Mittwoch, 16. November 2011

Zurück aus der Versenkung - Verspäteter Bericht über die Hausabnahme

Hallo, hier bin ich wieder. Nein, die Abnahme verlief total zufriedenstellend, aber in den Tagen danach haben wir mehrere Tage bis tief in die Nacht gearbeitet, um das Haus bezugsfertig zu bekommen.

Aber der Reihe nach: 

Am Morgen der Hausabnahme strahlte der Himmel und spiegelte meine Laune wider. Bauleiter und Gutachter warteten schon auf uns und so begannen wir, das Haus akribisch abzugehen. Der Gutachter fand hier und da einige Stellen die der Nachbesserung bedürfen aber insgesamt nichts Gravierendes. Aufgrund seiner Akribie, mit der er aber auch kleine Details erkannte, sind wir froh in dabei gehabt zu haben. Insbesondere das Abklopfen der Fliesen trug zur Erheiterung des Bauherrn und mir bei, da er dabei ein technisch ausgereiftes Werkzeug benutzte, um lockere oder schlecht verklebte Fliesen zu finden: Einen Zollstock, oder, wie ich inzwischen gelernt habe: einen Gliedermessstab.

Im Laufe der Begehung wurde ein 4-seitiges Protokoll aufgenommen, das wir am Ende unterschrieben und uns zur Zahlung der Endrechnung verpflichtete, abzüglich eines Einbehalts, der erst zahlbar wird, wenn der Sanitärer alle Arbeiten abgeschlossen und die Zimmerei endlich die seit August bekannten Lücken am Giebel schließt. (Gestern waren die Lücken tatsächlich verschlossen und auch die Sanitärer haben uns inzwischen die richtigen Sanitärobjekte eingebaut - jetzt hängt ihre Arbeit nur noch an einer Steckdose für die Pumpe der Solaranlage, die der Elektriker vergessen hat zu setzen. Also ist dann wohl auch der Einbehalt bald fällig.)

Wir erfuhren außerdem, dass der BloweDoor-Test zwar angefangen, dann abgebrochen wurde, weil es an dem Tag zu windig war und daher keine aussagekräftigen Messergebnisse möglich waren. Auch dieser ist inzwischen nachgeholt, mit einem Ergebnis, das selbst den Fachmann erstaunte. Der gemessene Wert liegt bei 0,23 (in welcher Einheit auch immer), ein durchschnittlicher Wert unserer Baufirma liegt wohl bei 1,2 und der Grenzwert wäre 3 gewesen. Die Suche nach Lecks ergab, dass wir tatsächlich ein messbares hatten: das Schlüsselloch der Terassentür! Alles andere ist dicht. Der Bauherr hat mir erklärt, dass der Wert die Luftaustauschrate zwischen außen und innen ist und das unser Wert bedeutet, dass es 4 Stunden dauert, bis die gesamte Luft des Innenraums durch neue Luft von außen ausgetauscht ist.

Beeindruckend war das Tempo, in dem die einzelnen Gewerke ihre Nachbesserungsarbeiten erledigt haben. Es sind ja erst 1 1/2 Wochen vergangen, aber im Prinzip können wir bis auf wenige Punkte alles abhaken.

Was (Stand 15.11.) noch zu erledigen ist:


  • Reinigung von Fenstern, Böden und Objekten
  • Prüfung der gereinigten Fenster auf Kratzer bzw. Schadstellen
  • Türzargen versiegeln
  • Deckendurchbrüche im HWR schließen
  • Froschklappe am RW-Rohr und Befestigung
  • Abdeckleiste am Giebel des Vordachs
  • Dunstrrohrstein liefern


Nicht mehr viel, oder? Ich würde mal sagen, das Haus ist bewohnbar!

Über unsere Supererfahrungen (Achtung - Ironie-Tag an!) mit den Eigenleistungen berichte ich in einem anderen Posting!


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