Sonntag, 20. Juli 2014

Kampagne gegen das Bienensterben















Warum es über zwei Jahre gedauert hat, bis wir auf die Idee gekommen sind, den Sonnenschirm von der Abendterasse auf die kleine Küchenterasse zu stellen, um dort ein bisschen Schatten zu haben, kann ich nicht sagen. Seitdem wir es am letzten Wochenende gemacht haben, können wir jedenfalls jetzt auch nachmittags bei Sonne unsere Terrasse nutzen, ohne einen Hitzschlag zu bekommen. Das war in den letzten Tagen wichtig, denn der Sommer ist endlich mal wieder für ein paar Tage vorbei gekommen.


Wenn man dort sitzt, fällt einem sofort das Gebrumm der Insekten und Hummeln auf, die sich dort an dem inzwischen wegbedeckenden Thymian, den Katzenminzen im blauen Beet und dem Oregano im Kräuterbeet bzw. im Buchsfeld gütlich tun. Den Weg vor dem Haus kann man kaum entlang gehen vor lauter thymianbestäubenden Insekten. Aber so haben wir es ja gewollt - unser Garten, ein Paradies für Bienen.

Während es hier noch einen erkennbaren Weg
gibt, 
hat der Thymian vor dem Haus inzwischen
den Weg vollständig übernommen. 





















Und dann fiel mir wieder diese Meldung (eher eine Randnotiz) in der Kraut und Rüben ein, in der es um eine Greenpeacestudie ging:

Da hat also Greenpeace Pflanzen aus Gartencentern, Baumärkten und Supermärkten untersucht und festgestellt, dass mehr 3/4 davon sie mit Pestiziden behandelt waren, fast die Hälfte mit Neonicotinoiden. Der naturbewusste Gärtner weiß natürlich, dass diese Gruppe der Pflanzenschutzmittel in Verdacht steht, für das Bienensterben
verantwortlich zu sein. Die Insekten unterscheiden natürlich nicht zwischen den belasteten und den nicht belasteten Pflanzen.
Das ist so fies - eigentlich ist es klar, wenn man mal drüber nachdenkt, aber im Überschwang des Pflanzenkaufs denke ich nicht über diese Problematik nach. Natürlich kaufe auch ich im Baumarkt und im Gartencenter einen Teil meiner Pflanzen - und habe mir damit das Gift, dass ich vermeiden will, unbewusst in den Garten geholt. Mich ärgert so etwas. Ich kann doch nicht bei jeder Kaufentscheidung über die möglichen Umweltauswirkungen nachdenken, soweit kann ich doch die Zusammenhänge gar nicht durchschauen. Die Konsequenz, keine Pflanzen mehr im Baumarkt zu kaufen, versuche ich zu ziehen, aber ob mir das gelingt? Das glaube ich nicht.





Wenn es euch ähnlich geht wie mir und ihr euch auch darüber ärgert, dass hier mal wieder wirtschaftlicher Nutzen vor den Schutz der Natur gestellt wird, unterstützt bitte diese Aktion von Greenpeace: E-Mail-Kampagne gegen das Bienensterben. Danke!



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