Dienstag, 26. November 2013

Winter is coming!



Einen Vorteil hat es, wenn man sich um diese Jahreszeit krank zu Hause langweilt - der November hat zwar auch seine grauen, furchtbaren Tage gehabt, hat uns aber auch mit einigen noch wunderschönen, sonnigen aber bereits frostigen Vormittagen verwöhnt. Und wenn man morgens tatsächlich zu Hause ist, kann man im Garten beobachten, wie der Reif sich langsam von den Pflanzen zurückzieht und sie dabei fast schon weihnachtlich glitzern lässt.

OK, es kostet etwas Überwindung, sich aus dem 
Haus in die Kälte zu wagen aber man wird von dem einen oder anderen schönen Bild belohnt. Aber es ist inzwischen unbestreitbar: Der Winter naht!







Dienstag, 19. November 2013

Es ist angerichtet

Futterbar im Carport - Mäusesicher verpackt um Überraschungen wie
im letzen Jahr vorzubeugen.
Heute schleppte der arme Postbote ein Paket von Viara an, wo ich vor einigen Tagen die erste Vogelfutterlieferung des Winters bestellt habe. Vogelfutter kann man zwar auch in jedem Supermarkt kaufen aber ich habe im letzten Jahr festgestellt - oder bilde mir ein, dass das Futter von Viara "appetitlicher" aussieht, besser angenommen wird und dass das Streufutter lange nicht soviel Unkraut nach sich zieht wie Supermarktfutter. Das Fettfutter gibt es mit Mehlwürmern und auch die Meisenknödel enthalten Insekten. Ich hoffe so eine breite Auswahl anbieten zu können und viele verschiedene Vögel in meinen Garten locken zu können.


Die ersten Vögel waren auch schon da, hauptsächlich Meisen aber heute vormittag tat sich auch schon ein ganzer Schwarm Spatzen am Futter gütlich, zusammen mit ein paar Grünfinken. Solange bis unser großer schwarzer Kater der Meinung ar, die Vogelparty sprengen zu müssen. Die Futtersilos hängen natürlich hoch genug und so offen im Garten, dass die Kater nicht an die Vögel anschleichen können. Schließlich will ich ja die Vögel und nicht die Kater füttern. 



Womit ich allerdings die Kater gerne füttern würde, sind die Verursacher dieser fiesen kleinen Häuflein hier, die sich in schöner gerade Linie vom Gemüsegarten durch das neu angelegte Rosenbeet ziehen. Wühlmäuse! Eigentlich dachte ich, wir wären wühlmausfrei, da die Kater im Sommer ganze Arbeit geleistet und die Viecher aus unserem Garten vertrieben haben. Aber kaum wird es kühler, die Kater fauler und weniger jagdlustig, ziehen die gleich wieder hier ein. Ich hoffe nur, dass sie die Wurzeln meiner neu gepflanzten Rosen in Ruhe lassen. 
Aber vielleicht ist es ja auch "nur" ein Maulwurf. Der darf meinetwegen weitergraben...



Freitag, 8. November 2013

Wer blüht als letztes?

So recht wollen meine Pflanzen immer noch nicht wahrhaben, dass November ist und so blühen hier noch einige Exemplare, als wäre es Sommer:

Die Magellan-Fuchsie (Fuchsia magellanica) - im Sommer Opfer der Riesenraupeninvasion - hat sich entschieden, dieses Jahr beim Wettbewerb um die letzte Blüte des Jahres mitzumachen und legt noch mal ordentlich vor. Gekontert wird dies von einigen Ringelblumen und der letzten Tagetes im Gemüsebeet, dem Ananassalbei und einigen Rosen.

Das Rennen läuft!

Und als hätte das Wetter meinen Eintrag von gestern gelesen, hat heute nachmittag sogar die Sonne geschienen und der Herr Gärtner hat ein paar Zentner Steine bewegen können. Warum hat uns eigentlich keiner gesagt, dass die Steine aus dem Steinbruch sich eher an den angegebenen Maximalmaßen als an den Minimalmaßen orientieren und daher gute 50 Kilo oder mehr pro Stück wiegen?

Obernkirchener Sandstein, im Hintergrund die noch am Wettbewerb beteiligten Ringelblumen und rechts einige der historischen Rosen (v. l. n. r. Tuscany, Reine des Violettes, Heritage - da fehlt ein Maßstab, die Rosen stehen im Dreieck, mindestens einen Meter auseinander).  


Und hier noch zwei der anderen Wettbewerber:

Ananassalbei




Maurice Utrillo will auch noch mal blühen!



Donnerstag, 7. November 2013

November. Regen. Wind.

Im Garten passiert nicht mehr viel - wir sind jetzt auch wettertechnisch im November angekommen.

Bereits in den letzten Oktobertagen brauste der Sturm "Christian" hier durch und hat unser kleines Gewächshaus eingedrückt. Erst flog der Deckel durch die Gegend, den ich morgens noch schnell in den Schuppen bringen konnte. Nachmittags schickte mir der Herr Gärtner dann dieses traurige Bild:


Der Wind hat die beiden Platten, aus denen die Rückseite besteht, aus der Verankerung gedrückt. Kaputt gegangen ist dabei zum Glück wohl nichts, wir können die Platten mit relativ geringen Aufwand wieder einbauen. Allerdings wäre es dazu gut, wenn es mal weniger weht. 

Inzwischen haben wir auch unseren neuen Sitzplatz ausgehoben, die Steine sind geliefert und eigentlich könnte die Arbeit auch daran noch losgehen. Dummerweise hat der Herr Gärtner sich beim Hantieren mit den Steinen einen Finger übel gequetscht und dann auch noch am letzten, nicht mal so verregneten Wochenende mit einer Erkältung flach gelegen, so dass die "Baustelle" jetzt brach liegt. 
Ich hoffe, dass wir noch daran weiter arbeiten können, ehe es friert. 

Natürlich kamen die Rosen, die für die umgebenden Beete vorgesehen waren, pünktlich. Hätte ich mich ja eigentlich drüber gefreut, aber s.o. Auch wenn wir die Steine noch nicht gesetzt haben, habe ich sie pflanzen müssen. Der Sitzplatz ist jetzt umgeben von alten Rosen (bzw. Rosen im historischen Habitus):
  • Heritage (Austin 1984, gut gefüllte rosafarbene Englische Rose)
  • Old Port (McGredy, 1994 eingeführt, dunkelviolette stark gefüllte Englische Rose)
  • Tuscany (1596 "The Old Velvet Rose", Samtrose; Rosa gallica, einmalblühend)
  • Arthur de Sansal (Cartier 1855; stark gefüllte rote Portlandrose, remontierend)
  • Rose du Roi (Souchet 1816, ebenfalls gut gefüllte rote Portlandrose, remontierend)
  • Province Panchée (Fontaine 1860, gefüllte weiß-violett-rosa panaschierte Bourbonrose, remontierend)
  • Baron Girod de l'Ain (Reverchon 1897, karminrote Remontantrose mit feinem weißen Rand, remontierend)
  • Souvenir du Dr. Jamain (Lacharme 1865, weinrote Remontantrose, remontierend)
  • Reine des Violette (vermute. Millet-Mallet um 1860, purpurviolette Remontantrose, sommerblühend bis spärlich remontierend)
  • Ballerina (Bestall 1937, rosa-weiße Moschata-Hybride, ungefüllt und öfterblühend)
  • Rose de Rest (eingeführt 1950, wohl vor 1880 in Persien gezüchtet, purpurviolette Damaszenerrose, öfterblühend), die hierher umgezogen ist, da sie im Rosenbeet an der Terrasse unterging und ich ihren wunderbaren Duft nicht recht genießen konnte. 
Fotos gibt's natürlich noch nicht, außer von der Rose de Rest oben - der größte Teil der Pflanzen kam wurzelnackt, so dass man im Moment nur einige Triebspitzen aus dem Boden gucken sieht. Und auch die anderen, die ich noch als Topfware auf unserem Ausflug nach Steinfurth gekauft hatte, verlieren so langsam die Blätter.