Donnerstag, 30. April 2015

Chili-Anzucht Teil IV: Ergebnisse

Die Keimung war noch ganz okay (siehe hier) , die Keimquote war nur geringer als sonst. Danach passierte eine Zeit lang gar nichts. Die Pflanzen sind kein Stücke gewachsen und haben auch keine weiteren Blätter bekommen. Nach 2 Wochen waren die ersten Pflanzen eingegangen und die anderen wuchsen immer noch nicht und bekamen gelbe Blätter.
Eindeutig Nährstoffmangel.  Als Aussaat-Erde habe ich vorgedüngtes Kokohum verwendet. Anscheinend ist der Nährstoffgehalt sehr gering, so dass die Chili das Wachstum komplett eingestellt haben. Höchste Zeit, Nothilfemaßnahmen zu ergreifen. Erste Maßnahme: Organischer Dünger, wie er bei uns immer verwendet wird. Kein Erfolg, für diesen Dünger enthält Kokohum wohl zu wenig Bodenleben.
Zweite Rettungsmaßnahme:  Die sieben am besten aussehenden Pflanzen wurden pikiert  und in normale Anzuchterde gesetzt. Außerdem wurden sie mit einem verdünnten Mineraldünger gegossen. Nach ein paar Tagen sahen die Pflänzchen deutlich besser aus, wurden größer und bildeten weitere Blätter.


Jetzt beginnt die langsame Gewöhnung an die Sonne.
Inzwischen sehen die meisten verbliebenen Chilipflanzen ganz okay aus, aber leider nicht alle.


Hätte ich nur im Chili-Forum nachgelesen, mir wäre die Pleite erspart geblieben. Bei der Aussaat in Kokohum muss sehr schnell gedüngt werden.

Samstag, 18. April 2015

Noch mehr Tulpen

Tulpen sind für mich schon immer der Inbegriff des Frühlings gewesen - wenn die Tulpen bühen, gibt es endgültig kein zurück mehr in das graue Herbstwintermischmascheinerlei, dass sich hier in unserer Gegend häufig von Anfang November bis Ende Februar hält. Wenn die Tulpen blühen, kann man schon manchmal den Sommer hinter den austreibenden Sträuchern am Horizont erahnen.
Und obwohl es Blümchen gibt, die filigraner, dezenter sind, die viel früher blühen, die die erste Farbe in den Garten bringen und mich auf den Frühling hoffen lassen, bleiben die Tulpen um diese Jahreszeit meine unangefochtenenen Favoriten.

Sie drängeln sich knallbunt mit ihren riesigen Blüten in den Vordergrund, um für ein paar kurze Tage den Garten zu verwandeln und gute Laune zu verbreiten! Am schönsten sind sie, wenn sie in Mengen auftreten, so wie die orangenen hier.










 

 







Donnerstag, 16. April 2015

Das Rezept der Woche: Pilzrisotto mit Bärlauchöl und Garnelen

Da ich immer noch so starke Halsschmerzen habe, mag ich grad nichts Hartes essen und deswegen passte mir gestern ein schön cremiges Risotto gut in den Kram. Unser Klassiker ist Fenchelrisotto, aber diesmal stand mir der Sinn nach etwas anderem - Frühlingsfrisch sollte es sein und schön grün.

Wie jetzt, könntet ihr zu recht fragen, Pilzrisotto ist doch weder das eine noch das andere? Ja, ich hatte eigentlich auf ein Spargelrisotto gehofft, aber ach - der einzige Spargel im Supermarkt oder Bioladen stammte aus Mittelmeerländern, die Stängchen waren dünn wie Bleistifte und kosteten "an arm and a leg" - jedenfalls mehr, als ich bereit war, auszugeben, wo ich doch weiß dass in spätestens zwei Wochen der Markt wieder voll sein wird von tollem frischen niedersächsischen Spargel! So lange kann ich noch warten.

Bärlauch gab es, selbstverständlich, im Bioladen und nach dem Experiment gestern bin ich versucht, mir dann doch irgendwo eine Gehölzrandecke für ein paar Bärlauchpflänzchen im Garten zu suchen. Unsere letzten Experimente mit Bärlauch führten dazu, dass wir Bärlauch für ein absolut überbewertetes, penetrant schmeckendes Modekraut hielten - zu intensiv im Geschmack, alles übertünchend, weil häufig nach der Methode "viel hilft viel" verwendet! Aber irgendwas muss doch dran sein, dachte ich mir, schließlich hält sich die Bärlauchmode ja inzwischen seit etlichen Jahren. Deswegen habe ich dem Kraut mit dem gestrigen Essen noch mal eine Chance gegeben, vorsichtig dosiert und war positiv überrascht, weswegen das Ganze es zum Rezept der Woche geschafft hat:

Das braucht man, 
wenn zwei Hungrige Gärtner ein Abendessen und ein kleines Mittagessen davon haben wollen:

250g Risottoreis
1 Liter gute Brühe (wir haben selbst gemachte gekörnte Brühe benutzt)
1 Glas Weißwein
1-2 Zwiebeln
500g Champignons (oder andere Pilze)
etwas Butter
Parmesan nach Geschmack (wir nehmen immer viel, so ca. 100g)
1 Bund Bärlauch
1 Chili
Olivenöl, Salz, Pfeffer
1/2 Zitrone






So gehts: 

Ganz dynamisch - immer schön rühren!
Zwiebeln ein kleine Würfel schneiden, Chilis hacken, Pilze vierteln und alles, bis auf etwa die Hälfte der Chili, die brauchen wir später, ca. 5 Minuten bei mittlerer Hitze in Olivenöl anschmoren.
Risottoreis dazu geben und dünsten, bis die Reiskörner glasig sind. Dann mit Weißwein ablöschen. Ab jetzt gilt: Rühren, rühren, rühren. Der Reis darf nicht unten ansetzen. - So alchemistische Geheimtipps wie "immer in die gleiche Richtung rühren" oder "eine Acht rühren" oder so halte ich für Unfug, aber bei uns wird die 20 Minuten, die ein Risotto ungefähr von diesem Punkt an braucht, durchgerührt. Ich habe den Eindruck, dass es so cremiger wird, weil die Stärke aus dem Reis sich schön verteilt und der Reis gleichmäßiger gart. Deswegen, wenn man allein kocht, sollte man die Schritte, die jetzt kommen, besser vorher erledigen.- Immer wenn die Flüssigkeit vollständig verkocht ist, eine Kelle Brühe dazu geben und weiter rühren.

Einige Bärlauchblätter (bei mir war es etwa 1/3 Bund) mit etwas groben Salz und 4-5 EL Olivenöl pürieren. Zur Seite stellen.


Die Garnelen mit der restlichen Chili in Olivenöl kurz braten - wenige Minuten reichen da! Vom Herd nehmen, salzen, und pfeffern und mit ca. der Hälfte des Bärlauchöls beträufeln.

Wenn das Risotto fertig ist - die Brühe ist vollständig verbraucht, der Reis gar (sollte Brühe aufgebraucht sein, bevor der Reis gar ist, entweder mit mehr Brühe oder einfach mit Wasser weiter machen) - mit Salz und Pfeffer abschmecken, vom Herd nehmen und den Parmesan und ein Stück Butter unterheben, so dass das Risotto cremig wird und schön glänzt. Wer mehr Bärlauch mag, kann an dieser Stelle auch gern noch kleingeschnittene Bärlauchblätter dazu geben.




In einer Schüssel den Rest des Bärlauchöls darüber geben, durchrühren und dann die Garnelen darauf anrichten. Zum Schluss die halbe Zitrone darüber ausdrücken.

SOOOO LECKER! Dazu passt ein kräftiger Weißwein - wir hatten unseren momentanen Lieblingswein dazu, einen Traminer-Riesling, kein Cuvee, sondern die Trauben wachsen als Mischsatz im Weinberg zusammen, werden zusammen gelesen und auch zusammen verkeltert. Das ganze direkt vom Winzer in Demeter-Qualität, was will man mehr! (Bezugsquelle gern auf Anfrage)



Kochen mit frischen Frühlingskräutern ist das Thema des Kochevents im Gärtnerblog, ich denke mein Bärlauch zählt dazu, weswegen ich das Rezept auch gern dort verlinke!

Garten-Koch-Event April 2015: Frühlingskräuter [30.04.2015]



Dienstag, 14. April 2015

Frühlingsboten

Endlich scheint die Sonne, es wird wärmer und es sind nicht mehr nur die kleinen, dicht amBoden hockenden Frühblüher, die den Frühling einläuten - hier ein paar Fotos:

Die Prunus kurilensis 'Brilliant' (Kurilenkirsche) ist inzwischen so groß wie ich und ein Bienenmagnet! Sie hat eine angegebene Endhöhe von ca. 2 Metern - da wird sie im nächsten Jahr ankommen, wenn sie so weiter macht. Ein wunderschönes Bäumchen!





Und im Historischen Rosenbeet hat sich Tulipa silvestris (Gelbe Weinbergtulpe) gut vermehrt - dieses Jahr hatten wir aber auch kein Wühlmausproblem - und harmoniert gut mit dem Federgras:



Unsere Experimentalkamelie (zum halben Preis aus dem Gartencenter gerettet und testweise ausgepflanzt, einen Sortennamen habe ich leider nicht) hat dank des milden Winters Blütenknospen angesetzt und beginnt zu blühen:




Sonntag, 12. April 2015

Es tut sich was im Garten

Ich hatte ja angedeutet, dass wir für die Osterferien größere Pläne hatten, was die Gartengestaltung angeht. Nicht gerechnet hatte ich allerdings damit, dass die Ferien dermaßen mieses Wetter haben würden - und die letzte Woche, die in der das Wetter dann mitspielte, war ich KRANK!!! Ich huste, krächze und schniefe und werde wohl meine Ferien unfreiwillig noch um ein paar Tage verlängern. So ein Mist... (Immerhin habe ich jetzt die Muße mal wieder einen längeren Gartenpost zu schreiben).

Trotzdem haben wir, oder besser der Herr Gärtner, einiges geschafft. Ich war, sagen wir mal, die meiste Zeit nur beratend tätig. Unseren Plan, eine Hochgrasprärie anzulegen, hatten wir aus verschiedenen Gründen ja bereits vor einigen Wochen ad acta gelegt, zu klein die Fläche, zu hoch die Pflanzen, zu unruhig die Gesamtfläche... Daher war genug Zeit, sich um die Erweiterung des Rosengartens zu kümmern. Wobei wir nur die Beetfläche erweitert haben, neue Rosen sind keine dazu gekommen, es sind nur einige umgezogen.

So sah es Anfang März aus - die Beetgrenzen sind mit Schläuchen abgesteckt.
(Das Bild ist aus dem Schlafzimmerfenster durchs Insektengitter aufgenommen,
daher wirkt es ziemlich trüb!) 

Am Freitag, bevor die Pflanzenlieferung kam, sah es dann schon so aus - der Herr Gärtner war fleißig, hat den Rasen entfernt und muss jetzt nur noch ein bisschen die Beulen aus der Kantenführung rausnehmen. Unsere Idee war, den Bereich in farblich unterschiedliche Beete aufzuteilen, in denen sich die Sträucher, Stauden und Einjährigen das ganze Jahr (naja, von März - Oktober) ablösen. Am Winteraspekt arbeiten wir noch, der soll aber auch Berücksichtigung finden.

Freitag vormittag

Gestern und vorgestern haben wir dann die Beetgestaltung in Angriff genommen, genauer gesagt, ich habe die Pläne gemacht und die Pflanzen gestellt, der Herr Gärtner hat gebuddelt, während ich in eine Decke gehüllt daneben saß. Das war vielleicht doof! Heute am späten Nachmittag sah es dann so aus: 

Das weiße Beet an der Terrasse, das ja schon von Anfang an kein richtig weißes Beet war, war im mittleren Bereich für Rosen zu schattig geworden - der Schmetterlingsflieder und die Lionsrose sind einfach zu üppig (nicht falsch verstehen, ich finde das toll!!!).

Im Rahmen der Umgestaltung im Herbst ist bereits der violette Schmetterlingsflieder in den Vorgarten gezogen und durch einen der weißen Hibiskus ersetzt worden. Jetzt sind auch noch die gelbe Malerrose "Maurice Utrillo" sowie die rote "Cardinal Hume" umgezogen, die vor dem Gargoyle bzw. dem weißen Schmetterlingsflieder standen. Hier haben wir die Lücken und die neu entstandenen Bereiche mit halbschattenverträglichen Stauden und mit weißen Frühblühern ergänzt. (Staudenliste s. unten)

Einzig die "Ferdinand Pichard" durchkreuzt das reinweiße Ensemble. Aber der habe ich beim Pflanzen damals versprochen, dass sie nun nicht noch einmal umziehen müsste - schließlich ist sie die einzige Rose, die bereits aus Kolenfeld mit hierher gezogen ist.

Neben dem weißen Beet, ebenfalls an der Terrasse und beherrscht vom Eschenahorn haben wir ein blau-gelbes Beet angelegt - ein Kompromis, da wir zwei gelbe Rosen hatten, die umziehen sollten, aber nicht noch ein gelbes Beet anlegen wollten. Außerdem stand da schon die gelbe Nachtkerze, die auch bleiben sollte. Den Rest haben wir auch hier mit teilweise halbschattenvertäglichen, teilweisen sonnenliebenden blauen Stauden ergänzt. Mal sehen, wie sie sich schlagen.
"Maurice Utrillo" und die "Rose des Cisterciens" haben hier ein neues Plätzchen gefunden. Entlang der Hecke haben wir ebenfalls die Farbkombination mit Winterlingen und blauen Anemonen aufgenommen.

Das letzte Beet ist das rote Beet, in dem "Cardinal Hume" und "Tradescant" hoffentlich wieder besser zur Geltung kommen. Der Kardinal hat letztes Jahr, vermutlich wegen der Kombination aus einem nassen Sommer und viel Schatten schon früh im Jahr nackte Beine gehabt und litt unter Sternrusstau.
Hier steht er wieder in der Sonne und wird begleitet von anderen eher sonnenliebenden roten Stauden. Unter anderem gibt es da eine ganz tolle rote Küchenschelle, die wir aus unserem Spontantrip nach Holland an einem verregneten Feriensamstag mitgebracht haben (Leider war sie beim Fotografieren schüchtern und hatte schon die Blüte geschlossen). Eins, zwei Lücken sind noch zu schließen, unter anderem mit Dahlien (Bischoff von Llandaff, die habe ich in England gesehen und meine Abneigung gegen Dahlien aufgegeben) und vielleicht noch einigen Gräsern. Wenn mir demnächst noch eine tolle Sonnenbraut über den Weg läuft, dann darf sie sicherlich auch noch hier mit rein.

Der mit Schnüren abgespannte Streifen wird mit Montbretien "Lucifer" bepflanzt - da habe ich dämlicherweise bei der Bestellung statt 5 einzelner Pflanzen 5 Päckchen mit je 10 Knollen in den Warenkorb gelegt. Jetzt habe ich bis ans Lebensende Montbretien Ich hätte da Montbretienknollen abzugeben....

So fluffig und zart. Und dann auch noch so eine tolle Farbe. 

Wer genauer wissen will, welche Stauden wir gepflanzt haben, kann hier weiterlesen:

Mittwoch, 8. April 2015

Das rote Haus kreativ: Tauf-Moneta

Da ich eigentlich nicht so oft Kleider trage, brauchte ich einen Anlass, um mir die Moneta von Colette zu nähen.  Der bot sich mit der Taufe der Tochter einer Freundin an Ostern dann auch. Ostern, Anfang April, FRÜHLING!!!! Da ist es bestimmt schon warm, dachte ich, da kann ich bestimmt schon ein Kleid tragen. Naja, man kann sich auch irren.

Schon als ich dieses Kleid das erste Mal im Curry Sewing Collective gesehen habe, war ich mir sicher, dass ich es auch gern nähen wollte. Ein Kleid, dass einerseits nicht zu eng sitzt, andererseits aber eben auch nicht sackartig herunter hängt und das auch an mir Elfenfant noch gut aussieht. Das ich mich überhaupt irgendwann getraut habe, Kleider die nicht knöchellang sind, zu nähen und zu tragen, habe ich auch den Damen vom CSC zu verdanken!

Ganz detailliert, mit vielen Tipps zum Nähen.
Moneta ist aber auch ein echter Anfängerschnitt. 
Als ich dann das Schnittmuster in den Händen hielt, war ich überrascht von der super detaillierten Anleitung, kein Vergleich zu einschlägige deutschen Schnittmusteranbietern, bei denen ich schon manchmal improvisieren musste. Da war jeder Schritt genau gezeigt, mit vielen Bildern usw.
Das Schnittmuster kommt aus den USA, ist also englisch, da meine Nähbibel aber "Sewing for Dummies" ist, war die Fachsprache da zum Glück kein Problem. Einzig die Maßangaben in Inches und Yards fand ich ein bisschen verwirrend. Gut, dass es bei Schnitterling eine Umrechnungstabelle gibt, die mir wirklich weitergeholfen hat (Danke dafür!).

Der Schnitt geht bis zu einer Größe von 3XL und die Sorge, dass das fertige Kleidungsstück kleiner ist als die Körpermaße, beschäftigte mich dann doch ein bisschen. Also habe ich erst mal eine größere Größe kopiert, mich dann aber doch noch getraut, den Schnitt zu ändern und  oben rum eine kleinere Größe zu wählen und dann auf der Hüfte bei der größeren zu landen. Das sah im Schnitt etwas komisch aus aber passt perfekt.

Das Nähen war genauso unkompliziert und schnell, wie ich vorher in verschiedenen Blogs gelesen habe. Ruckzuck das Oberteil und den Rockteil genäht, den Rockteil über ein durchsichtiges Gummi gekräuselt und angenäht. Schnell noch gesäumt - selbst der Halsausschnitt ist einfach nur eingeschlagen - und fertig! Mein neues Lieblingsteil.

Der Rockstoff ist übrigens Baumwolljersey vom Stoffmarkt und hätte für das ganze Kleid reichen sollen. Dank Yard in Meter-Umrechnungsfehler fehlten 20cm, so dass ich für das Oberteil einen anderen Stoff besorgen musste. Bin ich jetzt ganz froh drum, denn ich glaube, das Muster all-over wäre mir zuviel gewesen. Der grüne Stoff ist ein sehr dünner Jersey von meinem lokalen Stoffladen, und hat irgendeinen Flauschanteil - er ist ganz weich und kuschelig, trägt sich total angenehm auf der Haut.


Die Strickjacke hatte ich übrigens drüber, es waren morgens als wir losgefahren sind zur Taufe 2°C - und auch abends, als wir die Fotos machten, immer noch bitter kalt. Das Posen auf Fotos muss ich noch üben, mir sind Fotos von mir immer unangenehm. Aber was tut man nicht alles, um beim MeMadeMittwoch dabei sein zu können. Das Motto dort ist heute übrigens "Frühlingserwachen" - da passt doch ein österliches Taufkleid, oder? Das mit dem Frühling müsste man allerdings den Temperaturen und vor allem der Sonne noch mal erklären...






Montag, 6. April 2015

Frohe Ostern und mal wieder ein Rezept der Woche

Schon wieder so eine lange Blogpause - dabei sind doch Ferien. Bevor ich aber über die Ereignisse der letzten Wochen berichte, wünsche ich euch erst mal Frohe Ostern!

Ich hoffe, ihr hattet alle ein paar schöne erholsame Tage und habt das endlich etwas bessere Wetter genossen! In den letzten zwei Wochen hatte ich trotz Ferien alle Hände voll zu tun. Zwei längere Verwandtenbesuche und die Vorbereitung zur Taufe der Tochter einer Freundin hielten mich ganz schön in Atem. Da kann man fast schon von Glück sagen, dass es letzte Woche gestürmt und geregnet hat, was das Zeug hielt. So konnte ich mich mit meiner Nähmaschine einigeln und sowohl eine Babyausstattung für besagten Täufling als auch ein "Taufkleid" für mich nähen. Die vielen geplanten Arbeiten im Garten blieben, bis auf wenige Ausnahmen liegen.

Selbst zum Kochen fehlte an vielen Tagen jegliche Motivation - ein Rezept habe ich allerdings noch, das trotz wenig Aufwand wirklich lecker war.







Lammkoteletts mit einer Tomaten-Paprika-Salsa 

Die Osterzeit muss man ja nutzen um gutes Lammfleisch zu essen. Beim MdV (Metzger des Vertrauens) gab es tolle Lammkoteletts - nicht die Mickerdinger, bei denen man nach dem Braten das Fleisch suchen muss, sondern richtig schöne Stücke. Die gab es, nur mit Olivenöl und Pfeffer gebraten zusammen mit einer selbstgemachten Salsa aus gegrilltem Gemüse und einem "Hacksalat" - lustiges Konzept, dass ich aus Jamies Kochschule habe. Dabei werden alle Zutaten auf einem Brett gehackt. Klingt erst mal ungewöhnlich, ist aber total lecker.

Man braucht:

  • Lammkoteletts 
  • Olivenöl, Salz, Pfeffer 

für die Salsa: 

  • 2 Tomaten 
  • 1 Paprika 
  • 5 Frühlingszwiebeln 
  • 1 Handvoll Koriander
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Chili
  • Olivenöl
  • Meersalz, Pfeffer
  • Zitronensaft

Tomaten, Paprika, Frühlingszwiebeln, Knoblauch und Chili grob hacken (das reicht, denn es geht hinterher noch durch den Mixer).

Ich benutze für solche Rezepte immer eine schwere gusseiserne Pfanne oder Grillpfanne.
Das Gemüse für die Salsa darin angrillen, so dass es eine schöne Bräunung erhält.
Aus der Pfanne nehmen und zur Seite stellen und etwas abkühlen lassen, während man die Lammkoteletts "vorbereitet".

Die abgespülten und abgetupften Koteletts mit etwas Olivenöl beträufeln und in die noch heiße Grillpfanne geben. Je nach Dicke von beiden Seiten je 2-4 Minuten grillen, danach abgedeckt noch etwas nachziehen lassen.

Während die Koteletts grillen und ruhen, das Genüsse zusammen mit etwas Olivenöl, groben Meersalz, gemahlenem Pfeffer und den Korianderblättern im Mixer zerkleinern. Das ganze soll aber noch eine stückige Konsistenz behalten. Mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken.

Während ich mich um die Salsa und die Koteletts gekümmert habe, hat der Herr Gärtner sich um den Hacksalat gekümmert.

Grüner Hacksalat: 

  • 1/2 Gurke 
  • 1 Avocado 
  • 1/2 Kopf Salat 
  • 4-5 Frühlingszwiebeln
  • 1-2 Tomaten
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 1 Chili
  • 1 Kistchen Kresse 
  • 50g würziger Hartkäse (wir hatten nur Emmentaler, besser wäre sicherlich ein kräftiger Bergkäse oder Parmesan)
  • 6 EL Olivenöl
  • 2 EL Balsamicoessig
  • 2 TL scharfer Senf
  • Salz, Pfeffer

Dazu braucht man ein wirklich großes Brett und ein scharfes Messer: Die Zutaten werden nach und nach erst grob zerkleinert und dann mit dem Messer gemeinsam gehackt - man fängt mit den härteren Zutaten, wie Käse, Avocado und Gurke an und fügt dann nach und nach die anderen dazu, bis alle Zutaten klein und gut vermischt sind. Die Gemüsemasse gibt man in eine Salatschüssel und drückt in der Mitte eine Mulde hinein, in die man die flüssigen Zutaten und Gewürze gibt. Alles gut vermischen und noch mal abschmecken - evtl. auch mit Zitronensaft.

Ich kann mir unzählige Variationen davon vorstellen, z.B. mit Schafskäse, mit Paprika, mit Oliven... Das Prinzip ist einfach aber lecker.