Mittwoch, 23. Juli 2014

Gartenlust auf Schloss Ippenburg

Unser Besuch in Schloss Ippenburg ist zwar schon zwei Wochen her, aber bisher bin ich einfach nicht dazu gekommen, darüber zu schreiben.
Viel zu tun, ich schrieb es schon. Außerdem sind Posts mit vielen Bildern immer etwas nervenaufreibend und zeitraubend, weil das Anordnen der Bilder hier auf Blogger eine Qual ist. Aber ich habe auch keine Muße, mich in Wordpress oder ein anderes Blogsystem einzuarbeiten. Also quäle ich mich lieber hier und wundere mich über so Merkwürdigkeiten wie z.B. plötzlich auftauchende Leerzeilen, die ich weder im HTML- noch im Editor wieder finde (s.u.). Da muss wohl der Herr Gärtner als mein IT-Spezialist mal wieder dran... 

Vor fünf Jahren waren wir im Rahmen der LGS schon einmal dort und waren von den Gärten total beeindruckt. Zur diesjährigen Gartenlust nutzten wir die Gelegenheit und wollten erneut schauen, wie sich die Gärten entwickelt haben. Ich kann nur sagen, dass mein Eindruck sich bestätigte: Ein liebevoll angelegtes und gut gepflegtes Gelände. Die meiste Zeit haben wir damit verbracht, die verschiedenen Gartenbereiche zu erkunden, natürlich waren auch die vielen anwesenden Händler eine willkommene Abwechslung.

Begonnen haben wir im kleinen Küchengarten der Zeitschrift Kraut und Rüben, angelegt vom Herausgeber Wolfgang Funke. In einem der letzten Hefte stellte er seine zwei privaten Gärten vor (ich frage mich immer noch, wie man das macht, zwei Gärten zu betreuen, von denen einer nichtmal direkt am Haus ist) und so war es natürlich spannend, ihn bei einer Führung durch den - zugegebenermaßen kleinen - Gartenteil erleben zu können. Er erzählte über die Entstehung, aber auch über Schwierigkeiten und Gärtner, die übrige Pflanzen entgegen der Pflanzpläne in seinem Gartenbereich "parkten". Trotzdem wirkt der Bereich einheitlich und lebendig. Besonders gefallen hat uns der kleine Kiesgartenbereich vor dem Küchengarten, angelehnt an Beth Chattos gravel garden (den wir uns in nicht einmal zwei Wochen im Original angucken werden - *freu*). Natürlich ist das kein steriler Designergarten mit Kies und ein paar Pflanzen, sondern ein Insektenparadies mit Pflanzen, die auf mageren Böden wachsen.



Als nächstes der beeindruckende Küchengarten (bloße 5000qm), sehr großzügig angelegt. Da kann ich natürlich nur von träumen. Er ist umgeben von hohen Mauern und es wachsen hier verschiedene alte und neue Obst- und Gemüsesorten in Mischkultur. Es gibt auch mein Traumgewächshaus...



Die Heckengärten wurden zur LGS in Ippenburg angelegt. Inzwischen schon sehr gut eingewachsen, sind einige davon immer noch wunderschön, andere wirken etwas "unaufgeräumt", so dass man das Konzept des entsprechenden Gartenbereichs nicht mehr gut erkennen kann. Meinen "LIEBE"-Garten habe ich leider nicht mehr gefunden. Schade, den fand ich damals besonders schön. Aber der englische Knotengarten mit dem Blick durch das "Ruinenfenster", Onkel Wanjas Hütte und einige andere malerische Kleingärten waren immer noch wunderschön.


Toll war auch der "Jardin infini", den ich leider nicht von außen fotografiert habe: eigentlich nur ein mit Segeltuch bespannter Rahmen der eine Fläche von ca. 40qm einschließt. Innen ist er verspiegelt und man kann nur durch kleine Gucklöcher hineinsehen. Der darin angelegte Garten wird dabei ins Unendliche gespiegelt.


Ein paar dünne Birkchen, unendlich gespiegelt  
Illegalerweise mal die Kamera unter das Segeltuch gehalten, zeigt sich die tatsächliche Bepflanzung des Pavillons.
Auch der Vogelkasten war eigentlich nur einmal da - man beachte die Beine der Fotografin :-)

Und dann das Highlight - der Rosengarten 2000+, sie nennen es "lebendiges Rosenmuseum". Angelegt 2013 gibt es für jedes Jahr seit dem Jahr 2000 ein großes Rosenbeet mit den besten Züchtungen des Jahres, nach Farben sortiert, durch Hecken, Gräser oder Stauden um- und unterpflanzt und voneinander abgetrennt. Hier ein paar Impressionen - irgendwann wäre es selbst mir zuviel Rosen. Aber die Ideen für Kombinationen sind schon toll. Hier gibt es übrigens einen Plan. 




Trotz Gewitters, mehrerer heftiger Regenschauer und drückender Temperaturen war es ein toller Tag. Wir freuen uns auf's nächste Mal!

Da strahlt der Herr Gärtner! 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen