende Blätter im Frühling, teilweise mit hübscher rötlich überlaufener Laubfärbung, winterhart und wintergrün. Sie behaupten sich bei mir auch noch an den schwierigsten Standorten - im Garagenbeet und im schmalen Streifen vor dem Haus - trocken und vor allem schattig. Außer einem beherzten Rückschnitt vor dem Neuaustrieb benötigt es keine großartige Pflege. Der muss aber sein, da das alte Laub über den Winter unansehnlich geworden ist und auch den wunderschönen zarten Neuaustrieb verdecken würde.


Bei uns wachsen derzeit  Epimedium x warleyense "Orangekönigin" (Bilder oben),  Epimedium x perralchicum "Frohnleiten" vor dem Haus und Epimedium x versicolor "Sulphureum"  im Garagenbeet (Bilder unten). Auf den demnächst anstehenden Besuchen auf verschiedenen Gartenfesten könnten aber noch andere Sorten Einzug halten, da ich den Bereich unter der Weide und der Aurikelleiter noch ein bisschen unterpflanzen möchte. Nach den oben aufgezählten Vorzügen passt das doch bestimmt.







Samstag, 9. April 2016

Offene Gartenpforte Schaumburg


 

Dieses Jahr werden wir unseren Garten das erste Mal für die Offene Gartenpforte Schaumburg öffnen. Dazu laden wir euch, die Leser unseres Blogs, natürlich herzlich ein. Gerne zeigen wir euch den Garten des roten Hauses "in Natura". Der Termin ist der 05.06.2016 - wir freuen uns darauf, euch ab 12 Uhr bei uns begrüßen zu können.






Donnerstag, 7. April 2016

Aurikel-Leiter

Es ist ja fast wieder soweit, meine Aurikeln setzen zum Blühen an. Aurikeln sind ja auch im Topf absolut frosthart, solange sie nicht nass werden. In Ermangelung eines Gewächshauses muss für solche Pflanzen (dazu gehört z.B. auch unser Agapanthus) der Frühbeetkast herhalten. Das bekommt ihnen ausgesprochen gut. Ich musst nur wenig ausputzen, einige vertrocknete Blätter abpflücken und schon waren die Aurikeln wieder fast wie "neu". Eine hat schon im Winter unbemerkt geblüht, eine andere zeigt jetzt gerade ein Blüte. Die meisten anderen haben inzwischen Blütenknospen angesetzt und auf dem Markt letzte Woche ist mir eine weitere hübsche, aber namenlose Aurikel in den Korb gehüpft, die schon in voller Blüte steht.

Es wurde also Zeit, aktiv zu werden. Letztes Jahr habe ich ja schon mal über ein "Aurikeltheater" nachgedacht, also ein Gestell zur Präsentation der schönsten Aurikeln während der Blütezeit. Ich wollte aber lieber etwas dauerhaftes, wo die Pflanzenzucht den Sommer über stehen bleiben können, ohne zuviel Nässe zu bekommen. Meine Lösung ist vielleicht nicht ideal, weil ein echtes Dach fehlt, dafür sieht sie aber erst mal gut aus.

Hier noch ohne die Stoffbahnen, die vor
zu viel Licht und zu viel Regen schützen
sollen. 
Ich präsentiere: Meine Aurikelleiter!

Aus einer Holzleiter (nachdem ich lange nach einer alten im Shabby-Style gesucht habe - sauteuer - habe ich festgestellt, dass man Holzleitern auch in gut sortierten Baumärkten kaufen kann.) und ein paar Brettern, einem Topf Farbe und zwei alten Vorhängen (Kunstfaser und damit hoffentlich eine zeitlang Feuchtigkeitsunempfindlich) habe ich das hier gebastelt. Das Ganze steht unter der Weide, wo es im Sommer wohl trocken genug sein wird. Außerdem werden die unten stehenden Pflanzen ja auch noch durch die darüber liegenden Bretter geschützt.

Wenn die Leiter und die Bretter im Laufe der Zeit so ein bisschen einen Used-Look bekommen, ist es umso besser.











Dienstag, 5. April 2016

Umgestaltung des Gemüsegartens

Ich hatte es neulich schon angedeutet, ein größeres Projekt in diesem Frühjahr war/ist die Umgestaltung des Gemüsegartens. Zur Erinnerung - wir hatten dort 9 kleine und zwei größere Beetkästen stehen, die wir vor zwei Jahren gebaut hatten. Außerdem gab es noch das Pflanzenhaus - ein Kleinstgewächshaus für die Anzucht und ein paar wenige Tomaten.

Eigentlich war ich mit dieser Lösung auch ganz zufrieden, aber es zeigte sich im letzen Sommer, dass etliche unserer kleinen Hochbeete zu stark im Sonnen- und Regenschatten der Weide standen und daher nur eingeschränkt gut liefen. Das Pflanzenhaus hat unsere häufigen starken Winde nicht gut mitgemacht und hatte nach einem Jahr eine eingedrückte Rückwand und nichtmehr schließende Türen, nach zwei Jahren waren die Türscharniere und Magneten völlig kaputt, die Rückwand ließ sich gar nicht einsetzen und in diesem Winter hat es die Ruine dann derart zerlegt, so dass wir kurzerhand entschieden, sie abzureissen. Das machte mich etwas traurig, eröffnete mir aber ganz neue Möglichkeiten für den Gemüsegarten. Erwähnte ich, dass ich nach den schlechten Erfahrungen vom letzten Jahr eigentlich sowieso kein Gemüse mehr anbauen wollte? Nun ja, soviel zu Vorsätzen.

Was ist also passiert?
  • Vier der kleinen Beetkästen sind nach vorne gewandert, neben die Auffahrt. Dort ist viel mehr Sonne als gedacht, so dass unser Gemüse von morgen bis in den Nachmittag in der Sonne liegt. Hier habe ich bereits Zwiebeln gesteckt, Radieschen, Salat und Möhren ausgesät und ein paar gekaufte Kohlrabis gesetzt, die aber noch kleine "Wärmehütchen" haben, um optimal wachsen zu können. Wenn die Hütchen dann auch noch vor Schnecken schützen, die bestimmt in spätestens zwei Wochen aus ihren Löchern gekrochen kommen, umso besser.

  • Im ehemaligen Gemüsegartenbereich haben wir aus sechs niedrigen Beetkästen drei höhere gemacht. Das ist ganz praktisch und schont den Rücken. In den Kästen wachsen unsere Erdbeeren und Heidelbeeren. Ein Beet ist für meine experimentellen Blumenknollen, die man angeblich essen kann, vorgesehen: Ziest, Dahlien und Süßkartoffeln. Und selbst wenn sie nicht schmecken (oder ich sie dann doch nicht essen möchte), entwickeln sich daraus dann hoffentlich schöne Blumen. Da ich mit dem Pflanzen selbstverständlich noch warten muss, habe ich erst mal Salat ausgesät, so wie eigentlich überall. Viel mehr ging ja noch nicht. 

  • Außerdem haben wir den Bereich optisch mit zwei Staketenzäunen abgegrenzt und wie ich finde, dadurch auch aufgewertet. Das Aufstellen ging viel schneller als befürchtet, auch wenn der Herr Gärtner beim Einklopfen der Pfähle trotz vorgebohrter Löcher in unserem Lehmboden ganz schön zu tun hatte. Im Schatten der Weide werden wir nun an sonnigen Nachmittagen sitzen und den Ausblick über den Garten genießen können. Gestern gab es dort bereits den ersten Draußenkaffee des Jahres, auch wenn im Moment das mit dem Schatten noch so eine Sache ist - wo kein Laub, da kein Schatten.

  • Fehlt noch das Tomatenhaus bzw. -dach, das mir der Herr Gärtner versprochen hat. Der Tomatenanbau ohne Dach war ja im letzten Jahr trotz freilandgeigneten und resistenten Sorten nicht so ergiebig (oder sagen wir eher, die Ernte war zwar gut aber nur von kurzer Dauer, ehe zuerst die Braunfäule zuschlug und wir dann am 3. Oktober den ersten Frost hatten). Ich hoffe, mit dem Dach länger noch etwas von meinen liebevoll gepäppelten Tomatenpflanzen haben zu können. Die für dieses Jahr stehen schon in den Startlöchern und sind bereits das erste Mal verpflanzt.

Sonntag, 3. April 2016

Kochen im Freien - fast veganes Kichererbsencurry

Der Blutampfer ist natürlich nicht selbst ausgesät. 
War das ein traumhaftes Wochenende - Sonne ohne Ende und endlich Temperaturen jenseits der 12°C-Marke. Daher wurde fleißig im Garten gearbeitet und die Beete frühlingsfit gemacht: Die Rosen und Hortensien waren fällig, wir sind einmal durch alle Beete gekrochen um Unkraut zu jäten, im "neuen" Gemüsegarten wurde schon mal ein bisschen was ausgesät (die Radieschen und der Schnittsalat keimen schon - nicht von gestern allerdings :-) ). Die Umgestaltung des "alten" Gemüsegartens nimmt Formen an, aber dazu ein anderes Mal mehr. Der Herr Gärtner konnte dabei den Erdhaufen neben der Auffahrt, der uns schon seit zwei Jahren begleitet, endlich ganz abtragen und auf dem Stück wieder Schotterrasen aussäen. Ach, was waren wir fleißig...

 Zur Krönung des Tages und weil es bis eben noch so warm war, dass wir im langärmligen Shirt ohne Jacke draußen sitzen konnten, haben wir das erste Mal in diesem Jahr an unserer Feuerstelle im Dutch Oven gekocht und sogar draußen gegessen. Das für heute vorgesehene Essen eignete sich ausgesprochen gut dazu und ich möchte es euch nicht vorenthalten. Fast veganes Kichererbsen-Curry Eigentlich ernähren wir uns nicht ausschließlich vegan, aber wir essen im Moment nur noch wenig Fleisch und probieren uns durch die vegetarische/vegane Küche. Allerdings tun wir das weniger aus ethischen als aus gesundheitlichen Gründen, so dass sich an der einen oder anderen Stelle dann doch noch mal ein tierisches Produkt, in diesem Fall thailändische Fischsauce, einschmuggelt. Das Originalrezept sah Miso vor, wir haben in Ermangelung desselben
Gemüsebrühpulver (selbstgemacht aus frischen Zutaten) und eben Fischsauce verwendet. Wer es also vegan nachkochen will, sollte es einfach wieder zurück ersetzen.



Das braucht man (für 4 großzügige Portionen) 

Und immer ein Auge auf den Kater - der wollte auch mal probieren. 
  • 2 Dosen Kokosmilch (400ml) 
  • 2 Dosen Tomaten (400g) 
  • 1 Dose Kichererbsen 
  • 1 Stück Ingwer (ca. 5 cm lang) 
  • 2 Zwiebeln 
  • 750g Kartoffeln 
  • 2 Auberginen
  • 1 Bund glatte Petersilie 
  • etwas Öl
  • 1 TL grüne Currypaste
  • Chiliflocken
  • 1,5 EL Gemüsebrühepulver
  • Fischsauce nach Geschmack



So geht's:

Im Grillkamin Briketts vorglühen lassen.
Gemüse vorbereiten - Ingwer hacken, Zwiebeln in Würfel schneiden, Kartoffeln und Auberginen in mundgerechte Stücke schneiden, Petersilie hacken und Kichererbsen abgießen.

12"-Dutch Oven auf ein Bett aus glühenden Briketts stellen.
Mit Öl einpinseln und heiß werden lassen.
Dann Zwiebeln, Ingwer, Chiliflocken und Currypaste darin anbraten.
Kokosmilch und Dosentomaten dazu geben und aufkochen 
lassen. 
Dazu den Deckel des Dutch Oven auflegen und einige Briketts auflegen.
 So hat man sozusagen Unter- und Oberhitze.
Dann Kartoffeln und Aubergine dazu geben und ca. 20 min kochen. 
Solange weiter kochen bis die Kartoffeln gar sind -
 bei uns dauerte das noch mal ca. 15 Minuten. 
Superlecker!