Donnerstag, 4. Juli 2013

Last und Lust mit dem (jungen) Gemüse

Ein Wurzelmännchen!
Ich würde euch gern all die leckeren Dinge vorstellen, die ich in den letzten Wochen aus dem garten auf den Tisch geholt habe. Das ist aber schwierig, denn die meisten Sachen wurden verputzt bevor sie eine Chance hatten, für ein Foto in Szene gesetzt zu werden. Auch der Gemüsegarten selbst ist tatsächlich in diesem Jahr noch nicht im Bild festgehalten worden, da beim Gartenrundgang am Montag das Akku der Kamera nach der Hälfte leer war :-( Daher heute mal nur mit wenigen Fotos.

Wir hatten in den letzten Wochen bereits jede Menge total leckerer Radieschen und Salat. Wir kommen mit dem Essen kaum hinterher und die meisten Pflanzen werden geschossen haben, nachdem wir aus unserem Urlaub wieder da sind. Daher werde ich wohl vor dem Urlaub noch ein Tray aussäen um hinterher nicht so lange auf frischen Salat warten zu müssen. Immerhin gibt es dann hoffentlich bald die  erhoffte Tomatenschwemme und dann brauche ich natürlich auch Blattsalate für den Salat. 
Die Mairübchen bildeten übrigens ohne Ende Laub, die Knöllchen waren aber winzig und nahezu ungenießbar bitter und sind schlussendlich aus dem Beet geflogen und haben der zweiten Partie Koriander Platz gemacht. Koriander ist überhaupt das Größte - dieser Duft, wenn man durch die Pflanzen streicht macht süchtig (Aber da scheiden sich wohl die Geister). 

Es gab außerdem schon 2 (!) Gurken, und eine hängt noch an der Pflanze. Das wird es dann auch schon gewesen sein mit der Gurkenausbeute. Was ich da falsch gemacht habe:
Der erste Satz Gurken ist mit beim Umzug ins Gewächshaus erfroren. Der zweite Satz Gurken ist mir beim Auspflanzen verbrannt. Zwei Pflänzchen konnte ich mehr schlecht als recht retten, die jedoch die Blüten- und damit die Gurkenproduktion inzwischen eingestellt haben. Der dritte Satz Gurken ist dann gar nicht erst gekeimt. Mit Zucchini und Kürbissen hatte ich in diesem kalten, nassen Frühjahr und Frühsommer auch kein Glück - Frost, Sonnenbrand und schließlich die Schnecken haben die eigene Nachzucht völlig vernichtet. 

Jetzt hoffe ich noch auf einen Hokkaido und je eine gelbe und eine grüne Zucchinipflanze, die ich zugekauft habe, bereits abgehärtet und groß genug, um den Schnecken zu trotzen. Ich lege taktisch abgeschnittenes Grünzeug rund um die Pflanzen in der Hoffnung, dass die Schnecken das eher fressen und dann meine Pflänzchen verschonen. Naja, man kann ja hoffen. Da ich mir organisches Gärtnern zum Prinzip gemacht habe, verzichte ich auf Schneckenkorn und Absammeln und dann mit der Schere durchschneiden finde ich nicht nur ekelig sondern auch ethisch fragwürdig. 


Czech Black, die wirklich tiefschwarz ist 
Die Tomaten, die zunächst alle gekeimt hatten und im Wintergarten zu kräftigen, gesunden Pflanzenkindern herangewachsen waren, zickten in der Tomatenpubertät ganz schön rum - zu kalt, zu nass, zu wenig Sonne, die Nährstoffe waren den Pflanzen ebenfalls nicht genehm... So ein Tomatenteenager ist eben ganz schön anspruchsvoll. Inzwischen sind sie aber aus dem Gröbsten raus, bis auf zwei oder drei Pflanzen haben sie das Gezicke eingestellt und festgestellt, dass die "Pflanzeneltern" eben doch das beste für sie wollen und haben angefangen zu wachsen und Früchte zu produzieren. Heute abend gab es die erste reife Tomate, eine Maskotka, die als Buschtomate im besonders geschützten Winkel zwischen Wintergarten und Hauswand an der Südseite steht. 
Ähnlich erging es dem Herrn Gärtner mit seinen Chilipflanzen, die jetzt aber auch so langsam in die Strümpfe kommen und Früchte bilden. 
Küchenkräutergarten - Rechts im Bild kann man die einzelne
reife Tomate erahnen. 



Möglicherweise Symphonie - oder Hummi Praline? Oder doch
was ganz anderes? Liebe Frau Nachbarin, bitte hilf mir auf die
Sprünge!
Erdbeeren! 5 -6 laufende Meter Erdbeeren liefern eine ganze Menge Früchte - völlig ausreichend um zwei Personen jetzt seit gut zwei Wochen regelmäßig mit leckeren Erdbeeren zu versorgen. Yummy - und wir haben immer noch nicht genug davon! Welche Sorten es sind weiß ich nicht mehr - die Schilder haben sich selbständig gemacht. Oder waren das etwa auch die Schnecken? Zum Glück gibt's bei den Nachbarn die gleichen Sorten. 

Nachtrag: Wie gut ist's den Blog gleichsam als Nachschlagewerk zu haben... am 30. Juli 2012 habe ich geschrieben "Ausgesucht habe ich als frühe Sorte "Honeoye" und als späte Sorte "Symphonie", in der Hoffnung eine möglichst lange Ernteperiode zu haben". Hey, hat ja geklappt!

Zum Schluss noch die jungen Möhren, die ich beim Ausdünnen gezogen habe - eine "Harlekin"-Mischung verschiedenfarbiger Möhren. 


Aber bald gibt's auch noch Erbsen, Kohlrabi, Blumenkohl und Sellerie, Knoblauch und Zwiebeln. Und wenn dann noch die Tomaten und die Zucchini und die Kürbisse kommen... Ach ick freu mir schon!


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen