Sonntag, 19. August 2012

Japanisch inspirierte Ecke

Ich möchte ja nicht von einem japanischen Gartenteil sprechen, denn dazu ist unsere Gartenecke dann doch ersten zu klein und zweitens gehören dazu doch zu viele "Formalia", an die wir uns nicht unbedingt gehalten haben.

Die Idee entstand schon in der ersten Planungsphase des Gartens. Wir wollten ein japanisch inspiriertes Kiesbeet vor der Garagenwand des Nachbarn anlegen. Unser Gartenbauer hatte dann die Idee, dies entlang des Gartenweges anzulegen, was uns erst mal gut gefiel. Der Gedanke war, dass der Weg sich dann durch ein Kiesbeet schlängeln würde. Allerdings ist der Streifen auf der einen Seite, direkt am Haus nur ca. 40 cm breit, auf der anderen Wegseite hätten wir ca. 1 Meter gehabt.



In diesem Fall muss ich sagen, dass es für uns Glück war, dass der Gartenbauer so langsam gearbeitet hat - nachdem wir den Rasen angesät hatten und den entsprechenden Streifen ausgelassen hatten, gefiel mir die Idee immer weniger. Es hätte bedeutet, dass wir die japanischen Elemente wie an einer Perlenschnur hätten aufreihen müssen - nicht schön. Außerdem stellten wir im Laufe des Julis fest, dass die Ecke, in der eigentlich das Rosenbeet entstehen sollte, jetzt schon mindestens den halben Tag Schatten hat. Also haben wir mal fix umgeplant: Rosenbeet auf die andere Seite, neben das Gemüsebeet mit ausreichend Sonne, Kiesbeet in die andere Ecke. Der Gartenbauer lieferte uns den Kies, den der Herr Gärtner dann verteilen wollte.

Wichtig war uns, dass wir unseren inzwischen gut 1,60 m hohen roten Ahorn schön präsentieren konnten. Den habe ich mit einem zweiten Exemplar vor sechs Jahren als mickrigen Dreitrieber im "Winterschlussverkauf" aus der Restepflanzenecke eines Gartencenters gerettet und dann einige Jahre im Kübel und später im Beet gepäppelt. Es war klar, dass er mit umziehen musste. (Den Zwilling haben wir in Kolenfeld gelassen, denn er steht dort auf dem Grab unseres Katers Tarragon.)
Außerdem war klar, dass wir ein Wasserspiel und eine japanische Laterne haben wollten. Es bot sich an, den hässlichen Holzzaun des Nachbarn mit Bambus zu verdecken. Fargesia murielae "Flamingo" bildet keine Ausläufer, wird ca. 2,5 - 3 Meter hoch und lässt sich gut schneiden. Im Moment sind die Pflänzelein allerdings noch klein und werden noch ein wenig brauchen, bis sie so groß sind.

Nachdem wir also mehrfach bei den zwei Anbietern für asiatischen Gartenbedarf hier in der Gegend geguckt und und entschieden hatten, was wir denn haben wollen, ging es los. Mehrere Stein- und Pflanzentransporte später war alles hier und der Herr Gärtner hat die Ecke weitgehend im Alleingang gestaltet. Ich habe hier und da kleinere Handlangertätigkeiten machen können, denn es war teilweise ganz schöne Knochenarbeit: Umgraben, Steine schleppen, Kies aufladen und verteilen....

Als Vorbereitung wurde die Gründüngung gemäht und der Boden umgegraben, anschließend ein bisschen "Terraforming" betrieben, denn es sollte leichte Hügel - für den Ahorn und die Laterne - geben und vor den Bambussen ein leicht tieferliegendes "Bachbett" laufen.

Auf diesem Foto sieht man die ungefähr Form, die das Beet haben sollte. Die Fargesien sind schon eingepflanzt, wobei in die Pflanzlöcher jeweils etwas Pflanzerde zugegeben wurde, um den Bambussen das answachsen zu erleichtern. Der Aushub diente als Grundlage für den Monte Ahorn.

Dann hat der Herr Gärtner ein Loch für den Brunnen gegraben, also für das GFK-Becken, in dem die Pumpe steht.





Hier ist der Ahorn endlich eingepflanzt und sowohl der
Quellstein als auch der zweite Fels platziert. 
Der Herr Gärtner bei der Arbeit - Bambus pflanzen. Die drei Stäbe zeigen,
wo der Bambuszaun stehen wird.

Ach nein, vor dem Kies musste natürlich die Folie ausgelegt und der
Strom verlegt und angeschlossen werden, damit...
der Quellstein sprudeln und leuchten kann.  
Alles gepflanzt, jetzt fehlt doch nur noch der Kies. 
Außerdem fehlte noch die Rasenkante, die aus unseren Pflastersteinen besteht, 
Und der Bambuszaun, der dem Bereich einen Rahmen geben soll und den
Gartenraum vom Rest abtrennt. 

Auch auf der anderen Seite. 



Die Bezwingung des Laternenhügels... geschafft!
Der Kies ist verteilt, die Ecke fast fertig. 
Fertig! 
Ausruhen im Schatten!
Wir danken... Maik, der uns den Strom angeschlossen hat, der freundlichen Verkäuferin bei Moredi Zen-Steingarten in Hagenburg, die uns so freundlich beraten und uns vor einem Wolkenbruch gerettet hat und dem Bambus-Informationszentrum in Lehrte ebenfalls für die nette, kompetente Beratung.

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