Dienstag, 19. Januar 2016

Glitzerndes Eis

Dieses Jahr können wir uns nicht beschweren, dass es keinen Winter gibt. Wenn ich die Posts der letzten drei Wochen Revue passieren lasse, dann spielt Schnee eigentlich die Hauptrolle. Heute auch wieder. Es ist aber auch zu schön. Da draußen ist Winterwetter wie ich es liebe - strahlender Sonnenschein, alles ist schneebedeckt und dabei ist es knackig kalt. Winterwunderland, nach wie vor.







 









Den Fenchel im Feuerbeet hatte ich ja stehen lassen, weil ich im Herbst keine Lust mehr hatte, ihn runter zu schneiden hoffte, dass es dieses Jahr Tage wie den gestrigen gibt, an dem die Samenstände von Reif überzuckert sind. Ich kann mich gar nicht daran sattsehen und sattfotografieren. Und wenn dann noch die Sonne so strahlt und alles glitzert, dann bekomme ich trotz des Winters gute Laune!












Ach ja, und das will ich euch jetzt auch nicht vorenthalten - der gleiche Blick wie am Sonntag, nur diesmal mit viel mehr Farbe! 



Zum Vergleich:




Sonntag, 17. Januar 2016

Winterspaziergang


Nach einer Woche Tauwetter ist seit gestern Mittag der Winter zurück. Diesmal aber ohne kalten Wind, dafür mit richtig schönen Pappschnee.

Also warm eingemummelt und dann raus - der Schnee war einfach zu verlockend. Ein kleiner Winterspaziergang durch die Felder bei Hohnhorst. Die Kamera durfte natürlich nicht fehlen.

Jedoch:

Die Farblosigkeit und die leeren Felder verlockten nicht zum Fotografieren, umso mehr war jedes bisschen Farbe sehr willkommen.


Die Früchte in den Gärten der Nachbarn und an der Sträuchern am Wegrand leuchteten umso mehr im grau-weißen Einerlei. Erstaunlich eigentlich, dass sie noch nicht vollständig von den Vögeln vernichtet worden sind.







 

 Schneebedeckte Samenstände - ohne Farbe, dafür grafisch schön:



Auch der eigene Garten bietet nicht viel Farbe:

Hier im Vergleich bunt und schwarz-weiß...

 



Mittwoch, 13. Januar 2016

MeMadeMittwoch: Violetta

Nach der Blog-Wiederauferstehung kann ich heute endlich wieder beim MeMadeMittwoch mitmachen. Dort teilen die Damen auch heute wieder tolle Nähergebnisse und blicken zurück auf ihre Lieblingsstücke vom letzten Jahr.

Mein Lieblingsstück aus dem letzten Jahr ist diese Tunika/Strickkleid aus Merinowolle, die bereits im Spätsommer entstanden ist und die ich seitdem schon oft getragen hat, obwohl es erst immer zu warm war für ein Tunikakleid aus Stickstoff und jetzt, in den letzten Tagen, ein bisschen zu kalt. Trotzdem gehört sie zu den am häufigsten getragenen selbstgemachte Kleidungsstücken bisher.

Die Fotos sind übrigens bereits letzte Woche entstanden, als es noch schneite...

Morgens beim Blick aus der Haustür - kann ich so rausgehen? Nein, eindeutig zu kalt, trotz Stiefeln und Thermostrumpfhose. Gut, dass Ferien sind und die Notwendigkeit, das Haus zu verlassen, sich auf ein Minimum reduziert.

Die Tunika ist nach dem Schnitt Violetta von Mamu-Design genäht. Von Mamu habe ich ja schon etliches genäht, da die Schnittmuster auch die großen Größen abdecken und, wie ich finde, trotzdem nicht wie ein Sack an mir hängen. Ein paar Änderungen mussten allerdings sein:

Zunächst mal habe ich es nach der ersten Anprobe an den Seitennähten nochmal deutlich enger genäht, um dem Sackeffekt auch wirklich zu entgehen. Und zum zweiten sieht der Schnitt vor, dass die Biesen nach außen umgebügelt werden sollten. Ich hatte Sorge, dass das zu stark aufträgt, weswegen ich sie kurzerhand "falsch herum" genäht habe, so dass zwar der Raffeffekt unter der Brust zu sehen ist, aber nicht die eigentlichen Falten. So gefällt es mir auf jeden Fall besser.

Hier sieht man die falsch herum genähten Biesen ganz gut.
(Und den Schnee, der gestern hier den ganzen Tag fiel)


Was ich beim nächsten Versucht vielleicht auch noch anders machen würde, oder vielleicht auch bei diesem Teil, wenn ich mich irgendwann dazu bringen kann, die Ärmelsäume noch mal auf zu machen, ist die Ärmel enger zu nähen.


Der Stoff hat eine besondere Geschichte. Er kommt nämlich aus Norwegen und ist ein Urlaubssouvenir. Ein ganz dünner, aber unglaublich wärmender Merinostrickstoff. Der Herr Gärtner und ich mussten am letzten Tag unseres Sommerurlaubs noch ein bisschen Zeit totschlagen, nachdem wir den Campingplatz verlassen mussten und bevor die Fähre ging. Also machte der Herr Gärtner den für seien Verhältnisse unkonventionellen Vorschlag, doch mal nach Fabrikverkäufen von Norwegenpullovern in der Nähe zu gucken. Und so landeten wir bei Janus Ull in der Nähe von Bergen, wo es zwar keine klassischen Norwegerpullover gab, aber dafür schöne Funktionskleidung, -wäsche und Strümpfe. Und es gab "Ull pa rull" - Wollstoffe von der Rolle. Wenn ich den freundlichen Herrn richtig verstanden habe (er sprach für einen Norweger wenig Englisch und ich noch weniger Norwegisch), machen die dort tatsächlich alles selbst - Wolle spinnen, weben bzw. stricken und die Kleidung produzieren. DerHerr Gärtner hat eine tolle Strickjacke gekauft und ich den Stoff. 

Natürlich zu wenig, denn ich wusste zu diesem Zeitpunkt ja noch nicht was es werden sollte und hatte eigentlich an ein kürzeres Shirt gedacht. Für die Violette brauchte ich aber deutlich mehr Stoff, so dass ich Ersatz für die Ärmel brauchte. Dafür habe ich dann beim nächsten Stoffmarkt diesen blau gestreiften Merinostrick gekauft. Er ist zwar etwas dicker als der norwegische Stoff, aber trägt sich auch sehr angenehm.

Wenn ihr wissen wollt, was es heute beim MeMadeMittwoch sonst noch gibt, dann geht es hier entlang!



Donnerstag, 7. Januar 2016

Immer noch Schnee und Eis

Der Winter dauert an - schon fünf Tage!
Als ich heute nach der Schule noch schnell die Vögel füttern wollte, entdeckte ich hinter dem Carport diesen riesigen Schneeberg. Ich kann mich gar nicht erinnern, wann es so viel geschneit hat. 

Und nein - das Brett biegt sich nicht unter dem Gewicht 
der Schneemassen, sondern ist einfach nicht gut 
lackiert und damit nicht outdoorgeeignet. Kommt auf die 
Liste der Dinge, die nächstes Jahr erneuert werden müsse. 

Unser Wasserspeier-Frosch hat sich unter seiner Schnee- und 
Eisdecke im Trog versteckt,

und auch der Gargoyle hat eine dekorative Schneehaube. 

Aber wenn man dem Wetterbericht glauben darf, ist es morgen mit der Pracht vorbei! 

Sonntag, 3. Januar 2016

Und plötzlich ist Winter

Seit gestern Abend ist Winter, also so richtig, mit eiskaltem Ostwind und Schnee. Und plötzlich drängeln sich die Vögel wieder an der Futterstelle - im Dezember musste sie tagelang nicht aufgefüllt werden, heute wurde sie leergefuttert. Daher ist es gut, dass die Kater sich die Pfoten nicht verkühlen wollen und auf Winterschlafmodus umgeschaltet haben. Keine Katergefahr also!






Der Herr Gärtner und ich haben dem Wintersturm getrotzt und sind die 300 Meter zum örtlichen Hofcafé gelaufen, um mal raus zu kommen. Auch für ein paar Fotos aus dem winterlichen Garten hat es gereicht. Dann war aber auch gut, denn sagte ich schon, dass der Wind wirklich wirklich kalt war?






Samstag, 2. Januar 2016

Jahresrückblick 2015

In den letzten Tagen habe ich in der Blogosphere so viele Jahresrückblicke gelesen, dass ich Lust bekommen habe, auch einen zu schreiben. Ich war einige Monate abgetaucht - nach meinem letzten Post vom 24. Juli begannen die Sommerferien, wir verbrachten einen wunderbaren Urlaub in Norwegen und als wir zurück kamen, überkam mich die große Herbstdepression - "Wie? Der Sommer ist schon wieder vorbei? Wie ist denn das passiert?" - aus der ich mich nur langsam befreien konnte. Immerhin hat der Herr Gärtner ein paar Mal das Fähnchen hoch gehalten und zumindestens den Blog am Leben erhalten...

In letzter Zeit merke ich aber, dass ich im Kopf immer wieder Blogbeiträge formulierte und beim Fotografieren überlegte, was ich zu den Fotos schreiben würde. Ich versuche es also noch einmal - der Blog wird mit Sicherheit eine andere Richtung nehmen und ich werde mich von der Idee eines reines Gartenblogs verabschieden. Warum soll ich mich einschränken, wenn es doch so viele Dinge gibt, die mein Leben interessant machen? 


Aber der Reihe nach: Was war wichtig in 2015? 

Im Garten: 

Das Wetter spielte in diesem Jahr offensichtlich eine große Rolle - ich habe gerade mal meine Gartenposts des Jahres durchgesehen und versucht, das Gartenjahr Revue passieren zu lassen. Ein kaltes Frühjahr, was der Entwicklung der Pflanzen aber gut getan hat. Und trotzdem, das zweitwärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen - immerhin passt da die Statistik mal zum Empfinden. Beispielsweise war in unserer Gegend der Dezember 7°C wärmer als der Durchschnitt. Gut, das ist ein Extrem, aber auch der Sommer soll ja ein extremer gewesen sein. Ich erinnere mich nur noch vage an viel Hitze, aber auch viel Regen und viel Wind in der Zeit vor den Sommerferien, die ja in diesem Jahr hier in Niedersachsen spät wie nie lagen. Den Höhepunkt der Hitzewelle haben wir nicht hier erlebt. Wir waren in Norwegen, wo es gefühlt wohl den kältesten August ever gegeben hat, und haben immer nur die Berichte meiner Mutter, die das Haus hütete, bekommen. Sie sprach von Hitze, Temperaturen von über 30°, während wir teilweise einstellige Nachttemperaturen hatten (im Zelt!). 


Als wir zurückkamen, war es auch mit der Hitze vorbei. Der Garten war trostlos, vieles bereits verblüht, vieles trocken. Ich glaube, der größte Schreck für mich war die verhältnismäßige frühe Dunkelheit, die mir deutlich machte: Sommer vorbei - jetzt geht's abwärts... Und da ich ganz heftig auf Lichtmangel reagiere, schlug sich das auch auf's Gemüt. Da konnte mich auch ein toller Herbst nicht wieder richtig glücklich machen. Obwohl unser Garten einen echten zweiten Höhepunkt im September hat, gibt es da dieses Jahr nur wenige Fotos. Schade eigentlich. Bis Ende Oktober war der Garten dieses Jahr toll, dann mussten wir die Wintervorbereitungen treffen. Auch das eigentlich schade, denn wenn ich den Rosen nicht den Herbstschnitt verpasst hätte, würden sie vermutlich auch jetzt noch blühen. Aber das kann man ja nicht ahnen. 

Insgesamt war dieses Jahr eher eins, in dem wir nur kleinere Veränderungen vorgenommen haben. Das ist auch gut so, denn ich denke, in den vergangenen vier Jahren haben wir viel geschaffen, das sich jetzt erst mal etablieren muss. Toll entwickelt hat sich der Rosengarten am Steinkreis. Auch die beiden neuen Beete haben sich, nach einigen Anlaufschwierigkeiten gut eingefügt und haben bis zum Ende des Jahres einen guten Eindruck gemacht.Wir werden in den nächsten Jahren wohl eher damit zu tun haben, zu gucken, was bleiben kann und was eventuell ein neues Zuhause finden muss. Nach wie vor überlegen wir, was wir mit der "Apfelbaumwiese" machen sollen, mit der wir nicht so glücklich sind.


Im Haus nicht viel neues: 

Ende April hatte das Warten auf unseren neuen Esstisch mit rustikaler, naturbelassener Platte ein Ende. 16 Wochen Lieferzeit! Dafür ist er wunderschön und ich liebe jedes Astloch, jede Furche im Holz. 




Ende Oktober wurde aus der Galerie das langersehnte Nähzimmer. Bis dahin konnte ich mich nicht durchringen, dort oben einen Tisch hinein zu stellen. Nachdem aber das zweite Schätzchen, eine Overlock hier eingezogen ist, gab es unten nicht mehr genug Platz beide Maschinen zu verstauen. In einer Nacht- und Nebelaktion wurde eine Küchenarbeitsplatte mit Beinen darunter zum Nähtisch, ein Regal wurde gekauft und aufgebaut und schon hatte ich einen Nähplatz, wo die Sachen auch mal ein paar Tage stehen bleiben konnten (jetzt muss ich nur noch einmal in der Woche soweit aufräumen, dass unsere gute Putzfee oben saugen und wischen kann). 


An der Nähmaschine: 

Meine Pfaff hat Gesellschaft bekommen: eine Juki MO-654DE, nicht unbedingt das Modell, das ich spontan ausgesucht hätte, aber das, was mir nach der Vorführung im örtlichen Nähmaschinenladen das beste Preis-Leistungsverhältnis zu haben schien. Bisher bin ich sehr zufrieden - sie näht ruhig, gleichmäßig und durch jeden Stoff). 

Viele Dinge, die ich genäht habe, habe ich hier ja schon vor meiner Blogpause vorgestellt: Genähtes

Obwohl meine "To Sew"-Liste immer länger wird, sind seit dem Sommerurlaub nicht so viele Dinge neu entstanden, da ich eigentlich durchgängig beruflich ziemlich eingespannt war: 

Im Nähkurs habe ich mich über gefühlte 3 Monate mit einem Kapuzenshirt herumgequält, dessen Nähanleitung unverständlich und übermäßig kompliziert war. Aber da ich meinen "Urlaubssouvenir-Stoff" (einen Sweatshirtstoff aus Merinowolle von einer norwegischen Spinnerei und Weberei) verarbeitet habe, hat mich das zum Durchhalten motiviert. Es wäre einfach zu schade um den schönen Stoff gewesen. Das ist das Resultat - ein schönes Sofakuschelteil. Am schönsten finde ich die schräg angesetzte Kapuze mit dem großen Reißverschluss


Dann liegt hier noch ein UFO - eine Strickmantel nach einem Ottobre-Schnitt, das irgendwie nicht so geworden ist, wie ich es mir vorgestellt habe. Vielleicht nähe ich es irgendwann fertig, wäre ja auch schade um die Zeit, die ich schon darauf aufgewendet habe.

Zwei weitere Teile, die ich aber noch nicht fotografiert habe, sind gut gelungen und werden gern getragen: eine lange Tunika nach dem Schnitt Violetta von Mamu, auch aus einem norwegischen Stoff, den ich aus dem Urlaub mitgebracht habe und mein verspätetes Appleton-Weihnachtskleid nach dem Schnittmuster von Cashmerette. Mehr dazu demnächst...

So, und jetzt geht's ins Jahr 2016 - mal gucken, was das so bringt!