Samstag, 12. Oktober 2013

Herbstferien = Arbeitsferien

Seit gut einer Woche haben wir Herbstferien, aber statt auf der faulen Haut zu liegen oder gar die Zeit sinnvoll für Korrekturarbeiten zu nutzen, verbringen wir so viel Zeit, wie uns das Wetter lässt, draußen und arbeiten unser Projekt "Tiefer gelegter Sitzplatz umgeben von historischen Rosen" ab...

Das stand ja schon im Sommer eigentlich auf Tagesordnung, ist dann aber wegen Hitze vertagt worden. Manchmal ist es ja auch ganz gut, dass man Sachen nicht sofort in die Tat umsetzen kann, denn so reifen die Ideen ein bisschen nach und werden realistischer umsetzbar. Daher ist jetzt auch der geplante Sitzplatz nicht mehr 4 Meter im Durchmesser, sondern nur noch 2,50 Meter und er liegt auch nicht 50cm tiefer sondern nur 30cm. Das Rosenbeet liegt jetzt auf normalen Bodenniveau. Der Innenkreis bekommt eine kleine Trockenmauer aus dem lokalen Sandstein (Obernkirchener) und in die Mauer werden auch gleich die Sitzgelegenheiten in Form von etwas größeren Felsquadern eingebaut. Bestellt sind sie schon, wir müssen nur noch eine Methode finden, diese Felsen (geschätzte 130 kg pro Stück) von der Auffahrt ins Beet zu bekommen.

Dieses Projekt zog allerdings einen Rattenschwanz an vorbereitenden Arbeiten nach sich - nicht alle davon so angenehm wie das Aussuchen der Rosen bei Rosen Schulheiss: Da wir letztes Wochenende bei meinem Bruder in der Nähe von Frankfurt waren und auf der Rückfahrt nahezu an Steinfurth (größte Konzentration von Rosenbaumschulen in Deutschland) vorbei kamen, mussten wir trotz strömenden Regens einen Abstecher machen - sehr zum Leidwesen der Gärtnerinnenmutter, die auch im Auto saß. Leider habe ich keinen Kombi, so dass das auto mit drei Personen und deren Gepäck schon ziemlich voll war. Trotzdem haben noch vier Rosen - sozusagen als Grundstock für das Beet -  ihren Weg von Steinfurth nach Hohnhorst gefunden. Den Rest habe ich aus dem riesigen Angebot an historischen Rosen bei Schulheis bestellt und hoffe, dass sie noch vor dem Frost ankommen.

Besuch in Steinfurth, erst bei Schultheis, 



Dann bei Rosen Union: 



Der Rattenschwanz begann, als der Herr Gärtner meinte, dass wir dann ja noch Erde bräuchten, um die neuen Rosenbeete zu füllen, für die wir Grasnarbe abgestochen haben. Wenn wir aber Erde anliefern lassen, brauchen wir den Platz auf der Fläche neben dem Carport auf der noch der Rindenmulch lagerte. Der provisorische  Weg zu den Nachbarn war auch im Weg und musste rückgebaut werden, genau wie der Rindenmulch und der Kompost umgelagert werden musste. Der Kompost konnte aber nur unter die Weide, dahin, wo dieses Jahr das Frühbeet war. Die Möhren und Radieschen, die darin noch wuchsen, mussten also weichen, genau wie der Frühbeetrahmen.  Na, und so kam eins zum anderen. Das eigentlich Anlegen des Beets mit Abstechen der Rasensoden und Umgraben hat dabei am wenigsten Zeit gebraucht. 




Gestern kam - wieder in strömenden Regen - die Erde, heute mussten wir vor dem Verteilen noch die Fläche neben dem Carport von dem Grasschnitt befreien, mit dem wir sie gemulcht hatten. Nach dem Regen gestern war das eine ganz schöne Schmiererei, denn der Grasschnitt war schön angerottet und verklebt, der Boden matschig.
Der Haufen sieht hier auf dem Foto ganz niedlich aus, er ist ber bestimmt 1,5 Meter hoch, 2 Meter breit und 4 Meter lang.


Und dann musste der Herr Gärtner, während ich anfing, die Erde zu verteilen auch noch das machen, was er schon seit unserem Einzug vor sich hergeschoben hatte: Er musste ein Probegrabung quer über die Fläche machen, um das Stromkabel zu finden, das uns ja schon in der Bauphase Sorgen machte. Da wir Obstbäume auf die Fläche setzen wollen, wollten wir sicher gehen, dass wir sie nicht in den Korridor stellen, in dem das Kabel liegt, damit wir sie nicht fällen müssen, falls irgendwann irgendjemand mal wieder an dieses Kabel muss. Kurz bevor es wieder anfing zu Regnen, als der Herr Gärtner schon bis über die Hüfte in seinem Graben stand, kam dann das Corpus delicti zum Vorschein: Ein gelber Plastikstreifen, der über der Kabelabdeckung lag.


Kaum hatten wir die Stelle markiert und vermessen, ging der Regen wieder los, so dass ich nun zur Untätigkeit verdammt, hier schreiben kann. Eine Woche haben wir noch und neben den groben Arbeiten wollte ich eigentlich noch ein paar notwendige pflegerische Dinge im Garten tun, ihn winterfest machen. Mal schauen, wie weit wir kommen. Jetzt haben erst mal Erdarbeiten Vorrang!





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