Samstag, 1. Oktober 2011

Samstag morgens auf der Baustelle...

erwartet man ja nicht wirklich irgendwelche Handwerker. Besonders nicht, da in den letzten drei Wochen im Haus wegen des immer noch trocknenden Estrichs nicht wirklich viel passiert ist. Umso verwunderter waren wir, dass dort nicht nur der Tiefbauer sondern auch der Elektriker am Arbeiten waren.

Der Tiefbauer hat die unsere Schmutzwasserrohre an den Schacht angeschlossen und hat dabei prompt das Stromkabel - ich glaube es ist die 6KV-Leitung, die vor dem Haus lang geht und über die wir seit Baubeginn sprechen - mit dem Bagger gefunden. Zum Glück kam es nicht zur Katastrophe, denn das Kabel war ordnungsgemäß verlegt worden, so dass der Bagger auf die Plastikabdeckung stieß und nicht das Kabel zerriss.



Am Dienstag sollen dann die Hausanschlüsse kommen - man darf gespannt sein.

Der Elektriker gönnte uns heute den Sicherungs- und Zählerkasten, extragroß, um auch einen etwaigen zweiten Zähler für die Photovoltaikanlage, über die wir noch nachdenken, aufnehmen zu können. Außerdem bohrte er heute mit seinem Azubi die Löcher für Steckdosen und Lichtschalter in den Putz. Was ihn allerdings geritten hat, in Wohnzimmer und Küche die gesamte Schalter-/Steckdoseninstallation sowohl rechts als auch links von der Tür zu machen, ist mir ein Rätsel.
Außerdem sind wir nicht zufrieden mit der Art und Weise, wie er unsere Türrahmen und den Putz zerlöchert und in meinen Augen recht stümperhaft wieder zugegipst hat. Das hätte selbst ich besser gekonnt. Andere Wände hat er mit seinen Glyphen bzw. Notizen verziert. Ich hoffe, das ist einfach überstreichbar.








Das wird am Dienstag sicherlich Thema beim Gespräch mit dem Bauleiter sein. Leider haben wir das erst gesehen als der Elektriker schon wieder weg war, da wir draußen mit anderen Dingen beschäftigt waren.


Das Holz kommt aus der Weide, ist aber lange nicht alles. Und die
Äste der Hasel dahinter sind inzwischen auch ab. 
Wir haben das Supersommerwetter genutzt um die Außenanlagen weiter auf Vordermann zu bringen: Die Hecke zu den Nachbarn, wo übrigens der Bau gestern ebenfalls begonnen hat, sollte heute eine neue Form bekommen. Bei brütender Hitze und in sengender Sonne - der Bauherr muss sich um seine CHilizucht im Zukunft keine Sorge mehr machen, eher ich mir um meine geliebten Schattenecken mit Funkien, Hortensien und Waldmeister - haben wir zu viert gewuppt und geackert. Die Hecke aus Haselsträuchern und Holunderbäumen mit vereinzelten Heckenrosen und Cornusbüschen wurde gestutzt. Dabei stießen wir auf der Seite der Nachbarn auf Stacheldraht, mit dem wohl einmal die Pferdeweide eingezäunt war. Unten herum war die Hecke völlig mit Kletten zugewuchert, die wir entfernt haben. Beim Ausharken fanden wir dann auch noch jede Menge abgestorbene Äste und Teile des in den letzten Jahren heraus gesägten Holzes. Kurzum, es war anstrengend, aber es hat sich gelohnt. Ich finde, die Hecke ist jetzt vorzeigbar und kann prima in unseren Garten integriert werden.

Darüber hinaus habe ich mit einer Motorsense das Gras und das Unkraut auf dem Grundstück gemäht - jetzt kann man erkennen, wie uneben das Gelände ist und wir uns überlegen, wie und bis zu welcher Höhe wir auffüllen wollen. Wir haben uns von der Idee verabschiedet, auf die gleiche Höhe aufzufüllen wie der Nachbar zur Linken, trotzdem werden wir wohl einige LKW-Ladungen Mutterboden benötigen. Der Bauherr und der Nachbarbauherr haben dann, als die Sonne fast untergegangen war, noch die restlichen Stämme der Weide zersägt, manuell, da wir - noch - keine Kettensäge besitzen (eins der wenigen Gartengeräte, vor denen ich einen Heidenrespekt habe).
Und hier ist das erst zweite Foto der Bauherrin in 
diesem Blog. Warm war's unter dem Helm!
 Das Visier hatte ich nur zu Fotozwecken hoch. 

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