Dienstag, 12. April 2011

Wir sind Grund(stück)besitzer!

Eigentlich sollte ich jetzt Klassenarbeiten korrigieren oder die Wohnung aufräumen oder einkaufen gehen. Alles Dinge die in den letzten Wochen leigen geblieben sind. Ich bin aber gerade nicht so motiviert. Es wird sich spätestens morgen rächen, wenn ich eine Nachtschicht einlegen muss, um die Klassenarbeit noch rechtzeitig vor den Ferien zurückzugeben.

Ferien sind am Horizont. Die letzten beiden Wochen waren, obwohl haustechnisch ja gerade die "Wir warten auf den Bauantrag-Phase" ansteht, reichlich anstrengend, so dass ich gar nicht dazu gekommen bin, vom Erwerb unseres Grundstücks zu schreiben.




Letzen Dienstag war es soweit, wir hatten unseren Notartermin und sind jetzt also stolze Besitzer von 900qm Land. Hey, da kann man einen Fußballplatz drauf errichten oder ein halbes olympisches Schwimmbad, sogar einen Dressurplatz, jedenfalls einen kleinen. Oder eben ein kleines 9x10 Meter großes Haus. Möglicherweise grenzt es an Wahnsinn, aber ich freue mich schon auf den großen Garten.

Aber glaubt nicht, dass es so einfach ist ein Grundstück zu kaufen. Ich will auch niemanden langweilen, aber ehe das Grundstück wirklich uns gehört, d.h. wir auch ins Grundbuch eingetragen werden, vergehen noch gefühlte 100 Verwaltungsakte. Einer davon findet morgen statt - die Bestellung der Grundschuld.

Und es gibt wieder viele schöne neue "Bauwörter" für mein Bauvokabelheft:

Auflassung - Zur Übertragung des Eigentums an einem Grundstück erforderliche Einigugn zwischen Verkäufer und Käufer. Zur eigentlichen Übertragung des Eigentums kommt es aber erst durch den Grundbucheintrag.

Der Begriff kommt aus dem germanischen Recht und lässt sich darauf zurückführen, dass im Mittelalter Tür und Tor eines zu verkaufenden Hauses bzw. Hofes offen gelassen wurden, damit jeder den neuen Eigentümer sehen kann. Angeblich gibt es dazu auch ein Bild im Sachsenspiegel.

Auflassungsvormerkung - Bevor wir ins Grundbuch eingetragen werden, müssen wir den Kaufpreis bezahlen, ist ja klar. Dies müssen wir aber erst mit Baubeginn. Außerdem dauert die Eintragung selbst dann noch mehrere Wochen. Damit wir sicher sind, dass das Grundstück zwischenzeitlich nicht anderweitig verkauft oder verändert wird, gibt es die Auflassungsvormerkung, die im Grundbuch vermerkt wird. So darf jetzt keiner mehr unsere Weider oder unserer Hecke absägen.

Unbedenklichkeitsbescheinigung - Nein, damit ist kein Polizeiliches Führungszeugnis gemeint. Auch nicht der Nachweis, dass wir keinerlei ansteckende Krankheiten haben.  Unser Notar hat dies mit "Quittung über die Bezahlung der Grunderwerbssteuer" übersetzt. Darunter kann man sich doch etwas vorstellen, oder nicht?


Ich übernehme keine Gewähr dafür, dass diese Erklärungen richtig sind, schließlich bin ich kein Jurist. ;-)

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