Samstag, 31. Dezember 2011

Fazit: Ein frohes neues Jahr

Heute wohnen wir schon 4 Wochen im neuen Haus. Der Umzug war kurz und schmerzlos, nur die Tage vorher waren die Pest. Aber dadurch dass wir alles in Kartons gepackt, die Möbel zerlegt und die Dinge die in der alten Wohnung bleiben sollten beschriftet hatten, hatten wir den eigentlichen Umzug in drei Stunden erledigt. Natürlich dauerte es danach noch ein bisschen, bis alles an seinem platz stand. Danke an die freiwilligen Helfer, die beim Einpacken und Umziehen geholfen haben. 

Die Frage, die ich in den letzten Wochen am häufigsten gehört habe, war "Wie wohnt es sich denn im neuen Haus?" Leider weiß ich darauf immer noch keine kurze Antwort, die ja die meisten erwarten.

Wie wohnt es sich... Vieles ist noch improvisiert. Einige Kartons - die Bösen, wo so etwas wie "Kommode Flur" oder "Kleinkram der noch in der alten Wohnung herumlag" draufsteht - sind noch nicht ausgepackt. Es fehlen noch Außenlampen. Die Auffahrt ist matschig.... aber auch: Ich liebe meine Küche - sie ist nahezu perfekt geplant. Mein grünes Sofa ist unendlich bequem und auch die Investition in einen neue Matratze hat sich gelohnt - keine Rückenschmerzen mehr. Es ist super ruhig hier, nur noch die eigene Musik, nicht mehr die von unseren Obermietern. Das Haus sieht auch von innen so aus, wie wir es geplant haben.

Aber wenn ich also eine kurze Antwort geben sollte... Es wohnt sich sehr sehr gut im neuen Haus. Bilder gibt es ganz am Ende dieses Eintrags!

Seit gestern haben wir tatsächlich auch Telefon und Internet. Wie viele Stunden der Ex-Bauherr allerdings noch in Warteschleifen und Hotlines gehangen hat, möchte ich gar nicht zusammenrechnen. Fernsehen über Internet geht natürlich doch nicht, so dass wir dann jetzt doch noch eine Satellitenschüssel auf dem Dach brauchen. Oder eine Dachantenne für DVBT. Damit kriegen wir immerhin die öffentlich-rechtlichen und die wichtigsten privaten Sender. Aber so richtig vermissen wir das Fernsehen nicht, da wir ohnehin meist DVDs und Serien gucken. Das hat irgendwie keine Priorität.

Tja, dann, das war's für 2011. Im nächsten Jahr geht es an die Gestaltung der Außenanlagen. Davon werde ich sicherlich an dieser Stelle ab und zu berichten. Regelmäßige Updates wird es aber nicht mehr geben.

Was noch fehlt ist ein Fazit: 
Zu Weihnachten 2010 hatte ich vom Ex-Bauherren ein Versprechen geschenkt bekommen, in Form eines Buchs "Meine Frau will einen Garten". Um diese Zeit im letzten Jahr wollten wir noch ein "gebrauchtes" Haus kaufen. Aber ich glaube, weder der Ex-Bauherr noch ich haben es bereut, uns in das Abenteuer "Hausbau" gestürzt zu haben. Wir fühlten uns von unserem Bauunternehmen gut betreut und die Arbeit, die hier geleistet wurde, ist unserer Meinung nach voll in Ordnung. Natürlich gab es während der Bauphase Tage an denen ich genervt oder auch verärgert über bestimmte Dinge war (ich erinnere an die Riesenpfütze im Haus) aber diese Dinge wurden immer zu unserer Zufriedenheit gelöst. Nach nur 19 Wochen (also weniger als 5 Monaten) bekamen wir unser Haus übergeben und die Punkte, die zu dem Zeitpunkt noch nicht erledigt waren, wurden in kürzester Zeit abgearbeitet.  Man liest und hört soviel über Dinge, die beim Bau schief gehen können. Diese Katastrophen sind bei uns ausgeblieben.

Ich kann also sagen, dass wir vollauf zufrieden sind und auch, wenn ich heute in der Hausplanung ein paar Dinge anders machen würde (ich würde mir u.a. mehr Zeit lassen :-), würden wir, falls wir jemals wieder ein Haus bauen würden, wieder auf die Firma Tadge zurück kommen. Vielen Dank, Lisa, vielen Dank Herr Wischhöfer!

Und jetzt noch die Bilder...
Unten:
EingangsbereichGarderobe.
KücheKüche vom Essbereich aus, Ofen
Essbereich Wohnzimmer
Nochmal das Wohnzimmer Schwarzes Loch (oder HWR), inzwischen haben
wir einen Wäschetrockner, so dass man den Raum
betreten kann...









































































Oben: 
Schlafzimmer



Raum ohne Funktion... Lounge

Gäste müssen mit unserem Chaos zurechtkommen...
Arbeits- und Gästezimmer

Bad, noch improvisiert, wir können uns nicht auf
Badmöbel einigen...







Sonntag, 27. November 2011

Die Telekomiker...

Wie kann man eigentlich ein Baugebiet erschließen, in dem ca. 40 Bauplätze liegen und nachdem 8 Häuser stehen, stellt die Telekomik fest, dass es keine freie Leitung für das 9. Haus mehr gibt?

Das Drama fing harmlos an, eher mit einer guten Nachricht. Der Bauherr beantragte das Entertain-Paket und nur ein paar Tage später bekamen wir die Nachricht "Es freut uns... DSL X-Tausend ... blablabla... Entertain... Paket in den nächsten Tagen". Wir haben uns mit den Telekomikern gefreut, allerdings nur ein paar Tage.

Eigentlich müsste der Bauherr die Geschichte erzählen, denn er hat die ganzen Telefonate geführt und immer wieder nachgehakt. Als nämlich das Paket "nach ein paar Tagen" nicht kam, hängte er sich mal wieder in die Warteschleife, um mal nach zu fragen, wo denn sein Paket bliebe und ob es denn vielleicht schon an die neue Adresse gegangen sei.

Nein, erfuhr er, das Paket sei noch nicht rausgegangen, denn man wüsste ja noch gar nicht, ob wir denn auch tatsächlich das gewünschte Entertain-Paket bekommen könnten, man müsse erst noch einmal die Leitungen durchmessen. Das würde aber erst am 24.11.2011 möglich sein. Na gut, dachten wir, 24.11. ist ja noch vor dem Umzug, dann klappt das schon noch.

Am 24.11. der nächste Anruf in der Warteschleife. Ja, die Leitung sei durchgemessen worden. Naja, sozusagen. Man hätte festgestellt, dass gar keine Leitung mehr frei sei. Als der Bauherr nachhakte, ob sie einen Port im Umschaltkasten meinten, war man sich nicht mehr so sicher. Es würde wohl eher eine physikalische Leitung fehlen, die erst noch gelegt werden müsste.
Der Bauherr fragte dann nach, wie man sich es denn vorstellen würde, wir wären beruflich auf's Telefon angewiesen und insbesondere auch auf's Internet. Da solle er sich keine Sorgen machen, wir würden auf Kosten der Telekom ein Prepaid-Card für's Handy und einen Surfstick bekommen, müssten die nur dann wieder zurückschicken, wenn wir einen Festnetz-Anschluss bekommen. Von Fernsehen war keine Rede, aber gut, da kann man ja drauf verzichten, es gibt ohnehin nur Schrott. Und Serien gibt's auch auf DVD.

Gestern kam die Prepaid-Card mit dem sagenhaften Guthaben von 10 Euro. Wie lange das wohl hält... Warten wir mal noch auf den Surfstick.

Ich bin gespannt, wie das mit unserem Telefonanschluss weitergeht und ob wir in diesem Jahr noch einen Anschluss bekommen oder erst im nächsten...

Samstag, 26. November 2011

Einzugsfertig...

Der Blick aus dem Arbeitszimmer am letzten Mittwoch. Man konnte kaum 50 Meter weit schauen. Echtes Novemberwetter eben. Passte auch zu meiner Stimmung der letzten Tage. Ich schiebe ein bisschen Panik vor dem Umzug. Warum, kann ich gar nicht sagen. Es ist ja nicht so, dass ich nicht schon ca. 6 Mal umgezogen bin. Und diesmal habe ich sogar jemanden, der den Umzugswagen fährt. Nur steht vor dem Umzug noch das Entrümpeln - und in den letzten 6 Jahren hat sich einiges angesammelt. 

Aber eigentlich gab es keinen Grund zum Trübsal blasen, denn im Haus ist inzwischen eigentlich alles soweit, dass wir einziehen können: Der Maler hat seine Arbeit beendet, die Reinigungsfirma war im Haus und hat hat die Fenster, Boden, Türen etc. geputzt. Nur  im Erdgeschoss werde ich wohl noch einmal wischen müssen. 

Der Bauherr hat diese Woche auch die Fußleisten fertig montiert - Kleben statt Bohren ;-), ging deutlich schneller und sieht auch ganz gut aus. Da wir keine zum Boden passenden Fußleisten finden konnten, haben wir uns für weiß entschieden, passend zu den Türen. Heute habe ich dann noch die Stellen, wo das mit der Gehrung nicht 100% geklappt hat und auch die Aussparungen zwischen Türrahmen und Parkett mit weißem Silikon versiegelt. Während dessen hat der Bauherr gemeinsam mit einem Freund die Duschtür für das Bad im OG montiert. Sieht richtig gut aus.

Vorher haben wir den Wagen, mit dem wir die Duschtür abgeholt haben, genutzt um schon mal einige Gartenmöbel rüber zu fahren, damit wir uns darum nächste Woche nicht auch noch kümmern müssen.

Wenn dann am Dienstag die Küche und er Ofen kommen und die IKEA-Lieferung und unser Bauunternehmen uns hilft, den Briefkasten zu montieren, dann ist wirklich alles fertig!!!


Gerade machen die über uns wieder ihre schreckliche Musik an, man hat den Eindruck, dass sie ihre Boxen hier bei uns im Wohnzimmer stehen haben. Ab in einer Woche muss ich das NIE WIEDER ertragen! Das ist doch ein weiterer Grund sich freuen, oder ;-)


Montag, 21. November 2011

Fehlende Fotos


Sieht doch schon ganz einladend aus, oder?

Hier sind die schon vor ein paar Tagen versprochenen Fotos:

Die Duschen oben und unten:

Oben
Unten


Und der Fußboden, in langer, akribischer Arbeit verlegt, hier auf den Fotos noch nicht ganz fertig... Inzwischen sind auch die Fußleisten dran, bis auf zwei Ecken, wo die Gehrungssäge streikt (135° Außenwinkel am Schornstein).
Schlafzimmer

Die hintere Ecke hat noch mal einen ganzen
Abend gekostet. 


Gerade durch ins Arbeitszimmer




Galerie, oder, wie der Raum seit neuestem heißt: Lounge ;-) 




































Mittwoch, 16. November 2011

Das geht doch schnell...

Nein, bitte... glaubt diese Worte nicht, wenn ihr sie in Bezug auf Ausbauarbeiten im Haus hören solltet. Da geht nichts schnell. Zumindestens nicht bei uns. Ich gebe zu, wir sind beide nicht die geborenen Handwerker, aber ich behaupte eigentlich von mir, immerhin keine zwei linken Hände zu haben. Trotzdem haben sowohl das Tapezieren des Badezimmers im OG als auch das Verlegen des Korkparketts ewig gedauert.

Am Tag der Hausabnahme haben wir "noch eben schnell" das Badezimmer grundiert. Vorher mussten wir aber noch Tapezierbedarf kaufen, da am nächsten Tag meine Schwiegereltern kommen und uns beim Tapezieren helfen wollten. Also, Hausabnahme bis ca. 12.30 Uhr, dann schnell zu Hammer, dann das grundieren. Ach nein, vor dem Grundieren mussten wir natürlich noch meiner Lieblingsbeschäftigung nachgehen: Abkleben! Kurz und gut, das Grundieren der Wände mit weißer Farbe dauerte, da auf dem Gipskarton zwei Farbaufträge nötig waren, deutlich länger als erwartet.

Das Tapezieren war auch nicht mal eben so nebenbei gemacht. Wir waren zu viert und haben für den einen Raum 9 (in Worten: NEUN!!!) Stunden gebraucht. Ich gebe zu, arbeiten konnten immer nur zwei und das Badezimmer hat dann doch einige Ecken und Winkel mehr als man so denkt.

Ecken und Winkel haben auch das Verlegen des Korkfußbodens deutlich verzögert. Ich hatte ja dem Bauherrn vorgeschlagen, die 1000 Euro dann auch noch zu bezahlen und uns dafür ein entspannteres Wochenende zu "erkaufen", zumal sich bei mir die Arbeit stapelt, ich meinen Schülern vor lauter nicht zurückgegebenen Dingen kaum noch Entschuldigungen entgegen zu bringen habe und auch die Wohnung aussieht wie ein Saustall. Vom Garten, der unter einer dicken Schicht Walnusslaub erstickt ganz zu schweigen. Aber der Bauherr war nicht davon abzubringen. "Das schaffen wir schon. Soviel ist das doch gar nicht. Und das Verlegen geht doch ganz schnell..."

Ergebnis: Samstag, Sonntag und der gestrige Abend sind komplett jeweils bis spät in die Nacht drauf gegangen. Jetzt fehlen "nur" noch einige Bahnen im Schlafzimmer, die wir aber nur deswegen nicht legen konnten, weil uns das Material ausgegangen war. Durch unsere vielen Ecken und Wickel hatten wir einfach zu viel Verschnitt und die 2 Extrapakete, die der Bauherr angefordert hatte, waren nicht mitgeliefert worden.

Inzwischen sagt auch der Bauherr, dass, wenn er vorher gewusst hätte, dass es so lange dauert, er auch über einen Verlegeservice nachgedacht hätte. Trotzdem, an dieser Stelle ein ganz ganz großes Dankeschön an Jan und Kathi: Ohne euch hätte ich nach zwei Stunden aufgegeben. Danke für eure Hilfe und vor allem auch für eure Motivation! 

Aber trotz all dem Gemeckere: Es hat sich gelohnt, sowohl das Badezimmer als auch der Fußboden sehen einfach großartig aus! Fotos gibt's später, jetzt feiern wir erst mal Geburtstag!

PS: Noch eine kleine Spitze gegen den Bauherrn: Ob das mit dem Kisten packen auch "so schnell" geht, wie du denkst (Diese Aufgabe gehört zum Anforderungsberiech 3: Transfer!).

Zurück aus der Versenkung - Verspäteter Bericht über die Hausabnahme

Hallo, hier bin ich wieder. Nein, die Abnahme verlief total zufriedenstellend, aber in den Tagen danach haben wir mehrere Tage bis tief in die Nacht gearbeitet, um das Haus bezugsfertig zu bekommen.

Aber der Reihe nach: 

Am Morgen der Hausabnahme strahlte der Himmel und spiegelte meine Laune wider. Bauleiter und Gutachter warteten schon auf uns und so begannen wir, das Haus akribisch abzugehen. Der Gutachter fand hier und da einige Stellen die der Nachbesserung bedürfen aber insgesamt nichts Gravierendes. Aufgrund seiner Akribie, mit der er aber auch kleine Details erkannte, sind wir froh in dabei gehabt zu haben. Insbesondere das Abklopfen der Fliesen trug zur Erheiterung des Bauherrn und mir bei, da er dabei ein technisch ausgereiftes Werkzeug benutzte, um lockere oder schlecht verklebte Fliesen zu finden: Einen Zollstock, oder, wie ich inzwischen gelernt habe: einen Gliedermessstab.

Im Laufe der Begehung wurde ein 4-seitiges Protokoll aufgenommen, das wir am Ende unterschrieben und uns zur Zahlung der Endrechnung verpflichtete, abzüglich eines Einbehalts, der erst zahlbar wird, wenn der Sanitärer alle Arbeiten abgeschlossen und die Zimmerei endlich die seit August bekannten Lücken am Giebel schließt. (Gestern waren die Lücken tatsächlich verschlossen und auch die Sanitärer haben uns inzwischen die richtigen Sanitärobjekte eingebaut - jetzt hängt ihre Arbeit nur noch an einer Steckdose für die Pumpe der Solaranlage, die der Elektriker vergessen hat zu setzen. Also ist dann wohl auch der Einbehalt bald fällig.)

Wir erfuhren außerdem, dass der BloweDoor-Test zwar angefangen, dann abgebrochen wurde, weil es an dem Tag zu windig war und daher keine aussagekräftigen Messergebnisse möglich waren. Auch dieser ist inzwischen nachgeholt, mit einem Ergebnis, das selbst den Fachmann erstaunte. Der gemessene Wert liegt bei 0,23 (in welcher Einheit auch immer), ein durchschnittlicher Wert unserer Baufirma liegt wohl bei 1,2 und der Grenzwert wäre 3 gewesen. Die Suche nach Lecks ergab, dass wir tatsächlich ein messbares hatten: das Schlüsselloch der Terassentür! Alles andere ist dicht. Der Bauherr hat mir erklärt, dass der Wert die Luftaustauschrate zwischen außen und innen ist und das unser Wert bedeutet, dass es 4 Stunden dauert, bis die gesamte Luft des Innenraums durch neue Luft von außen ausgetauscht ist.

Beeindruckend war das Tempo, in dem die einzelnen Gewerke ihre Nachbesserungsarbeiten erledigt haben. Es sind ja erst 1 1/2 Wochen vergangen, aber im Prinzip können wir bis auf wenige Punkte alles abhaken.

Was (Stand 15.11.) noch zu erledigen ist:


  • Reinigung von Fenstern, Böden und Objekten
  • Prüfung der gereinigten Fenster auf Kratzer bzw. Schadstellen
  • Türzargen versiegeln
  • Deckendurchbrüche im HWR schließen
  • Froschklappe am RW-Rohr und Befestigung
  • Abdeckleiste am Giebel des Vordachs
  • Dunstrrohrstein liefern


Nicht mehr viel, oder? Ich würde mal sagen, das Haus ist bewohnbar!

Über unsere Supererfahrungen (Achtung - Ironie-Tag an!) mit den Eigenleistungen berichte ich in einem anderen Posting!


Samstag, 5. November 2011

Der Abend vor der Abnahme

Diese Woche ist noch mal richtig viel passiert am Haus. Wenn ich meine Liste anschaue, die ich am Montag geschrieben habe, dann kann ich nur sagen: Hut ab. Es ist alles erledigt - bis auf die Endreinigung. Sogar das Carport wurde gestern und heute noch aufgestellt.

Wir haben seit Dienstag eine tolle Treppe. Keine Leiter mehr :-) Wenigstens nicht in unserem Haus. Der Tiefbauer schüttete die Auffahrt bzw. den Carportbereich noch weiter auf.

Mittwoch dann doch noch ein Kataströpchen: Die Sanitärfirma war da und hat die Badobjekte eingebaut. Erwartungsfroh stürmte ich also nachmittags noch schnell auf die Baustelle - es wird jetzt ja so früh dunkel, dass man froh sein muss, noch im Hellen gucken zu können - und dort direkt ins Bad. Schon auf den ersten Blick stellte ich fest, dass man uns die falschen Waschbecken, WC-Schüsseln und Armaturen eingebaut hat. Irgendwo gab es ein Kommunikationsproblem zwischen unserer Bau- und der Sanitärfirma. Dort ist von unserem "Upgrade" nie etwas angekommen.
Der Bauherr, der vorher schon mal im Haus war, hatte zwar festgestellt, dass die Handtuchheizkörper fehlten, die falschen Waschbecken sind ihm nicht aufgefallen. MÄNNER!

Wie auch immer, die Herren trugen es mit Fassung, nur ich schaute wohl etwas entsetzt. Die anderen "Objekte" sind inzwischen bereits bestellt und werden hoffentlich zeitnah installiert. Das Dumme ist, dass wir nun immer noch kein benutzbares WC haben sondern weiterhin das Dixieland draußen aufsuchen müssen.

Gestern wurde tatsächlich noch das Carport auf- und heute fertiggestellt - es ist riesig und leider nicht weiß, aber das ist eine andere Geschichte - und seit heute hat das Haus auch Türen. Damit ist es weitgehend fertig.

Und in nicht einmal mehr 9 Stunden ist Bauabnahme. Daher muss ich jetzt ins Bett.


Deswegen diesmal ohne großartige Formatierung noch schnell die Bilder der Woche (keine Bilder vom Bad, das lohnt ja noch nicht!): 


Treppe unten
Treppe oben

Der Flur, jetzt mit Türen
Straßenansicht
Blick durch das Baugebiet zu unserem Haus



Montag, 31. Oktober 2011

Endspurt... die voraussichtlich letzte Bauwoche

So, Endspurt. Heute beginnt die letzte Bauwoche. Am Samstag soll uns das Haus übergeben werden. Daher gibt es einen straffen Zeitplan:

  • Dienstag: Treppe, Aufschüttung des Carportbereichs auf endgültige Höhe
  • Mittwoch: Sanitärobjekte liefern und montieren
  • Donnerstag: Silikonfugen, Großreinemachen
  • Freitag: Innentüren, nachmittag: Hausbesichtigung für Interessenten durch unseren Bauträger
  • Samstag: Hausübergabe!!!

Irgendwann soll dann auch noch das Carport aufgestellt werden. Ob das allerdings noch vor der Übergabe passiert... da bin ich skeptisch.

Und dann gehört das Haus uns. Naja, jedenfalls im Prinzip. Eigentlich ja der Bank. Und das Beste: Die prophezeiten Katastrophen während der Bauzeit sind - bisher - ausgeblieben.

Und hier ist es: Der Bauherr hat keine Kosten, Mühen und Unfallgefahr gescheut, um dieses Foto machen zu können!



Heute kamen den ersten Tapeten an die Wand, damit morgen die Treppe eingebaut werden kann. Die senkrechten Linien betonen eindeutig die Höhe des Treppenhauses.






Alle von uns verstrichenen Farben (außer hellblau) im Uhrzeigersinn:
Ziegel, Schlehe, Wein, Cotto, Grün, Weiß
Am Wochenende haben wir die Lehmstreichputzarbeiten abgeschlossen. Glücklicherweise haben wir uns entschieden, das Arbeitszimmer noch einmal zu machen. Vorher konnte ich da nur mit Bauchschmerzen reingehen, denn man sah einfach zu viele unschöne Stellen, insbesondere die Acrylfugen waren gruselig. Jetzt ist es definitiv besser und ich kann jetzt auch andere Leute rein lassen.
Auch der Tipp der Verkäuferin mit dem Grün als Kontrast zu dem Cotto und dem Wein war gut, das Schlafzimmer ist jetzt ... interessant :-) Das Lila ist nicht meine Traumfarbe, aber da vor der einen Wand ein Schrank und vor der anderen das Bett steht, wird es wohl so schlimm nicht sein. Und man kann es jederzeit wieder überstreichen.
Arbeitzimmer, die bisherige Gruselwand.

Galerie - dort hängt schon Licht :-)
Schlafzimmer









Im vorigen Eintrag habe ich jetzt übrigens auch Fotos von den Bodenfliesen ergänzt!

Freitag, 28. Oktober 2011

Jetzt mit Fliesen

Am Mittwoch war es soweit: Der Estrich war weit genug abgetrocknet, dass der Fliesenleger anfangen konnte. Und wie schnell er gearbeitet hat, zeigte sich heute. Er war weitgehend fertig, morgen wird er noch Restarbeiten erledigen und aufräumen. Uns gefallen die Fliesen ausnehmend gut, so sollte es ja auch sein, schließlich haben wir sie uns ausgesucht. Aber es ist doch immer noch etwas anderes, sich vorzustellen, wie es aussehen soll und es dann schließlich zu sehen. Gut, wenn beides übereinstimmt.
Diese Fliesen liegen im restlichen EG, außer im Bad (das ich
immer noch nicht fotografiert habe).  
Hauswirtschaftsraum

Bad im OG

Wer macht das bloß wieder sauber?




Wir sind diese Woche das Duschenproblem (Duschwände und Brausesets) angegangen und konnten beides schnell und zu unserer Zufriedenheit lösen. Duschwände sind bestellt, die Brausesets sogar schon geliefert: Unten und Oben. Jetzt müssen wir nur noch jemanden finden, der sie uns einbaut. 

Morgen können wir weiter streichen und die Stellen mit denen ich bisher nicht zufrieden bin, noch einmal überarbeiten. In der Galerie müssen nur ein paar Flecken auf der ziegelfarbenen Wand ausgebessert werden, das Arbeitszimmer wird wohl noch ein zweites Mal komplett gestrichen werden. Und im Schlafzimmer wird der momentan noch etwas unglückliche Cotto-Lila-Kontrast mit einem Streifen Grün aufgelockert. Die Idee hatte die Verkäuferin in unserem Ökobaumarkt aus dem wir die Farben haben. Ich hoffe dass ich am Ende des Wochenendes etwas zufriedener mit unserem Ergebnis bin.

Montag, 24. Oktober 2011

Das aktuellste Foto vom roten Haus



Das aktuellste Foto vom roten Haus. Ich habe das Richtfest unserer Nachbarn genutzt um von deren Dach ein Foto aus einer anderen Perspektive machen zu können. Diese Seite des roten Hauses sieht man ja sonst eher selten. 
Bald steht da, wo jetzt schon die Autos stehen, der Carport, leider nicht weiß. 
Im OG ist der Lehmputz an den Wänden. Eine Woche täglich sechs und mehr Stunden, teilweise zu viert. Den größten Teil der Zeit hat allerdings das Abkleben, Abkleben und das Abkleben verbraucht. Dann das "schnell in den Baumarkt fahren", an dritter Stelle kam dann das Suchen nach... Taschenmesser, dem dünnen Pinsel, dem Kreppband (zum Abkleben)... Das eigentliche Streichen ging dann immer relativ schnell.
Die Tatsache, dass wir teilweise Temperaturen von 30° uns mehr im Haus hatten, hat die Sache auch nicht erleichtert.

Die Heizung läuft seit drei Tagen auf 50°C, was 1:1 in die Heizkörper
und die Fußbodenheizung geht. Ergebnis siehe oben links.

Ich bin mittelzufrieden mit unserer Arbeit. Ja, die Farben sind toll und im dritten Anlauf haben wir auch die Kanten so gestrichen, dass die Farben nicht mehr ineinander laufen, trotzdem gibt es immer noch Stellen, die nachgearbeitet werden müssen.

Was ich gelernt habe, ist das Lehmputz, der mehr als einen Tag bei über 25° steht, erbärmlich anfängt zu stinken, sich entmischt und an die Wand gestrichen VIEL heller ist als vorher. Da ich als Perfektionist mit den Kanten, an denen erschienene Farben aufeinander treffen nicht zufrieden war, mussten sie mit dem Tipp einer Freundin noch einmal überarbeitet werden. Die Kanten sind jetzt gut, leider habe ich dabei an verschiedenen Stellen weiße Farbe auf die farbigen Wände getropft. Nicht so schlimm, dachte ich, hast ja die Farbe aufbewahrt um solche Missgeschicke ausbügeln zu können. Ja, Pustekuchen... jetzt habe ich überall dort, wo ich versucht habe, die Farbspritzer über zu malen, helle Stellen auf der Wand. Mindestens drei Wände müssen wir also noch einmal streichen.

Außerdem habe ich gelernt, dass sich der weiße Putz sehr schwer gleichmäßig streichen lässt. Es bleiben oft kleine ungestrichene Stellen zurück, die erst auffallen, wenn die Wand getrocknet ist. Die müssen auch noch mal bearbeitet werden.

Ach ja, und zu guter Letzt habe ich gelernt, dass man Farbkarten nicht trauen kann.
Schaut euch hier mal bei der Farbe Wein die 3:1 und die 10:1-Verdünnung an. Das ist braun, oder? An der Wand ist es LILA! Aber immer noch besser als ROSA, was bei der 5:1-Verdünnung von Cotto rauskam. Und vom rosa Schlafzimmer war der Bauherr nicht sonderlich begeistert. Jetzt ist es lila. Ich sag nur "Da steht ja eh ein Schrank davor". Die Wände werden nicht noch mal gestrichen! Basta!

Hier experimentiert der Bauher mit dem Streichen der
Decke über dem Treppenaufgang. 
Erschöpfte Streichhelfer.

Am Samstag morgen war übrigens ein Fensterbauer da, der 1. die Hautür eingebaut, 2. endlich die Ecken des Wintergartens mit Blechen verkeidet und 3. die Tür der Küchenterasse gegen eine mit Schloss ausgetauscht hat.