Dienstag, 3. Februar 2015

Da fehlt Farbe...

Es ist die Zeit des Jahres, in der nicht mehr / noch nicht viel blüht. Und obwohl der Winter sich dieses Jahr bisher sehr rar gemacht hat, liegt der Garten - wenn es nicht, wie gerade, als ich das hier schreibe, schneit -



recht trostlos da, grünbraun, matschig, die im Herbst nicht zurückgeschnittenen Blätter liegen fast schwarz an der Erde, die Gräser sind von den stürmen zerzaust und strohgelb. Der Mangel an Sonne macht es nicht besser. Für Frühjahrsblüher ist es noch zu früh, obwohl neulich der eine oder andere Krokus schon mal vorwitzig ein Köpfchen herausgeschossen hat und ich eben, beim fröstelnden "Inspektionsrundgang" auch ein paar Schneeglöckchen gesehen habe, die kurz vor dem Aufblühen sind. Verzeiht mir, dass ich bei dem momentan sehr nassen Boden keine große Lust verspüre, auf dem Boden vor ihnen herumzukriechen.

Da mache ich mal eine Bestandsaufnahme dessen, was jetzt blühen könnte.

  • Dem Winterschneeball (Viburnum x bodnatense) habe ich dämlicherweise im Herbst die Blütentriebe gestutzt (nicht nachgedacht, ich brauchte Platz für die Umgestaltung des Garagenbeets und dabei sind die Triebe draufgegangen), so dass er jetzt nur jämmerlich wenige Blüten hat.
  • Die Christ- und Lenzrosen (Helleborus niger / Helleborus orientalis Hybriden) sind noch beleidig; entweder weil ich sie letztes Jahr teilweise noch mal umsetzen musste oder sie hadern mit dem feuchten Wetter und schaffen es nicht, die Blütenstiele aufzurichten. Blüten sind viele dran, aber alle auf Bodenniveau. Bei den H. orientalis-Hybriden bin ich noch zuversichtlich, die dürfen sich noch einen Monat Zeit lassen.
  • Dann frage ich mich, wo meine Winterlinge (Eranthis hiemalis) geblieben sind. Auch dieses Jahr habe ich wieder viele Zwiebelchen vergraben, aber es ist nicht ein einziger Winterling zu sehen. Vermutlich ist denen hier der Boden zu schwer, zu feucht und zu kalt. Oder ihnen fehlt tatsächlich der Frost.
  • Der Winterjasmin (Jasminum nudiflorum) blüht zwar, ist aber noch zu klein, um wirklich Leuchtkraft zu entfalten.
  • Die Zaubernuss (Hammamelis mollis 'Diane') blüht ebenfalls, und dieses Jahr sogar recht reichlich, aber da ich eine dunkelrote Sorte habe, ist es da mit der Leuchtkraft auch nicht so weit her. Hübsch ist er trotzdem.
  • Und dann gibt es noch ein paar unermüdliche Hornveilchen (Viola cornuta), die trotz Kälte und Nässe immer mal wieder irgendwo auftauchen und ein kleines bisschen Farbe ins Spiel bringen. 

Eigentlich mag ich ja reingelbe Blüten nicht so gerne. Außer im Winter. Nichts leuchtet so, wie eine gelbe Blüte im Winter. Ich freue mich schon auf die Narzissen, die Krokusse und all die kleinen Blümchen, die den Frühling einläuten.

Und noch viel mehr hoffe ich, dass es nun nicht mehr gar zu heftig friert, denn dann könnte unsere Experimentalkamelie, die wir letztes Jahr aus dem Gartencenter gerettet haben, tatsächlich Blüten bekommen. Sie hat schon ganz dicke Knospen!

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