Mittwoch, 16. November 2011

Das geht doch schnell...

Nein, bitte... glaubt diese Worte nicht, wenn ihr sie in Bezug auf Ausbauarbeiten im Haus hören solltet. Da geht nichts schnell. Zumindestens nicht bei uns. Ich gebe zu, wir sind beide nicht die geborenen Handwerker, aber ich behaupte eigentlich von mir, immerhin keine zwei linken Hände zu haben. Trotzdem haben sowohl das Tapezieren des Badezimmers im OG als auch das Verlegen des Korkparketts ewig gedauert.

Am Tag der Hausabnahme haben wir "noch eben schnell" das Badezimmer grundiert. Vorher mussten wir aber noch Tapezierbedarf kaufen, da am nächsten Tag meine Schwiegereltern kommen und uns beim Tapezieren helfen wollten. Also, Hausabnahme bis ca. 12.30 Uhr, dann schnell zu Hammer, dann das grundieren. Ach nein, vor dem Grundieren mussten wir natürlich noch meiner Lieblingsbeschäftigung nachgehen: Abkleben! Kurz und gut, das Grundieren der Wände mit weißer Farbe dauerte, da auf dem Gipskarton zwei Farbaufträge nötig waren, deutlich länger als erwartet.

Das Tapezieren war auch nicht mal eben so nebenbei gemacht. Wir waren zu viert und haben für den einen Raum 9 (in Worten: NEUN!!!) Stunden gebraucht. Ich gebe zu, arbeiten konnten immer nur zwei und das Badezimmer hat dann doch einige Ecken und Winkel mehr als man so denkt.

Ecken und Winkel haben auch das Verlegen des Korkfußbodens deutlich verzögert. Ich hatte ja dem Bauherrn vorgeschlagen, die 1000 Euro dann auch noch zu bezahlen und uns dafür ein entspannteres Wochenende zu "erkaufen", zumal sich bei mir die Arbeit stapelt, ich meinen Schülern vor lauter nicht zurückgegebenen Dingen kaum noch Entschuldigungen entgegen zu bringen habe und auch die Wohnung aussieht wie ein Saustall. Vom Garten, der unter einer dicken Schicht Walnusslaub erstickt ganz zu schweigen. Aber der Bauherr war nicht davon abzubringen. "Das schaffen wir schon. Soviel ist das doch gar nicht. Und das Verlegen geht doch ganz schnell..."

Ergebnis: Samstag, Sonntag und der gestrige Abend sind komplett jeweils bis spät in die Nacht drauf gegangen. Jetzt fehlen "nur" noch einige Bahnen im Schlafzimmer, die wir aber nur deswegen nicht legen konnten, weil uns das Material ausgegangen war. Durch unsere vielen Ecken und Wickel hatten wir einfach zu viel Verschnitt und die 2 Extrapakete, die der Bauherr angefordert hatte, waren nicht mitgeliefert worden.

Inzwischen sagt auch der Bauherr, dass, wenn er vorher gewusst hätte, dass es so lange dauert, er auch über einen Verlegeservice nachgedacht hätte. Trotzdem, an dieser Stelle ein ganz ganz großes Dankeschön an Jan und Kathi: Ohne euch hätte ich nach zwei Stunden aufgegeben. Danke für eure Hilfe und vor allem auch für eure Motivation! 

Aber trotz all dem Gemeckere: Es hat sich gelohnt, sowohl das Badezimmer als auch der Fußboden sehen einfach großartig aus! Fotos gibt's später, jetzt feiern wir erst mal Geburtstag!

PS: Noch eine kleine Spitze gegen den Bauherrn: Ob das mit dem Kisten packen auch "so schnell" geht, wie du denkst (Diese Aufgabe gehört zum Anforderungsberiech 3: Transfer!).

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen