Sonntag, 1. Dezember 2013

Alle Jahre wieder - die Frage nach dem Winterschutz

Unser Garten ist mir wirklich wichtig und ich hänge an meinen Pflanzen. Trotzdem gebe ich zu, dass Pflanzen winterfest zu machen für mich zu den blödesten Aufgaben überhaupt gehört. Da ziehe ich lieber noch Löwenzahn- und Diestelwurzeln oder jage den Giersch.

Wenn ich mich dann endlich dazu durchringe, ist es meistens kalt, nass und windig, Mitte bis Ende November eben, kurz vor knapp. Beim Einwickeln weht das Vlies weg, die Handschuhe sind beim Knotenmachen in den eigentlich viel zu dünnen Schnüren im Weg und die Arme sind mal wieder nicht lang genug um die Stoffbahnen um die Pflanze zu schlingen, so dass es auch noch halbwegs gut aussieht. Man muss in den nassen Beeten herumtrampeln, immer mit der Sorge um Bodenverdichtung, die es bei unserem Lehm ja möglichst zu vermeiden gilt.

Also jedes Jahr wieder die Frage, ob das denn wirklich sein muss. Recherche im Internet, ob diese oder jene Pflanze einen Winterschutz braucht. Und ich weiß, die Antwort ist meistens "Ja" - Wenn ich Zweifel habe, dann packe ich es lieber ein. Mir sind im Garten 1.0 (der in Kolenfeld) schon zu häufig Hortensien und Rosmarins erfroren als dass ich das noch Experimente machen möchte. Trotzdem ist es lästig und dadurch, dass ich immer noch gesundheitlich angeschlagen bin, habe ich bisher nur einen Teil der anstehenden Wickelarbeit gemacht:

Mein Rosmarin steht hier an der geschütztesten Ecke im Kräuterbeet, von oben vor zu viel Regen und an der Wetterseite durch den Hauserker vor zuviel Wind geschützt, in sandig-steinigem Kräuterbeet und hat - Freude über Freude - den letzten Winter mit einer Vliesmütze gut überstanden. Also wurde er bereits wieder eingepackt.

Der Rosenhochstamm der Mini Eden Rose bekam eine ordentliche Menge Stroh (aus der Rosenlieferung von Schultheis) um die Verdeleungsstelle gebunden und ebenfalls eine Mütze aus Vlies und Sackleinen verpasst. Die großen Miscanthus-Gräser  sind zusammen gebunden.

Vor dem Haus sind die großen Kübel mit den Bärentatzenfarnen warm eingewickelt, die Wedel zusammen gebunden und ebenfalls verpackt, die erste Hortensie hat auch schon ihre Haube bekommen, für die anderen liegt das Material bereit - ich will sie im Laufe der nächsten Woche unbedingt verpacken.





Was sonst noch fehlt:

- der Bambus im Asiatischen Beet
- der Heilige Bambus
- ein Acer im Kübel
- der japanische Blumenhartriegel
- Rosen anhäufeln

Bei den Magellanfuchsien gehe ich davon aus, dass sie bis auf den Boden zurückfrieren, aber dann wieder austreiben. So heißt es jedenfalls bei Gaissmeyer, wo ich sie gekauft habe.

Und dann ist da noch das Danaergeschenk meiner Mutter. Die Olive! Inzwischen gute zwei Meter hoch. Was tun mit Olli Olive? Der Preis des Überwinterungsservice steht in keinem Verhältnis zum Wert der Pflanze. Im Haus ist es eigentlich zu warm, da wird er gleich alle Blätter werfen, abgesehen davon, dass eigentlich auch kein Platz mehr im Wintergarten ist. Dort steht ja schon Ole - Ole Oleander, dem die Indoor-Überwinterung in den letzten zwei Jahren super bekommen ist. Also - Olive rein, dafür dieses Jahr kein Weihnachtsbaum, statt dessen Olli mit Lichterkette und Kugeln geschmückt... Oder so.






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