Montag, 30. Juli 2012

Unkraut, Recycling und Fotos


Duftwicken vor blauem Himmel


In der letzten Woche sind er Herr Gärtner und ich jeden morgen früh aufgestanden - wir haben Ferien, möchte ich betonen - um uns dem Unkraut in unserem zu entstehenden Blumenrasen zu widmen. Morgens liegt ein großer Teil unseres Grundstücks noch im Schatten, so dass wir bei den tagsüber vorherrschenden Temperaturen von ca. 30°C  zu dieser Zeit noch Unkraut reißen konnten. Das Ergebnis siehe hier:

Montag, 23. Juli 2012

Rasen? Ich könnte rasen!

Vor nun gut 3,5 Wochen haben wir unseren "Rasen" ausgesät. Da wir aber keinen grünen Teppich haben wollten sondern es - im Gegensatz zu ca. 60 Mio. anderen Deutschen - total schön finden, wenn unser Rasen eher einer Blumenwiese gleicht, haben wir uns entschieden, diese Blumenrasenmischung von Strickler auszusäen.


Ein Blumenrasen ist im Gegensatz zur Blumenwiese in bestimmtem Rahmen belastbar und wird auch häufiger gemäht. Aber so ca. 6 - 8 x im Jahr reichen. Freut sich der Herr Gärtner, denn Rasenmäher war und ist sein Metier. Neben Gräsern sät man eine Reihe ausdauernder Stauden mit aus, die gemeinhin als "Unkraut" bezeichnet werden (Kriechender Günsel, versch. Löwenzahne, Gänseblümchen... das ganze "Kroppzeug" eben), die wir aber als gewollt in unserem Rasen akzeptieren werden. Auf der Seite der Fa. Stricker gibt es einen interessanten Artikel dazu.

So weit die Theorie.


Nicht nur, dass am Tag nach der Aussaat die Sintflut über uns hereinbrach und die mühselig ausgebrachten und festgewalzten Samen in freundlichen Pfützen zusammen spülte, was den Herrn Gärtner beinahe dazu brachte, alles noch mal umzugraben und neu auszusäen, nein, leider kommen neben den gewollten Wildkräutern jetzt auch einige definitiv nicht gewollte Unkräuter hoch. Frei nach dem Motto "Unkraut ist, was ich nicht in meinem Garten haben will" habe ich jetzt einen dichten Bestand an Unkräutern - Quecke, Gelbsenf, Ackermelde und Ackerwinde - zwischen den zarten Grashalmen und gerade aufkeimenden Blümchen.

Das bringt mich zum einen zum Rasen, zum anderen zu der Überlegung, was man im naturnahen Garten, wenn Spritzen keine Alternative ist, gegen Unkraut nach obiger Definition tun kann.

Montag, 16. Juli 2012

Pflanzenversand

Warum sollte man eigentlich Pflanzen über einen Katalog oder aus dem Internet bestellen wurde ich heute gefragt. Mit dem Thema Pflanzenversand habe ich mich in den letzten Tagen etwas intensiver auseinandergesetzt, da wir einige Dinge haben wollen, die wir lokal nicht kaufen können - keine der hiesigen Baumschulen will uns z.B. eine stachelarme rote Stachelbeere verkaufen.

Ich gebe zu, Pflanzen im Internet zu bestellen, ist ein zweischneidiges Schwert. Immerhin gibt es unzählige Anbieter - Generalisten und Spezialversender. Man kann natürlich vorher nicht wissen, ob man für sein Geld Qualität bekommt oder mickrige Pflänzlein, die nach der ersten kalten Nacht die Blätter hängen lassen oder nach dem zweiten Sonnenstrahl vertrocknet sind. Schließlich kann ich die Pflanzen nicht vorher ansehen. Katalog- bzw. Internetbilder sind geduldig.

Das ist der große Vorteil der regionalen Baumschulen und sogar von Baumärkten - hier sehe ich, was ich bekomme. Ich sehe die Pflanze, kann entscheiden ob mir die Farbe zusagt, ob der Wuchs stimmt und wie gut der Ballen durchwurzelt ist. Teurer ist es auch nicht unbedingt, jedenfalls nicht, wenn man mit einem qualitativ guten Pflanzenversand vergleicht.

Was aber die Onlineversender ausmacht, ist die Auswahl. Wenn ich eine bestimmte Rosensorte will, die vielleicht nicht so häufig vermehrt wird, muss ich mich an einen Pflanzenversender wenden, da ich in meiner Umgebung keine Rosenbaumschule habe. Auch um an Exoten zu kommen, ist der Versand oft die einzige Möglichkeit. Oder eben die Stachellose Stachelbeere, Erdbeeren in Sorten oder der weiße Lavendel...

Ich nutze in der Regel beides. Ich liebe es, in Katalogen zu stöbern, aber noch viel mehr liebe ich es, durch die Baumschulen zu schlendern und mich inspirieren zu lassen durch Farben, Formen und Düfte. Das fehlt dem Internet und dem Katalog. Da kann ich zwar auch träumen, aber das Bild einer Pflanze wird doch sehr durch das Katalogbild geprägt.