Mittwoch, 13. Januar 2016

MeMadeMittwoch: Violetta

Nach der Blog-Wiederauferstehung kann ich heute endlich wieder beim MeMadeMittwoch mitmachen. Dort teilen die Damen auch heute wieder tolle Nähergebnisse und blicken zurück auf ihre Lieblingsstücke vom letzten Jahr.

Mein Lieblingsstück aus dem letzten Jahr ist diese Tunika/Strickkleid aus Merinowolle, die bereits im Spätsommer entstanden ist und die ich seitdem schon oft getragen hat, obwohl es erst immer zu warm war für ein Tunikakleid aus Stickstoff und jetzt, in den letzten Tagen, ein bisschen zu kalt. Trotzdem gehört sie zu den am häufigsten getragenen selbstgemachte Kleidungsstücken bisher.

Die Fotos sind übrigens bereits letzte Woche entstanden, als es noch schneite...

Morgens beim Blick aus der Haustür - kann ich so rausgehen? Nein, eindeutig zu kalt, trotz Stiefeln und Thermostrumpfhose. Gut, dass Ferien sind und die Notwendigkeit, das Haus zu verlassen, sich auf ein Minimum reduziert.

Die Tunika ist nach dem Schnitt Violetta von Mamu-Design genäht. Von Mamu habe ich ja schon etliches genäht, da die Schnittmuster auch die großen Größen abdecken und, wie ich finde, trotzdem nicht wie ein Sack an mir hängen. Ein paar Änderungen mussten allerdings sein:

Zunächst mal habe ich es nach der ersten Anprobe an den Seitennähten nochmal deutlich enger genäht, um dem Sackeffekt auch wirklich zu entgehen. Und zum zweiten sieht der Schnitt vor, dass die Biesen nach außen umgebügelt werden sollten. Ich hatte Sorge, dass das zu stark aufträgt, weswegen ich sie kurzerhand "falsch herum" genäht habe, so dass zwar der Raffeffekt unter der Brust zu sehen ist, aber nicht die eigentlichen Falten. So gefällt es mir auf jeden Fall besser.

Hier sieht man die falsch herum genähten Biesen ganz gut.
(Und den Schnee, der gestern hier den ganzen Tag fiel)


Was ich beim nächsten Versucht vielleicht auch noch anders machen würde, oder vielleicht auch bei diesem Teil, wenn ich mich irgendwann dazu bringen kann, die Ärmelsäume noch mal auf zu machen, ist die Ärmel enger zu nähen.


Der Stoff hat eine besondere Geschichte. Er kommt nämlich aus Norwegen und ist ein Urlaubssouvenir. Ein ganz dünner, aber unglaublich wärmender Merinostrickstoff. Der Herr Gärtner und ich mussten am letzten Tag unseres Sommerurlaubs noch ein bisschen Zeit totschlagen, nachdem wir den Campingplatz verlassen mussten und bevor die Fähre ging. Also machte der Herr Gärtner den für seien Verhältnisse unkonventionellen Vorschlag, doch mal nach Fabrikverkäufen von Norwegenpullovern in der Nähe zu gucken. Und so landeten wir bei Janus Ull in der Nähe von Bergen, wo es zwar keine klassischen Norwegerpullover gab, aber dafür schöne Funktionskleidung, -wäsche und Strümpfe. Und es gab "Ull pa rull" - Wollstoffe von der Rolle. Wenn ich den freundlichen Herrn richtig verstanden habe (er sprach für einen Norweger wenig Englisch und ich noch weniger Norwegisch), machen die dort tatsächlich alles selbst - Wolle spinnen, weben bzw. stricken und die Kleidung produzieren. DerHerr Gärtner hat eine tolle Strickjacke gekauft und ich den Stoff. 

Natürlich zu wenig, denn ich wusste zu diesem Zeitpunkt ja noch nicht was es werden sollte und hatte eigentlich an ein kürzeres Shirt gedacht. Für die Violette brauchte ich aber deutlich mehr Stoff, so dass ich Ersatz für die Ärmel brauchte. Dafür habe ich dann beim nächsten Stoffmarkt diesen blau gestreiften Merinostrick gekauft. Er ist zwar etwas dicker als der norwegische Stoff, aber trägt sich auch sehr angenehm.

Wenn ihr wissen wollt, was es heute beim MeMadeMittwoch sonst noch gibt, dann geht es hier entlang!



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen