Donnerstag, 19. Juni 2014

Die Erntezeit beginnt

Die Erntezeit beginnt und damit die Zeit der leckeren Dinge, die aus dem Gemüsebeet direkt in die Küche des roten Hauses wandern.

Bereits seit zwei Wochen versorgen uns Erdbeerbeet 1 und 2 (1 ist ein Hochbeet im Gemüsegarten, 2 ist die Unterpflanzung der Hecke am Trafohäuschen und war eigentlich gar nicht für die Erdbeerversorgung vorgesehen) täglich mit genügend Erdbeeren für das Frühstück und einen kleinen Nachmittagssnack - lange nicht die Mengen wie im letzten Jahr, aber wir haben ja auch die Anbaufläche drastisch reduziert. Immerhin hat es gereicht, um einen gar köstlichen Erdbeersirup einzukochen, Low Carb, weil mit Erythrit statt Zucker (das ist ein Zuckeralkohol, der zwar süß ist und auch böse Kalorien hat, aber nicht blutzuckerwirksam und damit eben als Low Carb gilt). Erdbeerbeet 3 ist übrigens die Schale unten, dorthin ist die späte Sorte Erdbeeren umgezogen, die jetzt auch schon anfängt zu tragen.

Dann habe ich gestern die roten Bete ausgedünnt und süße Babybeets geerntet, damit die anderen mehr Platz haben zu großen Beten zu werden. Die letzten verbliebenen Kohlrabi, die nicht komplett von den Schnecken vernichtet wurden und einige Zwiebeln, deren Laub vom Wind abgeknickt war, sind auch bereits in die Küche gewandert. Für die Kohlrabi habe ich schon eine Idee... Aber dazu kommt bestimmt ein späterer Post (der schon geschrieben ist, dem aber noch ein paar Fotos fehen).

Und außerdem habe ich die ersten Brokkolis geerntet. Im Gegensatz zu den Blumenkohl... (Was ist eigentlich die Mehrzahl von Blumenkohl - Blumenkohle?) ... also den Blumenkohlköpfen waren sie überhaupt nicht von den Schnecken in Mitleidenschaft gezogen worden. Die geernteten Brokkoliköpfchen waren Handelsklasse 1a - mindestens. Premiumbrokkoli sozusagen! Ich hatte noch nie so frischen Brokkoli, vom Beet in die Küche und dann sofort in den Topf. Obwohl... Die Strünke und Rosetten waren so zart, dass man sie roh essen konnte. Soooo lecker. Aber ehe ich noch mehr ins Schwärmen komme, verrate ich euch, was ich daraus gemacht habe.




Brokkoli Stirfry mit Rindfleisch und Chili

Zutaten
  • 350 Rindersteak (ich hatte Minutensteaks, die sind schon schön dünn)
  • 500g Brokkoliröschen
  • 4 Zwiebeln
  • 3-4 Chilischoten
  • 3 Knoblauchzehen
  • 1 walnussgroßes Stück Ingwer
  • Fünfgewürzpulver
  • Chilipulver
  • Sojasauce
  • Reiswein
  • Sesamöl
Brokkoli, Zwiebel und das Chilipulver waren "eigene Ernte" - das Chilipulver die gemahlenen Aji Amarillos und Limon-Chilis aus dem letzten Jahr. Schön scharf!

So geht's

Ich habe zum Abmessen der Flüssigkeiten ein 4 cl Schnapsglas genommen, das finde ich angenehmer als mit Esslöffeln zu hantieren, wenn man größere Mengen braucht. Und ich mag gern viel Sauce!
  • 1 Gläschen Sojasauce, je 1/2 Gläschen Reiswein und Sesamöl mit 1TL Fünfgewürzpulver und Chilipulver (Menge nach Schärfetoleranz) verrühren. Das Fleisch in ganz dünne Scheiben schneiden - so wie man es von Chinarestaurant kennt, sonst bleibt es zäh! Die Sauce über das Fleisch geben, gut durchrühren und mindestens 1 Std. im Kühlschrank marinieren.
  • Währenddessen den Rest vorbereiten: Brokkoli in Röschen Teilen und den Strunk zu anderer Verwendung (Suppe, Gemüsebrühe...) aufheben. Kurz in kochendem Wasser blanchieren. Chili, Ingwer, Knoblauch fein hacken. Ca. die Hälfte der Chilis zu Seite stellen. Zwiebeln in Streifen schneiden (Mir läuft grad beim Schreiben wieder das Wasser im Mund zusammen). Eine weitere 2:1:1-Mischung aus Sojasauce, Reiswein und Sesamöl herstellen, diese wird mit 2 TL Speisestärke verrührt. Etwas Fünfgewürzpulver kann auch nicht schaden.
  • Wenn alles fertig ist, Öl im Wok erhitzen. Das Fleisch portionsweise anbraten (wichtig! Sonst brät es nicht sondern kocht und wird auch zäh! Bei mir waren es drei Portionen.), zur Seite stellen. Noch etwas Öl in den WOK geben und Chili, Knoblauch und Ingwer unter ständigem Rühren anbraten. Dann den Brokkoli und die Zwiebeln dazu geben, braten bis Zwiebeln und Brokkoli bissfest sind, dann Fleisch, zur Seite gestellte Chili und die Stärkemischung in den Wok geben. Kurz aufkochen lassen, abschmecken (mehr Chili? mehr Fünfgewürzpulver?), fertig.
  • Ich hatte keinen Koriander (der eine ist abgeerntet, der nächste noch nicht fertig - ich muss das besser timen!), aber ich glaube, etwas Koriander würde dem Essen auch gut tun.


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