Sonntag, 21. Februar 2016

Heute wird gebacken - Sonntagmorgen-Dinkelbrötchen

Der Herr Gärtner und ich sind gerade (mal wieder) dabei, unsere Ernährung umzustellen. Weniger Fleisch, mehr Gemüse und vor allem Vollkornprodukte. Die Gesundheit fordert es ein. In diesem Prozess machen wir mache ich Höhen und Tiefen durch, aber ein Highlight sind selbstgebackenes Brot und Brötchen. Gute Vollkornprodukte bekommt man hier nicht an jeder Ecke oder sie sind unfassbar teuer. Sauerteigbrot mag ich nicht so gern, jedenfalls nicht das vom Bäcker. Seit Mitte Januar wird hier also jede Woche ein Brot gebacken und am Wochenende gibt es auch mal Brötchen. Erwähnten wir die wunderbare Küchenmaschine, die der Weihnachtsmann brachte und die uns seither unverzichtbare Dienste leistet?

Nur, wer hat schon am Sonntag morgen Lust, früh aufzustehen und den Brötchenteig anzusetzen, selbst mit der tollsten Luxusküchenmaschine. Wir jedenfalls nicht. Dafür gibt es eine einfache Lösung - sie heißt kalte Teigführung. Dabei wird der Teig abends angesetzt, geht über Nacht im Kühlschrank und morgens ist es dann ein Leichtes, innerhalb kurzer Zeit die Brötchen frisch auf den Tisch zu bekommen. Ein Traum!

Danke übrigens an Melanie und Sönke vom Vollwert-Blog, von denen ich zwei Brötchenrezepte (dies und dies) genommen, kombiniert und adaptiert habe.

Zutaten (für ca. 8 Brötchen): 

300g Dinkelvollkornmehl*
10g Hefe
250ml Wasser
1 TL Honig
1 Prise Salz
50g Kürbiskerne, gehackt
5 EL meiner persönlichen Müslimischung**


Und so geht's: 

Hefe mit dem lauwarmen Wasser und Honig mischen, 10 Minuten stehen lassen.
In der Zwischenzeit das Mehl abwiegen und mit den übrigen Zutaten vermischen.
Nach 10 Minuten das Hefewasser dazugeben und in der Küchenmaschine einige Minuten verkneten. Wenn der Teig danach noch zu feucht sein sollte, etwas mehr Mehl dazu geben. Das war's auch schon am Abend vorher, den Teig noch abdecken und dann ab in den Kühlschrank.

Über Nacht tut dann die Hefe ihren Job und morgens ist der Teig schön aufgegangen und kann weiter verarbeitet werden. Aus dem Kühlschrank nehmen, Backofen vorheizen (220°C), Katzen füttern (oder den Hund oder so...), dann den Teig kurz noch mal auf einer bemehlten Arbeitsfläche kneten, zu einer langen Rolle formen und dann in 8 gleich große Teile teilen (mehr wenn ihr kleinere Brötchen backen wollt :-)

Auf ein Blech geben, mit Wasser besprühen oder bepinseln und noch ein paar verzierende Samen oben drauf streuen (Kürbiskerne, Leinsamen... was ihr habt und mögt). Das Ganze dann bei ca. 220°C bei OBER-/UNTERHITZE ca. 20 Minuten backen.

Lustig finde ich beim Brot- und Brötchenbacken immer die Garprobe - unten drauf klopfen. Wenn es hohl klingt, sind die Brötchen fertig. Geht bei Brötchen noch ganz gut, bei einem großen, heißen Laib Brot ist das gar nicht so einfach. Ist aber wirklich zuverlässig.

* Dunkelvollkorn oder anderes Vollkornmehl wäre super. Man sollte aber sein Mehl beschriften, wenn man mehrere Sorten hat. Ich habe mich heute gewundert, warum meine Vollkornbrötchen so schön hell waren. Bis ich mich erinnerte, dass ich neulich kein Dinkelvollkornmehl bekommen habe und statt dessen in meiner Unkenntnis ein 650er Mehl gekauft habe. Aber ich lerne ja noch.

** Meine persönliche Frühstücksmüslimischung besteht im Moment aus verschiedenen Samen (Chia, Lein, Sonnenblumen, Kürbis sowie aus Amaranthpops und Vollkorngetreideflocken. Nehmt einfach, wonach euch ist.





Kommentare:

  1. Vollkork-Produkte? Hat die man nicht eher auf dem Boden liegen?? ;-))))) (Kleiner amüsanter Tippfehler in der zweiten Zeile)
    Falls Du mal morgens einen Ausflug machen möchtest... Hier in Niedernwöhren haben wir einen Bio-Vollkorn-Bäcker. Ich kann Dir aber weder was zu den Preisen noch zum Geschmack was sagen, da ich normalerweise keine Brötchen frühstücke (bei mir gibt's Toast oder Cornflakes).
    Schöne Grüße
    Susi

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    1. Das ist ja ein lustiger Vertipper... Danke für den Tipp, der Bäcker steht auch immer auf dem Wochenmarkt hier. Aber am Sonntagmorgen fahren wir nicht so gern durch die Gegend.

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