Sonntag, 7. August 2011

Unser Haus wird weiß

zumindestens zeitweise.














Am Donnerstag morgen hatte man endlich mal wieder den Eindruck, dass es auf der Baustelle vorwärts geht. Mehrere Arbeiter der Malerfirma, die das WDVS anbringt, und einige Trockenbauer werkelten vor sich hin. Neben den bereits am Mittwoch gelieferten Trockenbaumaterialien stapelten sich jetzt auch noch große Pakete mit dicken Styroporplatten im Haus.

*Meckermodus ein*

Das ist am Sonntag, nachdem ich das Wasser weggewischt habe. 
Leider hatte sich auch die Pfütze im Bereich des Erkers ausgebreitet. Inzwischen haben wir zwar eine Erklärung, woher das Wasser kommt, beruhigend finde ich die Aussagen aber auch nicht. Da der Dachüberstand des Erkers noch nicht gedeckt ist, hat die Dachfolie noch keinen wasserfesten Anschluss an den Holzgiebel. Wenn es also regnet (und das hat es ja Mittwoch und Donnerstag mal wieder reichlich), läuft das Wasser zwischen Giebel und Dachfolie ins Haus. Super! Der Bauherr sagt, dass es ja noch nicht so schlimm wäre, da ja bisher keine Installationen im Haus sind. Mich beunruhigt das aber immer noch, da ich nasse Wände befürchte, die wir nach dem Einzug trocken heizen und lüften müssen - im Winter!



Und hier kommt wohl das Wasser rein :-( 
Was außerdem nervt, ist dass irgendwie keiner der Meinung ist, sich darum kümmern zu müssen. Der uns für Freitag versprochene Dachdecker war nicht da, so dass am Freitag, als wir aus unserem Miniurlaub zurückkamen, die Situation unverändert war: Große Pfütze auf dem Boden, das Styropordämmmaterial lag mitten drin (auch super... Warum um alles in der Welt stellt man sein Dämmmaterial mitten in eine Pfütze?) und es war natürlich schon zu spät, um den Bauleiter anzurufen.





Um es noch besser zu machen, hat irgendwer (wer?) angefangen den Bauschaum an den Fenstern des Wintergartens abzuschneiden. Leider mit dem Effekt, das da jetzt an einigen Stellen nur noch eine hauchdünne, transparente Schicht oder auch gar kein Bauschaum mehr ist. Dieser Erker ist wie verhext. Da geht echt alles schief was schief gehen kann.

Nachdem wir gestern auch den ganzen Tag nicht da waren, habe ich heute nachmittag dann die Styroporpakete - Styropor kann ganz schön schwer sein - zur Seite gewuppt und mich mit einem Wischmop und einem Eimer bewaffnet, um das Wasser zu beseitigen.

*Meckermodus aus*

Zurück zu den positiven Dingen:

Als wir am Freitag aus der Heimat der Bauherrin zurück kamen, wo vor die Bauherinnenmutter besuchten - die übrigens NICHT unsere Fenster putzen will!!! So eine Gemeinheit, muss ich es wohl doch selbst machen - waren die Arbeiten mit der Styroporverkleidung schon gut vorangeschritten. Auch im Dach war die erste Schicht Dämmaterial schon fertig eingebracht und mit Folie abgedichtet worden. Außerdem hatte der Trockenbauer netterweise zugestimmt, die Stellen, wo Dachsparren und Mittelpfette aufeinander treffen, für den möglicherweise späteren Ausbau des Dachbodens, gleich mit abzukleben, so dass wir dort später leichter die Winddichtigkeit des Dachbodens herstellen können. Details könnte der Bauherr sicher erklären, mir ist das die ganz Zeit nicht klar geworden, wo da etwas abgeklebt werden muss und wie das handwerklich umgesetzt werden soll (dabei bin ich doch die Handwerkerin in der Familie).

Als ich heute nachmittag noch mal im Haus war, fiel es mir erst gar nicht auf. Erst auf den dritten Blick: Entweder Freitag abend oder Samstag muss jemand im Haus gewesen sein und die Stützen entfernt haben. Bis auf die überragende Ecke im Erker und das Eckfenster in der Küche sind wir stützenfrei. Ist gleich ein ganz anderes Raumgefühl :-) - nachdem man es bemerkt hat.


Hier steht das Dämmmaterial noch in der Pfütze. Auf dem Dach
erkennt man die Sonnenkollektoren. 
Nur ein kleiner Teil des Materials. Das Dämmmaterial
habe ich hier bereits umgestapelt. Man beachte
außerdem: Keine Stützen mehr! 

Alles gelb! Zwischen die Latten kommt noch eine zweite
Dämmschicht. 

Was dort hinten runter hängt, sind die Anschlusslei-
tunken für die Sonnenkollektoren. Und vorne entsteht
demnächst die Wand zwischen Schlaf- und Arbeits-
zimmer.

Diese beiden Bilder bin ich noch schuldig vom Mittwoch:

Entlüftungsrohr und Anschlussleitung der
Sonnenkollektoren.

Dusche im EG: Die Unterputzelemente für die
Toilette und das Waschbecken. 
Ich bin sehr gespannt, wie es denn nun morgen weitergeht. Die Dachdämmung wird wohl weitergehen, genauso wie die Fassadendämmung. Ein erstes Profil für die Trockenbauwand (die Wand zwischen Schlaf- und Arbeitszimmer) ist bereits am Boden befestigt, also werden sicherlich auch die Wände im Dachgeschoss in den nächsten Tagen aufgebaut. Dann soll auch diese Woche noch der Putz aufgebracht werden (31. KW). Wir werden sehen. Inzwischen bin ich vorsichtig mit den Vorhersagen.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen