Sonntag, 25. Januar 2015

Erinnerungen an echten Schnee.

Hey, gestern hat's GESCHNEIT!
 


Heute zeigt das Thermometer aber schon wieder fast drei Grad, so dass es mit der Zuckerschicht über allem bestimmt bald wieder vorbei ist. Schade! Im letzten Winter haben wir den Schnee hier bei uns verpasst, da wir die drei Tage, in denen es tatsächlich weiß war, in Göteborg waren:

Abends am Hafen. Das linke Gebäude war übrigens unser Hotel. 

Ein Traum in weiß - zwei Tage richtig dicker, pappiger Schnee; so, wie man ihn sich vorstellt, wenn man an Winter denkt. Neben Shopping und diversen Museen waren wir auch im Palmenhaus des Gartenvereins. - Natürlich, eine Reise OHNE Gartenbesuch? Unvorstellbar.

Ein wunderschönes altmodisches Gewächshaus, dass an die viktorianischen Gebäude aus Kew Gardens erinnert (Vorlage war wohl der Crystal Palace der Londoner Weltausstellung). Die dazu gehörige Parkanlage war unter der dicken Schneedecke begraben, vom Rosengarten konnte man noch die Struktur erahnen, aber im Palmenhaus blühten die Kamelien - ein Traum!


Diese Dame im Rosengarten stört sich nicht am Schnee.

Im Gewächshaus war es kuschelig warm, so dass hier die Kameliensammlung voll erblüht war.



Im anderen Flügel des Gewächshause gab es einen romantischen Wassergarten.




Für mich waren das im letzten Jahr die schönsten Wintertage - habt ihr auch Erinnerungen an "echten" Schnee?

Donnerstag, 22. Januar 2015

Gartenzitat #1




Dem Traurigen ist jede Blume ein Unkraut


dem Glücklichen jedes Unkraut eine Blume!


- anonym -



Unkraut ist für uns ohnehin nur das, was nicht ins Konzept passt. Alles andere wird begrüßt, der Rest toleriert, soweit es geht. Und so können wir entspannt unseren Garten genießen, ohne uns ständig ärgern zu müssen. 

Mittwoch, 21. Januar 2015

Das rote Haus kreativ: Die Tupfenjacke

Ihr merkt, ich diversifiziere etwas. Versprochen, wenn es soweit ist, gibt es auch wieder mehr Garten. Aber der liegt nun mal momentan in winterlicher Ruhe. Das einzige, was grad blüht sind der Winterjasmin und die Zaubernuss. Wenn es nicht mehr dolle friert, gibt es vielleicht auch bald Kamelienblüten, der Experimentalstrauch sitzt ganz voll.

Also gibt es andere Dinge zu sehen und zu lesen. Ich hatte ja schon das eine oder andere Mal die Ergebnisse meiner "Nähkünste" gezeigt. Im Laufe der letzen zwei Monate habe ich mich von Taschen, Dekoobjekten und Babykleidung dann auch an Kleidung für mich gewagt.


So sollte es lt. dem Foto auf
der Packung aussehen. Hat ja
auch schon was vom Sack. 
Zwei Shirts und eine Jacke sind bisher entstanden - und die Jacke hat mich über den Jahreswechsel einige Nerven gekostet. Ich war kurz davor, den ganzen Kram in de Tonne zu treten, so sehr habe ich mich geärgert. Nachdem ich nach dem Simplicity Schnitt Nr. 7371 bereits zwei tolle Shirts genäht hatte, die für mich eine Superpassform hatten, traute ich michauch die etwas komplizierter aussehende Jacke, die aus sage und schreibe 13 Einzelteilen bestand. Was ich zu dem Zeitpunkt noch nicht wusste, war dass der Walkstoff, den ich ausgesucht hatte, an manchen Stellen vierlagig verarbeitet werden sollte (3 Lagen Stoffe, 1 Lage Vlieseline). Erstmal lief es ganz gut, zuschneiden und Nähen von Jacke und Ärmeln war unproblematisch. Danach musste ich mich aber der kryptischen Beschreibung des Kragens widmen. Vielleicht habe ich sie nicht richtig verstanden, aber das Resultat war ein unsagbar hässliches Objekt mit gesmoktem Jochkragen, das an mir hing wie ein Sack. Davon gibt es bewusst keine Fotos! Glaubt mir einfach, wenn ich sage, das hätte ich nicht mal meiner Oma angezogen. Schade um den Stoff!

Also habe ich lange überlegt, wie ich das Ganze noch retten könnte. Erstmal den Jochkragen
abgeschnitten. Er bildete aber den Abschluss eines unglaublich weiten Ausschnitts, die Raglanärmel hingen ohne ihn auf den Oberarmen und hatten keine Form. Im Prinzip habe ich also das ganze Teil wieder auseinander genommen, die Teile etwas enger geschnitten, dem Ganzen eine Schulternaht verpasst und die Ärmel diagonal geschnitten eingesetzt. Statt des doppelten Saums und der verstärkten Knopfleiste habe ich das Ganze nur in einer Kontrastfarbe mit dem Overlockstich meiner Nähmaschine versäubert.

Was hier so einfach klingt, hat mich etliche Abende des Hin- und Herüberlegens, des Angucken von alternativen Schnittmustern etc. gekostet. Aber jetzt bin ich mit dem Ergebnis zufrieden, so dass die Jacke mein erstes Teil beim MeMadeMittwoch* wird.



* Beim MeMadeMittwoch können Näherinnen ihre Werke zeigen. Nur Kleidung, und nur direkt an der Frau. Ist ganz schön schwierig, Fotos von sich selbst zu machen. Der Herr Gärtner hätte es natürlich auch machen können, aber dann wäre das schöne Sonnenlicht schon wieder weggewesen!


Dienstag, 20. Januar 2015

Das Rezept der Woche: Geschmorte Beinscheibe

Da neben dem Gärtnern eine weitere unserer Leidenschaften das Kochen ist, werden wir in Zukunft versuchen, jede Woche ein Rezept, dass wir ausprobiert haben, zu posten. Nicht immer werden dazu alle Zutaten aus dem Garten kommen.

Ich fange heute mal an mit in Rotwein geschmorter Beinscheibe vom Gallowayrind. In der klitzekleinen beschaulichen "Stadt", zu der wir gehören, gibt es ja nicht viel, aber es gibt einen hervorragenden Wochenmarkt, der auch noch zu einer besuchbaren Zeit (also nicht vormittags) stattfindet. Großartig. Neben Biogemüse versorgen wir uns da auch mit regional und biologisch erzeugtem Fleisch. Der Käsemann z.B. hält Gallowayrinder, von denen er von Zeit zu Zeit Fleisch verkauft. Superlecker!

In Rotwein geschmorte Beinscheiben vom Rind


Man braucht: 
  • 2 Beinscheiben (vom Gallowayrind, aber in jedem Fall von guter Qualität)
  • 2 EL Senf
  • 2 EL Tomatenmark
  • 1 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Zweig Thymian
  • 300 ml guter Rotwein
  • 3 Möhren (ca. 300g)
  • 2 Petersilienwurzeln (ca. 250g)
  • 500 g Champignons
  • Petersilie
  • Salz
  • Pfeffer
  • Verdickungsmittel (ich habe Guarkernmehl benutzt, Stärke geht aber sicherlich auch). 
So geht's: 

Damit die Beinscheiben sich nicht wellen, schneidet man sie von der Hautseite her etwas ein. Dann salzen, pfeffern und mit Senf und Tomatenmark einreiben. Zwiebel in Streifen schneiden, Knoblauch fein hacken. Der Thymian wird nur abgewaschen. Die Möhren und Petersilienwurzel würfeln, die Pilze vierteln (oder ganz lassen, je nach Größe und eigenen Vorlieben). Gemüse zur Seite stellen, dass brauch man erst später. 

Ganz schön rot. Vielleicht waren kräftiger Rotwein und
violette Möhren etwas viel Farbstoff.
Dann das Fleisch in einem Bräter scharf anbraten, dann Temperatur reduzieren und Zwiebeln und Knoblauch andünsten. Thymian dazugeben und gleich mit dem Rotwein ablöschen. Dann kann man erst mal andere Sachen machen, denn das Fleisch schmort jetzt insgesamt 2 Stunden. 

30 Minuten vor Ende der Garzeit kommen die Möhren- und Petersilienwurzelwürfel dazu, 15 Minuten vor Ende der Garzeit dann die Pilze. Falls die Schmorflüssigkeit inzwischen zu stark eingekocht ist, zwischendurch etwas Wasser angießen. 

Nach zwei Stunden wird das Fleisch sich ganz leicht vom Knochen lösen und in Stücke teilen lassen, es ist butterweich. Also Knochen entfernen, Fleisch in größere Stücke teilen. Inzwischen die Schmorflüssigkeit mit etwas Bindemittel andicken (wenn man es, wie ich, eher sämig glänzend mag, wer es lieber suppig-flüssig mag, lässt diesen Schritt weg). Dann das Fleisch und die gezupfte Petersilie dazugeben, noch mal kurz durchkochen und fertig! 

Dazu könnte man jede Arte von Beilage (Kartoffeln, Nudeln, Brot) essen, da wir aber momentan wieder versuchen, Low Carb zu essen, gab's bei uns das Schmorgericht pur, quasi als Eintopf. 

Viel Spaß beim Nachkochen! 

Sonntag, 18. Januar 2015

Neues Jahr, neue Energie


So, da wären wir wieder. Ich wünsche euch allen ein schönes neues Jahr 2015. 

Die Blogpause ist passé, jetzt geht's hier mit neuer Energie und auch ein paar neuen Inhalten weiter. Lasst euch überraschen.

Das letze Jahr war geprägt von unserer Gartenreise nach England, dieses Jahr wird der Garten des roten Hauses noch mal einige größere Veränderungen durchmachen. Stichwort: Gartenräume. Der Rosengarten wird vergrößert und wir bekommen den ersehnten Präriegarten (wobei der den hiesigen Bodengegebenheiten angepasst werden muss, immerhin gärtnern wir auf fettem Lehm). Der Gemüsegarten hat sich mit seinen Minihochbeeten bewährt, der bleibt also wie er ist.

Daher habe ich für den 12tel-Blick, an dem ich auch dieses Jahr wieder teilnehmen werde, unter anderem die beiden Gartenteile ausgesucht. Außerdem gäbe es den "Gemüsegartenblick" und den "Feuerstellenblick". Endgültig habe ich noch nicht entschieden, welche ich denn nun auswählen werde. Was meint denn ihr?

Als Rückblick auf das vergangene Jahr gibt's heute aber noch mal den RosenbogenBlick im Jahresverlauf als "Minifilmchen".


Also dann, bis bald mal wieder!