Sonntag, 27. November 2011

Die Telekomiker...

Wie kann man eigentlich ein Baugebiet erschließen, in dem ca. 40 Bauplätze liegen und nachdem 8 Häuser stehen, stellt die Telekomik fest, dass es keine freie Leitung für das 9. Haus mehr gibt?

Das Drama fing harmlos an, eher mit einer guten Nachricht. Der Bauherr beantragte das Entertain-Paket und nur ein paar Tage später bekamen wir die Nachricht "Es freut uns... DSL X-Tausend ... blablabla... Entertain... Paket in den nächsten Tagen". Wir haben uns mit den Telekomikern gefreut, allerdings nur ein paar Tage.

Eigentlich müsste der Bauherr die Geschichte erzählen, denn er hat die ganzen Telefonate geführt und immer wieder nachgehakt. Als nämlich das Paket "nach ein paar Tagen" nicht kam, hängte er sich mal wieder in die Warteschleife, um mal nach zu fragen, wo denn sein Paket bliebe und ob es denn vielleicht schon an die neue Adresse gegangen sei.

Nein, erfuhr er, das Paket sei noch nicht rausgegangen, denn man wüsste ja noch gar nicht, ob wir denn auch tatsächlich das gewünschte Entertain-Paket bekommen könnten, man müsse erst noch einmal die Leitungen durchmessen. Das würde aber erst am 24.11.2011 möglich sein. Na gut, dachten wir, 24.11. ist ja noch vor dem Umzug, dann klappt das schon noch.

Am 24.11. der nächste Anruf in der Warteschleife. Ja, die Leitung sei durchgemessen worden. Naja, sozusagen. Man hätte festgestellt, dass gar keine Leitung mehr frei sei. Als der Bauherr nachhakte, ob sie einen Port im Umschaltkasten meinten, war man sich nicht mehr so sicher. Es würde wohl eher eine physikalische Leitung fehlen, die erst noch gelegt werden müsste.
Der Bauherr fragte dann nach, wie man sich es denn vorstellen würde, wir wären beruflich auf's Telefon angewiesen und insbesondere auch auf's Internet. Da solle er sich keine Sorgen machen, wir würden auf Kosten der Telekom ein Prepaid-Card für's Handy und einen Surfstick bekommen, müssten die nur dann wieder zurückschicken, wenn wir einen Festnetz-Anschluss bekommen. Von Fernsehen war keine Rede, aber gut, da kann man ja drauf verzichten, es gibt ohnehin nur Schrott. Und Serien gibt's auch auf DVD.

Gestern kam die Prepaid-Card mit dem sagenhaften Guthaben von 10 Euro. Wie lange das wohl hält... Warten wir mal noch auf den Surfstick.

Ich bin gespannt, wie das mit unserem Telefonanschluss weitergeht und ob wir in diesem Jahr noch einen Anschluss bekommen oder erst im nächsten...

Samstag, 26. November 2011

Einzugsfertig...

Der Blick aus dem Arbeitszimmer am letzten Mittwoch. Man konnte kaum 50 Meter weit schauen. Echtes Novemberwetter eben. Passte auch zu meiner Stimmung der letzten Tage. Ich schiebe ein bisschen Panik vor dem Umzug. Warum, kann ich gar nicht sagen. Es ist ja nicht so, dass ich nicht schon ca. 6 Mal umgezogen bin. Und diesmal habe ich sogar jemanden, der den Umzugswagen fährt. Nur steht vor dem Umzug noch das Entrümpeln - und in den letzten 6 Jahren hat sich einiges angesammelt. 

Aber eigentlich gab es keinen Grund zum Trübsal blasen, denn im Haus ist inzwischen eigentlich alles soweit, dass wir einziehen können: Der Maler hat seine Arbeit beendet, die Reinigungsfirma war im Haus und hat hat die Fenster, Boden, Türen etc. geputzt. Nur  im Erdgeschoss werde ich wohl noch einmal wischen müssen. 

Der Bauherr hat diese Woche auch die Fußleisten fertig montiert - Kleben statt Bohren ;-), ging deutlich schneller und sieht auch ganz gut aus. Da wir keine zum Boden passenden Fußleisten finden konnten, haben wir uns für weiß entschieden, passend zu den Türen. Heute habe ich dann noch die Stellen, wo das mit der Gehrung nicht 100% geklappt hat und auch die Aussparungen zwischen Türrahmen und Parkett mit weißem Silikon versiegelt. Während dessen hat der Bauherr gemeinsam mit einem Freund die Duschtür für das Bad im OG montiert. Sieht richtig gut aus.

Vorher haben wir den Wagen, mit dem wir die Duschtür abgeholt haben, genutzt um schon mal einige Gartenmöbel rüber zu fahren, damit wir uns darum nächste Woche nicht auch noch kümmern müssen.

Wenn dann am Dienstag die Küche und er Ofen kommen und die IKEA-Lieferung und unser Bauunternehmen uns hilft, den Briefkasten zu montieren, dann ist wirklich alles fertig!!!


Gerade machen die über uns wieder ihre schreckliche Musik an, man hat den Eindruck, dass sie ihre Boxen hier bei uns im Wohnzimmer stehen haben. Ab in einer Woche muss ich das NIE WIEDER ertragen! Das ist doch ein weiterer Grund sich freuen, oder ;-)


Montag, 21. November 2011

Fehlende Fotos


Sieht doch schon ganz einladend aus, oder?

Hier sind die schon vor ein paar Tagen versprochenen Fotos:

Die Duschen oben und unten:

Oben
Unten


Und der Fußboden, in langer, akribischer Arbeit verlegt, hier auf den Fotos noch nicht ganz fertig... Inzwischen sind auch die Fußleisten dran, bis auf zwei Ecken, wo die Gehrungssäge streikt (135° Außenwinkel am Schornstein).
Schlafzimmer

Die hintere Ecke hat noch mal einen ganzen
Abend gekostet. 


Gerade durch ins Arbeitszimmer




Galerie, oder, wie der Raum seit neuestem heißt: Lounge ;-) 




































Mittwoch, 16. November 2011

Das geht doch schnell...

Nein, bitte... glaubt diese Worte nicht, wenn ihr sie in Bezug auf Ausbauarbeiten im Haus hören solltet. Da geht nichts schnell. Zumindestens nicht bei uns. Ich gebe zu, wir sind beide nicht die geborenen Handwerker, aber ich behaupte eigentlich von mir, immerhin keine zwei linken Hände zu haben. Trotzdem haben sowohl das Tapezieren des Badezimmers im OG als auch das Verlegen des Korkparketts ewig gedauert.

Am Tag der Hausabnahme haben wir "noch eben schnell" das Badezimmer grundiert. Vorher mussten wir aber noch Tapezierbedarf kaufen, da am nächsten Tag meine Schwiegereltern kommen und uns beim Tapezieren helfen wollten. Also, Hausabnahme bis ca. 12.30 Uhr, dann schnell zu Hammer, dann das grundieren. Ach nein, vor dem Grundieren mussten wir natürlich noch meiner Lieblingsbeschäftigung nachgehen: Abkleben! Kurz und gut, das Grundieren der Wände mit weißer Farbe dauerte, da auf dem Gipskarton zwei Farbaufträge nötig waren, deutlich länger als erwartet.

Das Tapezieren war auch nicht mal eben so nebenbei gemacht. Wir waren zu viert und haben für den einen Raum 9 (in Worten: NEUN!!!) Stunden gebraucht. Ich gebe zu, arbeiten konnten immer nur zwei und das Badezimmer hat dann doch einige Ecken und Winkel mehr als man so denkt.

Ecken und Winkel haben auch das Verlegen des Korkfußbodens deutlich verzögert. Ich hatte ja dem Bauherrn vorgeschlagen, die 1000 Euro dann auch noch zu bezahlen und uns dafür ein entspannteres Wochenende zu "erkaufen", zumal sich bei mir die Arbeit stapelt, ich meinen Schülern vor lauter nicht zurückgegebenen Dingen kaum noch Entschuldigungen entgegen zu bringen habe und auch die Wohnung aussieht wie ein Saustall. Vom Garten, der unter einer dicken Schicht Walnusslaub erstickt ganz zu schweigen. Aber der Bauherr war nicht davon abzubringen. "Das schaffen wir schon. Soviel ist das doch gar nicht. Und das Verlegen geht doch ganz schnell..."

Ergebnis: Samstag, Sonntag und der gestrige Abend sind komplett jeweils bis spät in die Nacht drauf gegangen. Jetzt fehlen "nur" noch einige Bahnen im Schlafzimmer, die wir aber nur deswegen nicht legen konnten, weil uns das Material ausgegangen war. Durch unsere vielen Ecken und Wickel hatten wir einfach zu viel Verschnitt und die 2 Extrapakete, die der Bauherr angefordert hatte, waren nicht mitgeliefert worden.

Inzwischen sagt auch der Bauherr, dass, wenn er vorher gewusst hätte, dass es so lange dauert, er auch über einen Verlegeservice nachgedacht hätte. Trotzdem, an dieser Stelle ein ganz ganz großes Dankeschön an Jan und Kathi: Ohne euch hätte ich nach zwei Stunden aufgegeben. Danke für eure Hilfe und vor allem auch für eure Motivation! 

Aber trotz all dem Gemeckere: Es hat sich gelohnt, sowohl das Badezimmer als auch der Fußboden sehen einfach großartig aus! Fotos gibt's später, jetzt feiern wir erst mal Geburtstag!

PS: Noch eine kleine Spitze gegen den Bauherrn: Ob das mit dem Kisten packen auch "so schnell" geht, wie du denkst (Diese Aufgabe gehört zum Anforderungsberiech 3: Transfer!).

Zurück aus der Versenkung - Verspäteter Bericht über die Hausabnahme

Hallo, hier bin ich wieder. Nein, die Abnahme verlief total zufriedenstellend, aber in den Tagen danach haben wir mehrere Tage bis tief in die Nacht gearbeitet, um das Haus bezugsfertig zu bekommen.

Aber der Reihe nach: 

Am Morgen der Hausabnahme strahlte der Himmel und spiegelte meine Laune wider. Bauleiter und Gutachter warteten schon auf uns und so begannen wir, das Haus akribisch abzugehen. Der Gutachter fand hier und da einige Stellen die der Nachbesserung bedürfen aber insgesamt nichts Gravierendes. Aufgrund seiner Akribie, mit der er aber auch kleine Details erkannte, sind wir froh in dabei gehabt zu haben. Insbesondere das Abklopfen der Fliesen trug zur Erheiterung des Bauherrn und mir bei, da er dabei ein technisch ausgereiftes Werkzeug benutzte, um lockere oder schlecht verklebte Fliesen zu finden: Einen Zollstock, oder, wie ich inzwischen gelernt habe: einen Gliedermessstab.

Im Laufe der Begehung wurde ein 4-seitiges Protokoll aufgenommen, das wir am Ende unterschrieben und uns zur Zahlung der Endrechnung verpflichtete, abzüglich eines Einbehalts, der erst zahlbar wird, wenn der Sanitärer alle Arbeiten abgeschlossen und die Zimmerei endlich die seit August bekannten Lücken am Giebel schließt. (Gestern waren die Lücken tatsächlich verschlossen und auch die Sanitärer haben uns inzwischen die richtigen Sanitärobjekte eingebaut - jetzt hängt ihre Arbeit nur noch an einer Steckdose für die Pumpe der Solaranlage, die der Elektriker vergessen hat zu setzen. Also ist dann wohl auch der Einbehalt bald fällig.)

Wir erfuhren außerdem, dass der BloweDoor-Test zwar angefangen, dann abgebrochen wurde, weil es an dem Tag zu windig war und daher keine aussagekräftigen Messergebnisse möglich waren. Auch dieser ist inzwischen nachgeholt, mit einem Ergebnis, das selbst den Fachmann erstaunte. Der gemessene Wert liegt bei 0,23 (in welcher Einheit auch immer), ein durchschnittlicher Wert unserer Baufirma liegt wohl bei 1,2 und der Grenzwert wäre 3 gewesen. Die Suche nach Lecks ergab, dass wir tatsächlich ein messbares hatten: das Schlüsselloch der Terassentür! Alles andere ist dicht. Der Bauherr hat mir erklärt, dass der Wert die Luftaustauschrate zwischen außen und innen ist und das unser Wert bedeutet, dass es 4 Stunden dauert, bis die gesamte Luft des Innenraums durch neue Luft von außen ausgetauscht ist.

Beeindruckend war das Tempo, in dem die einzelnen Gewerke ihre Nachbesserungsarbeiten erledigt haben. Es sind ja erst 1 1/2 Wochen vergangen, aber im Prinzip können wir bis auf wenige Punkte alles abhaken.

Was (Stand 15.11.) noch zu erledigen ist:


  • Reinigung von Fenstern, Böden und Objekten
  • Prüfung der gereinigten Fenster auf Kratzer bzw. Schadstellen
  • Türzargen versiegeln
  • Deckendurchbrüche im HWR schließen
  • Froschklappe am RW-Rohr und Befestigung
  • Abdeckleiste am Giebel des Vordachs
  • Dunstrrohrstein liefern


Nicht mehr viel, oder? Ich würde mal sagen, das Haus ist bewohnbar!

Über unsere Supererfahrungen (Achtung - Ironie-Tag an!) mit den Eigenleistungen berichte ich in einem anderen Posting!


Samstag, 5. November 2011

Der Abend vor der Abnahme

Diese Woche ist noch mal richtig viel passiert am Haus. Wenn ich meine Liste anschaue, die ich am Montag geschrieben habe, dann kann ich nur sagen: Hut ab. Es ist alles erledigt - bis auf die Endreinigung. Sogar das Carport wurde gestern und heute noch aufgestellt.

Wir haben seit Dienstag eine tolle Treppe. Keine Leiter mehr :-) Wenigstens nicht in unserem Haus. Der Tiefbauer schüttete die Auffahrt bzw. den Carportbereich noch weiter auf.

Mittwoch dann doch noch ein Kataströpchen: Die Sanitärfirma war da und hat die Badobjekte eingebaut. Erwartungsfroh stürmte ich also nachmittags noch schnell auf die Baustelle - es wird jetzt ja so früh dunkel, dass man froh sein muss, noch im Hellen gucken zu können - und dort direkt ins Bad. Schon auf den ersten Blick stellte ich fest, dass man uns die falschen Waschbecken, WC-Schüsseln und Armaturen eingebaut hat. Irgendwo gab es ein Kommunikationsproblem zwischen unserer Bau- und der Sanitärfirma. Dort ist von unserem "Upgrade" nie etwas angekommen.
Der Bauherr, der vorher schon mal im Haus war, hatte zwar festgestellt, dass die Handtuchheizkörper fehlten, die falschen Waschbecken sind ihm nicht aufgefallen. MÄNNER!

Wie auch immer, die Herren trugen es mit Fassung, nur ich schaute wohl etwas entsetzt. Die anderen "Objekte" sind inzwischen bereits bestellt und werden hoffentlich zeitnah installiert. Das Dumme ist, dass wir nun immer noch kein benutzbares WC haben sondern weiterhin das Dixieland draußen aufsuchen müssen.

Gestern wurde tatsächlich noch das Carport auf- und heute fertiggestellt - es ist riesig und leider nicht weiß, aber das ist eine andere Geschichte - und seit heute hat das Haus auch Türen. Damit ist es weitgehend fertig.

Und in nicht einmal mehr 9 Stunden ist Bauabnahme. Daher muss ich jetzt ins Bett.


Deswegen diesmal ohne großartige Formatierung noch schnell die Bilder der Woche (keine Bilder vom Bad, das lohnt ja noch nicht!): 


Treppe unten
Treppe oben

Der Flur, jetzt mit Türen
Straßenansicht
Blick durch das Baugebiet zu unserem Haus