Samstag, 9. August 2014

Jede Menge Ideen und so wenig Platz!

Experimentale Bepflanzung im Botanischen
Garten von Oxford: Wie gut halten sich
Steppenpflanzen aus Amerika, Asien und
 Südeuropa ohne weitere Pflege? 
Die letzten beiden Tage waren - fast - gartenfrei. In Oxford waren wir im Botanischen Garten, das zählt wohl. Gestern haben wir um 11 Uhr in dem Garten, den wir sehen wollten, vor verschlossener Tür gestanden - er sollte erst um 14 Uhr öffnen. Daher also ein Ausflug nach Uffington, wo ein weißes Kreidepferd den Hügel schmückt und aus großer Entfernung zu sehen ist.

Vielleicht auch besser so, denn die bisher besuchten Gärten haben uns jede Menge Inspirationen gebracht. Jetzt stellt sich die frage, wo wir ca. ca. 1 Hektar große Gartengrundstück her bekommen, um all unsere Ideen zu verwirklichen. :-)

  • eine naturnahe Pflanzung mit Gräsern und Steppenstauden nach Piet Oudolph
  • einen gravel garden (Kiesgarten) wie bei Beth Chatto
  • langgezogene Borders wie in Hidcote
  • einen weißen Garten wie in Bassington Court, wo wir heute waren
  • ach ja, und wenn wir schon dabei sind, einen "Walled garden", also einen von einer Mauer umgebenen Garten als Küchengarten


Die Gärten, die wir heute angeguckt haben, waren "relativ klein", zwischen 1 Hektar und 4000qm - die Gärten der letzten Woche haben uns da etwas andere Maßstäbe vorgesetzt.

"Staff only" - da gibt es manchmal ebenso
schöne Blicke wie im eigentlichen Garten!
Barrington Court Gardens - ein Garten an einem alten Tudor-Haus, mit Küchengarten, Obstwiesen und einem relativ kleinem formalen Teil, bei dem uns besonders der weiße Garten (Gertrude Jekyll lässt grüßen) begeistert hat, da dieser auf dem Höhepunkt seiner Blütezeit war. Aber insbesondere der Küchengarten war wunderschön angelegt, auch wenn ich mich frage, wer allein schon die Mengen an Zucchini und Kürbissen essen soll, die auf einer Fläche, die ungefähr doppelt so groß wie unser gesamter Gemüsegarten, angebaut wurden.

Ich glaube, hier gab es Zwiebeln und Paprika im Küchengarten...

und dies sind die Kohlfelder.

Der weiße Garten in Barrington Court.  
Schade, für Rosen sind wir zu einer blöden Zeit hier, die erste Blüte ist bei den meisten durch, die Nachblüte hat noch nicht begonnen. Hier mal eine der wenigen, die wir noch blühend erwischt haben. 
Da hat der Herr Gärtner mich auch mal erwischt - zum Glück nur ganz unscharf im Hintergrund.
East Lambrook Manor Gardens - ein Cottage-Garten geplant von Margery Fish, ebenfalls eine Autoddaktin was das Gärtnern angeht (wie eigentlich alle großen englischen Gärtnerinnen). Leider hat uns ein furchtbarer Regenguss bis auf die Knochen durchnässt und von dort vertrieben. Zweimal haben wir uns vor einem Schauer ins Café flüchten können, beim dritten mal blieben wir stur, mit dem Erfolg, dass wir anschließend den "Autofön" ausprobieren mussten (Klimaanlage auf 30° und voller Pustestufe).
Allerdings gefiel mit dieser Garten ohnehin nicht sonderlich gut, vermutlich da wir , neben dem schlechten Wetter, auch noch zur falschen Jahreszeit dort waren - er muss wunderschön im Frühjahr sein. Jetzt war alles hoch gewachsen, unübersichtlich und größtenteils verblüht. Ein paar Fotos habe ich dennoch machen können, bevor es für die Kamera zu nass wurde


Der silberne Garten - hauptsächlich Pflanzen mit silbernen Laub. 
Der Graben - angelegt für feuchtigkeits- und schattenliebende Pflanzen

Tintinhull Hall Gardens - das Highlight zum Schluss, zum Glück waren wir trotz des weiterhin drohenden Regens noch da und bekamen sogar noch einige Sonnenstrahlen ab. Obwohl de kleinste der bisher besuchten Gärten, einer der schönsten, da dort das, was uns in verschiedenen anderen Gärten gefallen hat, aufgegriffen und konsequent umgesetzt wurde. Der Garten wurde in sechs etwa gleich große Gartenräume geteilt, durch Mauern und Hecken und jeder dieser gartenräume hat sein ganz eigenen Flair. Neben einem eher formalen Teil und einem fast parkähnlichen Teil mit großen alten Bäumen gab es den Küchengarten, einen eher schattigen Brunnengarten und den Poolgarten mit sehr stimmigen Bepflanzungsplänen.



Der Poolgarten mit einer Border rechts in leuchtenden, feurigen Farben und einer Border links mit pastelligen, sanften Farben.

Dazu knallige Kübel mit der Pflanze, die wahrscheinlich die Pflanze des Jahres in England ist, so oft haben wir sie hier bereits gesehen (Aeonium "Schwarzkopf"). 
Der "Eagle Garden" - eher formal, mit Formschnitt und Rasenfläche. Da kann man nur hoffen, dass der Buchsbaumpilz hier nicht mal zuschlägt. 


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