Sonntag, 21. Juni 2015

Sommeranfang !?!

Verschläft den Sommeranfang lieber - Teddy
So, heute ist also offizieller Sommeranfang. Längster Tag des Jahres und so. Eigentlich rechnet man da ja mit Temperaturen jenseits der 20°C-Marke und wenigstens vereinzelten Sonnenstrahlen. So kann man sich täuschen. Aber das passt in den bisherigen Verlauf des Jahres - kalt, ein paar Tage heiß, dann wieder kalt und wieder von vorne! Und wochenlang keinen Regen. So ein Murks... Da hält sich auch die Begeisterung des Katers zur Mäusejagd in Grenzen.

Ich habe seit Tagen auf besseres Wetter zum Fotografieren meiner Rosen gewartet - kam aber nicht. Dieses Jahr meint es gut mit den Rosen - sie blühen schön langsam auf, halten ihre Blüten lange und sind so richtig schön üppig. Auch die historischen Rosen am Feuerplatz, die letztes Jahr noch nicht so recht in die Gänge kommen wollten, sind dieses Jahr toll - haben wohl einfach ein bisschen Zeit gebraucht, um in die Gänge zu kommen. Nur den Baron Girauld de l'Ain werde ich wohl noch mal umsetzen müssen, der kümmert unter dem sibirischen Hartriegel ein bisschen.

Jede Menge Rosen rund um den Feuerplatz



Rose du Roi
Rose de Resht

Wunderschöne gestreifte Blüten der Provence Panachee
Mini Eden & Rittersporn

Veilchenblau...
...übernimmt den Rosenbogen zum Glück stachellos

Sonst noch was? Ja eine Menge, aber besonders schön sind im Moment die Königskerzen und Rittersporne.

Mittwoch, 10. Juni 2015

Das rote Haus kreativ: Italienische Moneta

Es ist wieder Margeritenzeit im Garten!
Endlich habe ich mal wieder ein Nähprojekt fertig gestellt - eine weitere Colette Moneta. Diesmal lachte mich dieser Viskosejersey mit Digitaldruck italienischer Palazzi an und schrie sozusagen sofort: Ich will ein Monetarockteil werden. Eine passende Farbe als Oberteil zu finden war gar nicht so einfach. Der Stoffladen in der Nähe hatte zwar eine überwältigende Auswahl an einfarbigen Jerseystoffen, aber ein passender Cremeton war nicht dabei. Also habe ich mich für das schöne Gelb entschieden, eine Farbe, die ich sonst nicht unbedingt trage. Gefällt mir aber an diesem Teil ganz gut.

Trotzdem erwischte mich auch hier der "Fluch des 2. Teils" - es ging alles etwas schief. Das gefütterte Oberteil geriet zu weit, das Taillengummi stand bestimmt 6 cm ab. Da ich den Rock nicht nochmal abnehmen wollte - abschneiden ging nicht, weil er sonst zu kurz geworden wäre und die Pseudooverlocknaht auftrennen wollte ich mir nicht antun -  versuchte ich, das Oberteil an den Seitennähten enger zu nähen. Nur musste ich dabei beide Stofflagen erfassen, was dann doch zu einigen Falten entlang der Seitennaht führte. Das sieht man zum Glück nur, wenn man es weiß. Ich muss einfach nur die Arme ruhig halten. Aber der Rock fällt bei diesem Kleid schöner und weicher als beim ersten Versuch.

Der Herr Gärtner hat gestern Abend noch die Fotos gemacht, leider sind sie nicht alle ganz scharf.

 



Ach ja und ich freue mich natürlich, mit dem Kleid mal wieder beim MeMadeMittwoch mitmachen zu können. In den letzten Wochen habe ich immer nur geguckt. Für die nächste oder übernächste Woche habe ich auch schon etwas. Da fehlt eigentlich nur noch das Finish, das ich am Donnerstag im Nähkurs dann anbringen werde.



Dienstag, 9. Juni 2015

Nachtrag: Pfingstrose

Die Bauernpfingstrose blühte pünktlich zu Pfingsten, jetzt, zwei Wochen später steht die hübsche Rosafarbene im Jahreszeitenbeet in üppiger Blüte. Ich hatte ja erst vor ein paar Tagen davon geschrieben und versprochen, ein paar Fotos nachzureichen.

Gestern Abend habe ich es im letzten Abendlicht geschaffte, noch mal durch den Vorgarten zu gehen und ein paar Fotos zu machen. 

Hübsch, oder? 


Und weil ich schon mal dabei war, habe ich natürlich auch links und rechts in den schmalen Buchsbeeten und daneben fotografiert - Allium atropurpureum, Marzipansalbei und Geranium "Splash", das sich selbst dort ausgesamt hat und die Lücke, die dort zwischen den Sträuchern klaffte, auf sehr attraktive Art geschlossen hat. Die Mutterpflanze ist übrigens eine der wenigen Stauden, die noch aus Kolenfeld umgezogen sind und die erste Staude, vor vielen Jahren erfolgreich selbst aus Samen gezogen habe. Besonders attraktiv finde ich die tatsächlich wie mit Farbe bespritzt aussehenden blau-weißen Blüten.




Montag, 8. Juni 2015

Durch die Jahreszeiten

Ein Bereich, der mir in den letzen Jahren immer wieder Kopfschmerzen bereitete, ist das "Buchsbaumparterre" im Vorgarten. Das Jahreszeitenbeet wollte nicht so richtig in die Gänge kommen, war erst zu wild, dann zu langweilig bepflanzt, die beiden schmalen Beete davor litten unter wild wuchernder Minze, Lavendel mit unglaublichen Zuwachsraten und genereller Konzeptlosigkeit.

Ob da jetzt so ein großartiges Konzept hinter steht, sei mal dahin gestellt. Aber immerhin funktioniert das Jahreszeitenbeet dieses Jahr so, wie wir es geplant haben:

Zuerst die Hammamelis im Zentrum und Christrosen, dann kommen Schneeglöckchen, Winterlinge und die Lenzrosen dazu. Anschließend die Küchenschellen, dazwischen dann immer mehr Vergissmeinnicht (obwohl ich die inzwischen schon arg eingeschränkt habe. Wenn die Küchenschellen durch sind, bleiben noch die Lenzrosen, die ein bisschen Alleinunterhalter spielen, bis die Akeleien ins Spiel kommen. Parallel blühen dann auch schon die Kugellauche - und der Rest der Pflanzen wächst und wächst. Und dann kommen die Pfingstrosen. Dieses Jahr sehr spät, aber dafür um so spektakulärer (das Foto dazu muss ich noch machen...)

Im Jahreszeitenbeet habe ich fast ausschließlich Barlow-Varianten von Akelei in den verschiedenen Farben:


Akelei Red Barlow
Akelei Nora Barlow
Akelei Black Barlow
Akelei Blue Barlow
Akelei White Barlow
Akeleien Red and Blue Barlow



Als nächstes warte ich auf den Phlox, der im hinteren Beetbereich inzwischen in verschiedenen Sorten die Hauptrolle spielt. Dazwischen dann noch die eine oder andere Malve und/oder Stockrose, je nachdem, was sich im letzten Jahr ausgesamt hat. Dann sind da noch die Astern, Herbstanemonen und Hasenpfötchen für den Herbst, die in ungefähr der Reihenfolge in Erscheinung treten.
Es bleibt eine Lücke von ca. Ende Oktober bis Anfang Januar - dafür müsste ich noch etwas wintergrünes ins Beet schummeln, doch dafür ist kein Platz mehr! Immerhin ist der Buchs immergrün und bisher zeigt sich dieses Jahr noch kein Zeichen für das Fortschreiten des bösen Pilz. Im Moment ist der neue Austrieb schön grün, üppig und gesund.

Die schmalen Seitenbeete haben auch eine Umdekoration erfahren. Die mittlere Diagonale aus Lavendel musste weichen, dafür waren die Beete einfach zu schmal - sie platzen aus allen Nähten. Vielleicht war es auch die Enge, die dem Buchsbaumpilz Vorschub gewährte. Statt dessen steht nun in jedem best eine fast blau blühende Rose - Novalis - und verschiedene Zierlauchsorten für die Höhe. Im linken Beet stehen nach wie vor das Graugrüne Heiligenkraut (Santolina chamaecyparissus), im rechten Beet verschiedene Salbeisorten. Das funktioniert bisher ganz gut, auch wenn ich letztes Jahr, direkt nach der Pflanzung noch ein paar Chrysanthemen eingesetzt habe, um den Platz zu füllen. Das wird dies Jahr wohl nicht mehr nötig sein.


Montag, 1. Juni 2015

Mai vorbei

Der Mai ist vorbei und das ist in diesem Jahr auch gut so. Good riddance, wie man auf englisch sagt. "Gott sei Dank, dass wie den los sind"! Das Wetter war ja wirklich unterirdisch, die Eisheiligen wollten gar nicht wieder gehen. Und ständig dieser Wind. Es war solo unberechenbar. Die Male, die wir abends draußen gesessen haben, können wir an einem Finger abzählen.
Meine armen Tomaten haben Kälteflecken und sind total zerzaust, das Basilikum hat sich entschieden, bei diesen Temperaturen lieber gar nicht erst anzuwachsen. Auch das restliche Gemüse kommt nicht so recht vom Fleck. Gleiches gilt auch für meine optimistisch in den Boden gesetzten Dahlien- und Montbretienknollen. Die bleiben lieber in der Erde, ist wohl wärmer da. Kann ich ihnen nicht verdenken, auch wenn es hässliche Lücken ins rote Beet reiß.

Aber genug gejammert - einen Vorteil hatte das trockene, kalte Wetter: Die Verluste durch Schnecken beschränken sich bisher auf zwei Chilis, einen Kürbis und zwei angenagte Sonnenhüte. Im Vergleich zu letztem Jahr also ein ganz guter Schnitt.

Ich sag mal, Winke Winke, Mai! Ab jetzt wird's besser! Ich hoffe, auf den ansagten Sommereinbruch Ende der Woche.