Sonntag, 29. Juni 2014

Wie geht's weiter im Gartenjahr?


Die neue Blumenwiese wird momentan dominiert von Kamille und Klatschmohn.
Ich hoffe, es kommen noch andere Blumen dazu!
Jetzt ist schon so ziemlich Halbzeit des Gartenjahrs - vier Monate liegen hinter uns, noch vier Monate gärtnerische Arbeit liegen vor uns, bevor der Garten wieder im Winterschlaf versinkt. Bisher war es ein tolles Gartenjahr - und wir haben schon viel geschafft - der Gemüsegarten mit den Kniehochbeeten quillt aus allen Nähten, die tiefer gelegte Feuerstelle mit den historischen Rosen drum herum haben wir dieses Jahr fertig gestellt und in Betrieb genommen und auf dem bisher vernachlässigten Gartenteil hinter dem Carport blüht jetzt eine schöne Blumenwiese. Die Obstbäume dort brauchen sicherlich noch etwas Zeit, bis sie in nennenswerter Menge Früchte tragen, aber eine Struktur ist angelegt.

Das Wetter hält mich heute grummelnd im Haus, obwohl ich ausnahmsweise mal nicht am Schreibtisch sitzen müsste - es regnet, mal wieder, wie so oft zuletzt, so dass statt Gestaltung Planung angesagt ist:

Für den Garten am Roten Haus steht in diesem Jahr nicht mehr so viel an Umgestaltung an - wenigstens nicht absehbar. Diese Jahr möchte ich sehen, wie sich die Pflanzen entwickeln, wo vielleicht noch eine (vorsichtig) ordnende Hand, eine Stütze nötig wird, wo Beete nicht passen, weil Pflanzen zu viel Platz beanspruchen, wo vielleicht auch noch ergänzend etwas gepflanzt werden kann.



Derek Jarmans Prospect Cottage auf Dungeness
(Foto By Lancevortex [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) or CC-BY-SA-3.0
(http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/)], via Wikimedia Commons)
Das kann sich natürlich noch ändern, wenn wir von unserer Gartenreise zurück sind. In unseren Sommerferien planen wir eine Reise durch Südengland, wo wir uns einige spannende Gärten angucken wollen: Die Beth Chatto-Gardens, unvermeidlich ist sicherlich Sissinghurst, Hidcote Manor und Prospect Cottage in Dungeness, to name but a few. Über Dungeness stolperte ich in letzter Zeit immer wieder, im Internet, in der Zeitschrift Gartenpraxis und in verschiedenen Gartenbüchern - ein Künstlergarten komplett auf dem Kies, der den Boden dieser Halbinsel ausmacht. Die Bilder, die ich gesehen habe, sind spektakulär und ich bin ganz gespannt. So ganz genau haben wir noch nicht festgelegt, was wir alles sehen wollen - es gibt zuviele Gärten und zwei Wochen sind einfach zu kurz um alles zu sehen. Was feststeht, sind unsere drei "Base Camps" - eins in der Nähe von Oxford mit dem Cotswolds im Hintergrund, eins in der Nähe von Bath und eins südöstlich von London. Wir haben den "Gardener's World 2-for-1 Entry Guide", mit dem wir zum halben Preis in verschiedene Gärten kommen und wir haben einige Tipps aus Gartenreiseführern. Unser Plan ist, uns treiben zu lassen, zu sehen, was die "locals" noch empfehlen und mit vielen neuen Eindrücken wieder nach Hause zu kommen. Und vielleicht wird dann die eine oder andere Idee im Garten am Roten Haus doch noch umgesetzt...

In Planung ist auch noch eine Fahrt nach Schloss Ippenburg am nächsten Wochenende. Dort findet das älteste deutsche Gartenfestival statt. In Schloss Ippenburg waren wir schon vor ein paar Jahren zur damaligen Landesgartenschau. Dort hat mich der tolle Küchengarten inspiriert - er war der Anstoß zu unserem Buchsparterre im Vorgarten. Außerdem gab es ein Heckenlabyrinth mit vielen verschiedenen spannend gestalteten "Kleingärten". Diese sind, soweit ich weiß, erhalten geblieben, so dass es interessant sein wird, die Weiterentwicklung der Gärten zusehen.

Einer der Gärten im Heckenlabyrinth auf Schloss Ippenburg
Aber das war's auch schon mit den Plänen - und dann wird natürlich noch fleißig geerntet, gekocht und gebacken, z.B. damit:

Erbse "Blouwschokker" 

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